Bekannte Gewürzmischungen
Bekannte Gewürzmischungen sind Curry, Garam Masala, Ras el Hanout, Kräuter der Provence sowie Gyros-, Pizza- und Lebkuchengewürz. Eine Gewürzmischung verbindet mehrere Gewürze und Kräuter zu einem eigenen Aroma, das meist zu einer Landesküche oder einem bestimmten Gericht gehört. Eine gute Mischung erkennen Sie an einer kurzen, verständlichen Zutatenliste mit Gewürzen und Kräutern an erster Stelle.
Öffnen Sie eine Tüte Currypulver, und die Küche riecht nach Koriander, Kurkuma und Ingwer, bevor die Pfanne heiß ist. Gewürzmischungen sind kleine Abkürzungen: Jemand hat lange probiert, damit Ihr Essen heute nach Urlaub schmeckt.
- Bekannte Gewürzmischungen: Was ist eine Gewürzmischung?
- Curry oder Currypulver
- Suppengewürz
- Garam Masala
- Gyros Gewürzmischung
- Lebkuchen- und Glühweingewürzmischung
- Pizza-Gewürzmischung
- Gurkengewürzmischung
- Herbes de Provence
- Orientalische Gewürzmischungen: Ras el Hanout, Baharat und Zatar
- Indische und asiatische Gewürzmischungen
- Gewürzmischung selber machen
- Gewürzmischung oder Einzelgewürze?
- Woran erkennt man eine gute Gewürzmischung?
- Häufige Fragen
Bekannte Gewürzmischungen: Was ist eine Gewürzmischung?
Unter einer Gewürzmischung versteht man eine eigene Mischung von Gewürzen und Kräutern, die gemeinsam ein neues, spezielles Aroma entfalten. Meist sind sie landestypisch und passen zu bestimmten Speisen. Sie werden sowohl als Pasten als auch getrocknet angeboten.
Auch die Bezeichnung auf der Packung verrät etwas. Nach den Leitsätzen des Deutschen Lebensmittelbuchs besteht eine Gewürzmischung nur aus Gewürzen. Kommen weitere würzende Zutaten wie Salz, Zucker oder Gemüse dazu, heißt sie Gewürzzubereitung. Überwiegen diese Zutaten, spricht man von einer Würzmischung, bei viel Salz von Gewürzsalz.
Mehr zur Einteilung lesen Sie bei Gewürze Klassifizierung, Gewürze Definition und Gewürze Arten.

Curry oder Currypulver
Curry oder Currypulver gehört wohl zu den bekanntesten Gewürzmischungen. Curry wird aus mehreren gemahlenen Gewürzen zusammengesetzt und ist aus der Küche kaum mehr wegzudenken. Typische Zutaten sind Koriander, Kurkuma, Kreuzkümmel, Ingwer, Pfeffer und Bockshornklee, je nach Rezept auch Kardamom oder Piment.
Curry gilt als indische Gewürzmischung, erfunden haben sollen es der Überlieferung nach aber die Engländer. Sie wollten von ihren indischen Köchen eine typisch indische Mischung haben, dabei entstand das Currypulver.
Das beste Aroma hat Curry, wenn man es zuerst in etwas Fett andünstet und erst danach die Flüssigkeit hinzugibt. Das Fett darf aber nicht zu heiß werden, sonst verbrennt das Curry und wird bitter. Am besten harmoniert Curry mit Knoblauch, Zwiebeln, Paprikapulver, Lorbeer oder Pfeffer.
Unser BIO-Currypulver geht in Richtung Madras: warm, erdig und leuchtend gelb-orange. Die milde Sorte bringt Koriander, Kurkuma, Ingwer, Kreuzkümmel, Bockshornklee, Senf, Chili und Paprika mit. Sie bekommen es mild oder scharf, kontrolliert von der Kontrollstelle DE-ÖKO-009.
Der Klassiker unter den Gewürzmischungen: unser BIO-Currypulver nach Madras-Art, mild oder scharf:
Suppengewürz
Im weiteren Sinn gehört auch das Suppengewürz zu den Gewürzmischungen. Es besteht vor allem aus getrocknetem Gemüse und Kräutern wie Möhren, Sellerie, Petersilie, Porree, Tomaten, Mais und Zwiebeln. Reines Suppengemüse enthält kein Salz, Sie salzen selbst nach Geschmack. Es wird zum Verfeinern von Suppen und Eintöpfen verwendet.
Unser getrocknetes Suppengemüse besteht aus Karotten, Pastinake, Lauch, Petersilie, Sellerie, Zwiebeln und Tomaten. Es kocht einfach mit und gibt sein Aroma langsam an Brühe, Linsen oder Eintopf ab.
Garam Masala
Garam Masala ist eine Gewürzmischung aus der indischen Küche. Dabei werden je nach Rezept Koriander, Kreuzkümmel, Kümmel, Nelken, Zimt, Fenchelsamen, Ingwer, Kardamom und schwarzer Pfeffer vermischt. Das Wort garam steht für heiß oder warm. Gemeint ist die wärmende Würze von Zimt, Nelke und Pfeffer, keine Chilischärfe.
Unser Garam Masala enthält Koriander, Bockshornkleesaat, Kreuzkümmel, Nelken, Pfeffer, Zimt, Anis, Ingwer, Kümmel und Knoblauch. Es kommt am liebsten erst zum Schluss ins Gericht. Wann, wie viel und wofür, steht ausführlich bei Garam Masala Verwendung.
Gyros Gewürzmischung
Die Gyros Gewürzmischung kommt aus dem Griechischen und passt nicht nur zu Fleisch, sondern auch zu Gemüse. Für das Gyrosgewürz werden Oregano, Koriander, Majoran, Thymian, Rosmarin, Kümmel, Paprika, Salz, Pfeffer und Zimt je nach Wunsch vermischt.
Unser BIO Gyros Gewürz bringt Oregano, Paprika, Knoblauch und Kräuter mit. Mit Öl verrührt ist die Marinade fertig, für Hähnchen, Schwein, Halloumi oder Ofengemüse.
Lebkuchen- und Glühweingewürzmischung
Im Winter verwenden wir gerne eine Lebkuchen- und Glühweingewürzmischung. Die klassische Lebkuchenmischung besteht aus Nelken, Piment, Sternanis, Zimt und Kardamom. Beim Glühweingewürz sind ebenfalls Kardamom, Sternanis, Zimt und Nelken enthalten.
Unser BIO Lebkuchengewürz duftet nach Zimt, Nelke und Kardamom und schmeckt warm und leicht süßlich. Das Glühwein- und Punschgewürz ist ein Gewürzzucker mit Zimt, Nelke und Muskat. Er kommt direkt in den Becher oder in den Apfelkuchenteig.
Pizza-Gewürzmischung
In Italien verwendet man die Pizza-Gewürzmischung, die aus Oregano, Basilikum, Thymian und Rosmarin besteht und der Pizza ihren urtypischen Geschmack gibt. Das Gewürz wird aber nicht nur für Pizza verwendet, auch verschiedene Pasta-Gerichte profitieren davon.
Unser Pizza Pasta Gewürz bringt Oregano, Zwiebel und Knoblauch in die Tomatensauce und schmeckt tomatig-würzig mit milder Süße. Wer es kräuterbetonter mag, greift zu den Italienischen Kräutern. Sie garen kurz mit oder kommen am Ende in die Sauce.
Gurkengewürzmischung
Für die Gurkengewürzmischung werden klassisch Dill und Liebstöckel vermischt, oft kommen Zwiebel, Senf und Pfeffer dazu. Der Dill trägt die frische, grüne Note, der Senf bringt eine feine Schärfe in die kühle Gurke.
Unser BIO Gurkensalat Gewürz enthält Dill, Zwiebel, Salz, Senf, Schnittlauch und Pfeffer. Rühren Sie es mit Essig und Öl oder mit saurer Sahne an, lassen Sie die Gurkenscheiben kurz ziehen, und der Salat steht auf dem Tisch.
Herbes de Provence
In Frankreich setzen die Köche auf Herbes de Provence, eine Gewürzmischung vor allem aus Thymian, Bohnenkraut, Rosmarin und Oregano. Manchmal gibt man noch Majoran, Fenchel, Salbei oder Lorbeer hinzu.
Unsere BIO Kräuter der Provence enthalten Bohnenkraut, Rosmarin, Thymian, Oregano, Basilikum, Majoran und Lavendel. Die Lavendelblüte gibt eine feine, blumige Note, die zu Lamm, Ofenkartoffeln, Ratatouille und Ziegenkäse passt.
In Spanien färbt die Paella den Reis goldgelb: Unser BIO Paella Gewürz verbindet Paprika, Kurkuma, Safran und Kräuter und wird einfach beim Garen eingerührt.
Orientalische Gewürzmischungen: Ras el Hanout, Baharat und Zatar
Orientalische Gewürzmischungen schmecken warm und oft leicht süßlich. Die bekanntesten sind Ras el Hanout aus Marokko, Baharat aus der arabischen Küche und Zatar aus der Levante.
Ras el Hanout heißt übersetzt Kopf des Ladens und steht für das Beste, was der Gewürzhändler zu bieten hat. Es schmeckt warm, würzig und leicht süßlich und gehört an Couscous, Tajine, Lamm und Ofengemüse. Mehr dazu lesen Sie bei Was ist Ras el Hanout.
BIO Baharat mit Paprika, Schwarzkümmel, Kreuzkümmel, Orangenschale und Koriander schmeckt warm-würzig mit milder Süße. Es würzt Hackfleisch, Lamm, Reisgerichte und Ofengemüse.
Zatar aus Sesam, Sumach, Thymian und Oregano schmeckt kräuterwürzig, leicht nussig und durch den Sumach angenehm säuerlich. Mit Olivenöl verrührt kommt es aufs Fladenbrot, in Dips oder über Feta.
Für Köfte, Börek und Döner gibt es unseren Türkischen Allrounder mit geräuchertem Paprika, angenehmer Schärfe und feinen Kräutern.
Indische und asiatische Gewürzmischungen
Indische Gewürzmischungen heißen Masala, das Wort bedeutet schlicht Gewürzmischung. Neben Curry und Garam Masala ist Tandoori Masala die bekannteste: würzig, leicht scharf und fruchtig-pikant. Mit Joghurt angerührt wird daraus die Marinade für Hähnchen, Paneer oder Blumenkohl aus dem Ofen.
Die Cumin-Koriander-Muskat-Mischung schmeckt würzig-warm und leicht nussig, etwa im Linsencurry oder im Joghurt-Dip.
Das chinesische 5 Gewürze Pulver aus Pfeffer, Zimt, Fenchel, Sternanis und Nelken schmeckt warm, leicht süßlich und anisbetont. Sparsam dosiert passt es zu Ente und Schweinebauch. Thai Curry rot ist fruchtig-scharf und paprikabetont. Rösten Sie es kurz in Öl an, bevor Kokosmilch und Gemüse dazukommen.
| Mischung | Küche | Geschmack | Passt zu |
|---|---|---|---|
| Curry (Madras-Art) | indisch-britisch | warm, erdig, leuchtend gelb | Reis, Gemüsepfanne, Currysauce |
| Garam Masala | indisch | warm, würzig, leicht scharf | Dal, Geflügel, Reis |
| Ras el Hanout | marokkanisch | warm, leicht süßlich | Couscous, Lamm, Ofengemüse |
| Baharat | arabisch | warm-würzig, milde Süße | Hackfleisch, Lamm, Reis |
| Zatar | levantinisch | kräuterig, nussig, säuerlich | Fladenbrot, Dips, Feta |
| Kräuter der Provence | französisch | kräuterig, feine Lavendelnote | Lamm, Ofenkartoffeln, Ratatouille |
| Gyros Gewürz | griechisch | Oregano, Paprika, Knoblauch | Fleisch, Gemüse, Joghurt-Dip |
| 5 Gewürze | chinesisch | warm, süßlich, anisbetont | Ente, Schweinebauch, Marinaden |
Gewürzmischung selber machen
Eine Gewürzmischung selber machen gelingt mit wenigen Grundregeln: eine tragende Basis, ein oder zwei Akzente und etwas Wärme, die alles verbindet. Die Basis ist das Gewürz, das Sie am deutlichsten schmecken wollen, etwa Paprika, Koriander oder Thymian.
- Ganze Samen wie Koriander, Kreuzkümmel oder Fenchel in der trockenen Pfanne rösten, bis sie duften. Dann abkühlen lassen und erst danach mahlen.
- Kräftige Gewürze wie Nelke, Sternanis oder Chili nur in kleinen Mengen dazugeben, sie überdecken schnell alles andere.
- Erst eine kleine Menge mischen, probieren und aufschreiben. Was Ihnen schmeckt, setzen Sie danach in größerer Menge an.
- Salz getrennt lassen. So dosieren Sie die Mischung frei und schmecken jedes Gericht selbst ab.
Die Einzelgewürze dafür finden Sie bei uns, von Koriander über Kreuzkümmel bis Paprika. Wer wissen möchte, wie eine ausgewogene Mischung schmecken kann, stellt sein eigenes Curry neben unser Currypulver nach Madras-Art und probiert beide.
Gewürzmischung oder Einzelgewürze?
Eine fertige Gewürzmischung spart Zeit und gelingt jedes Mal gleich. Unter der Woche heißt das: ein Löffel, und die Pfanne schmeckt nach Indien oder Marokko.
Einzelgewürze geben Ihnen mehr Freiheit. Sie bestimmen selbst, ob Ihr Curry mehr Kreuzkümmel oder mehr Koriander bekommt. Gut fahren Sie mit beidem: eine Mischung als Grundlage und ein Einzelgewürz als eigener Akzent, etwa frisch geriebene Muskatnuss.
Für den Anfang reichen wenige Mischungen. Mit Curry, Garam Masala, Kräutern der Provence, Gyros und Pizza Pasta Gewürz decken Sie die meisten Alltagsgerichte ab.
Als Koch muss man wissen, wann man welche Gewürzmischung einsetzt. Es muss nicht immer ein Rezept vorhanden sein, die Zusammensetzung der Zutaten macht ein gutes Essen aus. Wer weiß, aus welchen Bestandteilen eine Mischung besteht und zu welchen Speisen sie passt, kann sie auch richtig einsetzen.
Woran erkennt man eine gute Gewürzmischung?
Eine gute Gewürzmischung erkennen Sie zuerst an der Zutatenliste. Vorn stehen Gewürze und Kräuter, die Sie kennen, und die Liste bleibt kurz und verständlich. Reine Gewürzmischungen tragen ihren Geschmack ganz aus den Gewürzen selbst. Steht Salz an erster Stelle, kaufen Sie vor allem Salz.
Danach zählen Augen und Nase. Die Farbe ist kräftig, nicht grau oder blass. Reiben Sie eine Prise zwischen den Fingern: Eine frische Mischung duftet sofort deutlich, eine alte riecht flach oder staubig.
Lagern Sie Gewürzmischungen dunkel, trocken und luftdicht und nicht direkt über dem Herd. Gemahlene Mischungen behalten ihr volles Aroma rund ein Jahr, danach verderben sie nicht, schmecken aber leiser.
Unsere Mischungen kommen deshalb im wiederverschließbaren, licht- und luftundurchlässigen Aromaschutzbeutel.
Häufige Fragen
Welche Gewürzmischungen sind bekannt?
Bekannte Gewürzmischungen sind Curry, Garam Masala, Tandoori Masala, Ras el Hanout, Baharat, Zatar, Kräuter der Provence sowie Gyros-, Pizza-, Gurken- und Lebkuchengewürz.
Was ist eine Gewürzmischung?
Eine Gewürzmischung ist eine Mischung mehrerer Gewürze und Kräuter, die gemeinsam ein eigenes Aroma ergeben. Meist gehört sie zu einer Landesküche oder einem bestimmten Gericht.
Welche orientalischen Gewürzmischungen gibt es?
Die bekanntesten orientalischen Gewürzmischungen sind Ras el Hanout aus Marokko, Baharat aus der arabischen Küche und Zatar aus Sesam, Sumach, Thymian und Oregano.
Wie macht man eine Gewürzmischung selber?
Wählen Sie ein Basisgewürz, geben Sie ein oder zwei Akzente dazu und rösten Sie ganze Samen vor dem Mahlen kurz an. Salz lassen Sie getrennt.
Wie lange sind Gewürzmischungen haltbar?
Gemahlene Gewürzmischungen behalten dunkel, trocken und luftdicht gelagert rund ein Jahr ihr volles Aroma. Danach verderben sie nicht, schmecken aber schwächer.
Woran erkennt man eine gute Gewürzmischung?
An einer kurzen, verständlichen Zutatenliste mit Gewürzen vorn, an kräftiger Farbe und an deutlichem Duft, sobald Sie eine Prise zwischen den Fingern reiben.
Weiterlesen
- Currypulver kaufen
- Garam Masala Verwendung
- Gewürze Klassifizierung
- Gewürze Definition
- Gewürze Arten
- Garam Masala
- Ras el Hanout
- Baharat
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- Kräuter der Provence
- Tandoori Masala
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- Die 25 bekanntesten orientalischen Gewürze und Gewürzmischungen
- Indische Gewürze und Kräuter
- Tandoori Gewürzmischung Rezept

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