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Bockshornklee Pflanze: die Hülsenfrucht mit den Bockshörnern

Die Bockshornklee Pflanze ist ein einjähriges Kraut aus der Familie der Hülsenfrüchtler, bis 80cm hoch, mit kleeartigen Blättern. Sie blüht von April bis Juli weißlich-gelb, ihre Samen reifen in schmalen, gebogenen Hülsen. Ursprünglich stammt sie aus dem östlichen Mittelmeerraum und Vorderasien, angebaut wird sie heute vor allem in Indien, Nordafrika und im Nahen Osten.

Wer ein Feld mit Bockshornklee sieht, denkt zuerst an Klee oder an junge Erbsen. Erst im Sommer zeigt die Pflanze, woher ihr Name kommt: Überall stehen lange, leicht gebogene Hülsen ab wie kleine Hörner. In jeder stecken die harten, goldbraunen Körner, die später in der Küche nach Curry und Ahornsirup duften.

Bockshornklee Samen: was steckt in der Hülse?

Bockshornklee Samen sind die reifen Körner der Pflanze Trigonella foenum-graecum. Sie sind nur wenige Millimeter groß, kantig bis rautenförmig und haben eine feine Furche, die das Korn fast in zwei Hälften teilt. Ihre Farbe reicht von hellem Gelbbraun bis Goldbraun.

Eine Hülse wird etwa 10 bis 15cm lang und enthält rund 10 bis 20 Samen. Getrocknet sind die Körner so hart, dass man sie kaum mit dem Fingernagel ritzen kann. Diese Härte schützt ihr Aroma und macht ganze Samen lange haltbar.

Samen von Bockshornklee heißen im Handel auch Bockshornkleesaat. Gemahlen werden sie zu einem feinen, goldbraunen Pulver, wie unser Bockshornklee gemahlen. Ganze Samen behalten ihren Duft länger, das Pulver ist schneller im Topf.

Bockshornklee: von der Pflanze zum Gewürz
Bockshornklee von Azafran.

Bockshornklee Pflanze: wie sieht sie aus?

Die Bockshornklee Pflanze ist ein einjähriges, aufrechtes Kraut. Sie wird je nach Boden und Klima 30 bis 80cm hoch, bildet einen kräftigen, wenig verzweigten Stängel und eine tief reichende Pfahlwurzel.

Die Blätter sind dreizählig wie beim Klee, die einzelnen Blättchen länglich-oval und am Rand fein gezähnt. Daher stammt der zweite Teil des Namens, obwohl Bockshornklee botanisch kein echter Klee ist. Beide gehören aber zur großen Familie der Hülsenfrüchtler, wie Erbsen, Bohnen und Linsen.

Wer Bilder der Pflanze sucht, erkennt sie im Sommer sicher an den Hülsen. Sie stehen schräg nach oben oder zur Seite ab, sind schmal, gerade bis säbelartig gebogen und enden in einem langen, spitzen Schnabel. Zerreiben Sie ein Blatt zwischen den Fingern, riecht es schon leicht nach Curry.

MerkmalBockshornklee
Botanischer NameTrigonella foenum-graecum
FamilieHülsenfrüchtler (Fabaceae)
Lebensdauereinjährig
Wuchshöhe30 bis 80cm
Blätterdreizählig, kleeartig, fein gezähnt
Blüteweiß bis blassgelb, Schmetterlingsblüte
BlütezeitApril bis Juli, je nach Aussaat
Hülse10 bis 15cm, gebogen, mit spitzem Schnabel
Samen10 bis 20 je Hülse, kantig, goldbraun
Ursprungöstlicher Mittelmeerraum, Vorderasien
Wichtigstes AnbaulandIndien

Die reifen Samen als Gewürz: unser BIO-Bockshornklee, ganz oder gemahlen:

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Bockshornklee Blüte: Farbe und Blütezeit

Die Bockshornklee Blüte ist eine kleine Schmetterlingsblüte, wie man sie von Erbsen und Bohnen kennt. Sie ist weiß bis blassgelb, manchmal mit einem violetten Hauch am Grund, und sitzt einzeln oder zu zweit in den Blattachseln.

Die Blütezeit liegt zwischen April und Juli, je nachdem, wann gesät wurde. Aus einer Frühjahrssaat blüht Bockshornklee in Mitteleuropa meist im Frühsommer. Aus jeder befruchteten Blüte wächst eine Hülse heran, die einige Wochen später gelb wird und reift.

Die Blüten bestäuben sich überwiegend selbst. Deshalb setzt Bockshornklee auch im Kübel auf dem Balkon zuverlässig Hülsen an, ganz ohne Bienenbesuch.

Bockshornklee: wo wächst er?

Bockshornklee wächst wild im östlichen Mittelmeerraum und in Vorderasien, von dort stammt er ursprünglich. Er liebt warmes, trockenes Klima, volle Sonne und lockere, durchlässige Böden. Staunässe und Frost verträgt er schlecht.

Heute wird Bockshornklee in vielen warmen Ländern angebaut. Indien ist das mit Abstand größte Anbauland, besonders der trockene Nordwesten. Dazu kommen Länder in Nordafrika und im Nahen Osten, etwa Ägypten, Marokko und die Türkei, außerdem Äthiopien.

In Europa spielt der Anbau eine kleine Rolle. Hier wächst Bockshornklee vor allem in Gärten und als Futter- oder Gründüngungspflanze. Unser BIO-Bockshornklee stammt aus kontrolliert biologischem Anbau, Kontrollstelle DE-ÖKO-009.

Bockshornklee Herkunft und Geschichte

Bockshornklee gehört zu den ältesten Kulturpflanzen. Samen fand man in Ausgrabungen im Nahen Osten, die mehrere tausend Jahre alt sind. Der Überlieferung nach lagen sie sogar als Beigabe im Grab des Tutanchamun.

Den lateinischen Namen foenum-graecum, griechisches Heu, gaben ihm die Römer. Sie bauten ihn als Futterpflanze an, die getrocknet nach würzigem Heu duftete. Im frühen Mittelalter stand Bockshornklee in der Landgüterverordnung Karls des Großen unter den Pflanzen, die auf den königlichen Gütern wachsen sollten.

Der deutsche Name verbindet die hornförmigen Hülsen mit den kleeartigen Blättern. Vom Futter zum Gewürz war es ein kurzer Weg: Die Samen, die man ohnehin erntete, landeten früh in Brot, Käse und Eintopf.

Bockshornklee Anbau in der Landwirtschaft

Im großen Anbau wird Bockshornklee direkt aufs Feld gesät. In warmen Ländern geschieht das meist nach der Regenzeit im Herbst oder Winter, in gemäßigtem Klima im Frühjahr. Die Pflanze wächst schnell und ist nach etwa drei bis vier Monaten erntereif.

Als Hülsenfrucht bindet Bockshornklee mit Knöllchenbakterien an den Wurzeln Stickstoff aus der Luft. Deshalb steht er gern in der Fruchtfolge vor anspruchsvollen Kulturen, wird als Gründüngung untergepflügt oder als Grünfutter verwendet.

Geerntet wird, wenn sich die meisten Hülsen gelb bis braun färben und die Samen darin rascheln. Die Pflanzen werden gemäht oder ausgerissen, auf dem Feld nachgetrocknet und dann gedroschen.

Vom Feld zum Gewürz: Reinigen, Trocknen, Mahlen

Nach dem Dreschen beginnt die eigentliche Arbeit für den Gewürzhandel. Die Samen werden gesiebt, von Hülsenresten, Stielen, Steinchen und Staub befreit und schonend nachgetrocknet. Erst dann sind sie lagerfähig.

Für das Pulver kommen die gereinigten Samen in die Mühle. Weil sie so hart sind, braucht es kräftige Mühlen. Zu Hause schaffen das nur gute Gewürzmühlen oder ein Mörser, nachdem die Samen geröstet oder eingeweicht wurden.

Gute Ware erkennen Sie am gleichmäßigen Goldbraun, an wenig Bruch und an einem klaren, würzig-nussigen Duft beim Öffnen. Unseren Bockshornklee kaufen Sie ganz oder gemahlen, gereinigt und im wiederverschließbaren Aromaschutzbeutel.

Bockshornklee selbst anbauen: Samen pflanzen

Bockshornklee selbst anbauen oder selber pflanzen gelingt leicht, wenn Sie ihm Wärme geben. Säen Sie ab Mitte April bis Mai direkt ins Beet oder in einen Kübel, sobald kein Frost mehr droht. Die Samen kommen etwa 1 bis 2cm tief in lockere Erde, mit 15 bis 20cm Abstand zwischen den Reihen.

Bei warmem Wetter keimen sie nach wenigen Tagen. Ein sonniger Platz und mäßig feuchter, gut durchlässiger Boden genügen, Dünger braucht die Hülsenfrucht kaum. Junge Blätter können Sie nach einigen Wochen ernten, die Samen im Spätsommer, wenn die Hülsen gelb werden.

Für ein sicheres Ergebnis im Beet nehmen Sie Saatgut aus dem Gartenhandel, Gewürzsamen sind für den Topf gedacht. Für die Küche reicht die Ernte eines kleinen Beets ohnehin nur für einige Gerichte.

Bockshornklee Pflanze essen: Blätter und Sprossen

Von der Bockshornklee Pflanze essen Sie mehr als nur die Samen. In der indischen Küche sind die frischen Blätter ein beliebtes Gemüse, gekocht mit Kartoffeln oder eingebacken in Fladenbrot. Getrocknet würzen sie Currys und Saucen.

Auch die Samen lassen sich keimen. Nach zwei bis drei Tagen im Keimglas entstehen knackige Sprossen mit leicht bitterem, nussigem Ton für Salate und Brote.

Bockshornklee Samen Verwendung: kurz gesagt

Die Samen kommen angeröstet in Currys und Dal, gemahlen in Brotteig, Käse und Gewürzmischungen. Sparsam dosiert geben sie eine warme, herzhafte Tiefe, zu viel davon macht ein Gericht bitter.

Wie Sie die Samen rösten, einweichen und dosieren, wie sie schmecken und welche Gewürze dazu passen, lesen Sie ausführlich in Was ist Bockshornklee? Verwendung, Geschmack und Tee.

Häufige Fragen

Wie sieht die Bockshornklee Pflanze aus?

Ein aufrechtes, einjähriges Kraut von 30 bis 80cm mit dreizähligen, kleeartigen Blättern, kleinen weißlich-gelben Blüten und langen, gebogenen Hülsen.

Wann blüht Bockshornklee?

Zwischen April und Juli, je nach Aussaat. In Mitteleuropa blüht er aus einer Frühjahrssaat meist im Frühsommer.

Wo wächst Bockshornklee?

Wild im östlichen Mittelmeerraum und in Vorderasien. Angebaut wird er vor allem in Indien, dazu in Nordafrika, im Nahen Osten und in Äthiopien.

Ist Bockshornklee ein Klee?

Nein. Er hat nur ähnliche, dreizählige Blätter. Beide gehören aber zur Familie der Hülsenfrüchtler.

Woher hat Bockshornklee seinen Namen?

Von den langen, gebogenen Hülsen, die an Bockshörner erinnern, und von den kleeartigen Blättern. Der lateinische Name foenum-graecum bedeutet griechisches Heu.

Kann man Bockshornklee selbst anbauen?

Ja. Ab Mitte April nach dem letzten Frost 1 bis 2cm tief an einen sonnigen Platz säen. Die Samen reifen im Spätsommer.

Kann man die Bockshornklee Pflanze essen?

Ja. Die jungen Blätter sind in Indien ein Gemüse, die Samen lassen sich als Sprossen keimen oder als Gewürz verwenden.

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Dirk Schneider
Dirk Schneider, Gründer von Azafran – Familienunternehmen aus Elmshorn seit 2011.
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