Griechischer Bergtee Pflanze – ein silbriges Kraut aus den Bergen des Balkans
Griechischer Bergtee als Pflanze ist meist Sideritis scardica, ein silbrig behaarter Lippenblütler aus den Bergen des Balkans. Die mehrjährige Staude wird 20 bis 40 Zentimeter hoch, trägt im Sommer gelbe Blütenähren und wird zur Blütezeit geerntet. Im Garten gedeiht sie an einem sonnigen, mageren und trockenen Platz und ist gut winterhart. Unseren BIO Griechischer Bergtee bekommen Sie lose aus ganzen Pflanzenteilen.
Stellen Sie sich einen kahlen Kalkhang auf 1.500 Metern vor, Wind, Steine, Thymianpolster. Dazwischen leuchten kleine, silbergraue Büsche mit gelben Kerzen obendrauf. Im Juli schneiden die Sammler die Stängel büschelweise und hängen sie zum Trocknen in den Schatten. Ein paar Wochen später liegen solche Stängel in Ihrer Teekanne.
- Griechischer Bergtee Pflanze: Was ist Sideritis?
- So sieht die Bergtee Pflanze aus
- Griechischer Bergtee Blüte: gelbe Ähren im Sommer
- Wo wächst griechischer Bergtee?
- Griechischer Bergtee anpflanzen: Standort, Boden, Aussaat
- Ist griechischer Bergtee winterhart?
- Griechischer Bergtee ernten: wann und wie?
- Vom Berghang in die Tasse
- Häufige Fragen
Griechischer Bergtee Pflanze: Was ist Sideritis?
Griechischer Bergtee ist kein Tee im engeren Sinn, sondern ein Kräutertee aus Pflanzen der Gattung Sideritis, auf Deutsch Gliedkraut. Sie gehört zu den Lippenblütlern, ist also mit Salbei, Thymian und Minze verwandt. Rund ums Mittelmeer wachsen weit über hundert Sideritis-Arten.
Mit griechischem Bergtee ist meist Sideritis scardica gemeint. Daneben sammelt und baut man in Griechenland weitere Arten an, etwa Sideritis raeseri im Pindos-Gebirge, Sideritis syriaca auf Kreta und Sideritis clandestina auf dem Peloponnes. Alle ähneln sich im Wuchs, unterscheiden sich aber in Blattform und Behaarung.
Der Name Sideritis leitet sich vom griechischen Wort für Eisen ab. Unser griechischer Bergtee in BIO-Qualität stammt aus kontrolliert biologischem Anbau (Kontrollstelle DE-ÖKO-009) und kommt lose, mit Blüten, Blättern und Stängeln.

So sieht die Bergtee Pflanze aus
Die Bergtee Pflanze ist eine buschige, mehrjährige Staude, die am Grund leicht verholzt. Ihre aufrechten Stängel sind vierkantig, wie bei allen Lippenblütlern, und werden 20 bis 40 Zentimeter hoch. Stängel und Blätter sind dicht mit weißen Härchen besetzt, darum wirkt die ganze Pflanze silbrig bis graugrün.
Die Blätter sind länglich bis lanzettlich, weich und filzig, ähnlich wie bei Salbei, nur kleiner. Am oberen Ende der Stängel sitzen die Blüten in mehreren Etagen übereinander und bilden eine dichte Ähre. Jede Etage wird von breiten, gelbgrünen Hochblättern umfasst.
Genau so sieht auch getrockneter Bergtee aus, wenn er nicht klein geschnitten wurde: lange, filzige Stängel mit den Ähren obenauf. Ganze, sauber getrocknete Pflanzenteile mit klarem Kräuterduft sind darum ein gutes Qualitätsmerkmal, auch bei unserem griechischen Bergtee lose.
| Merkmal | Griechischer Bergtee (Sideritis scardica) |
|---|---|
| Familie | Lippenblütler |
| Wuchs | mehrjährige Staude, am Grund verholzt, 20–40 cm |
| Stängel und Blätter | vierkantig, dicht weißfilzig, silbrig-graugrün |
| Blüte | kleine gelbe Lippenblüten in dichten Ähren |
| Blütezeit | Juni bis August |
| Natürlicher Standort | Kalkhänge der Balkan-Gebirge, etwa 1.000–2.200 m |
| Standort im Garten | volle Sonne, mager, durchlässig, kalkhaltig |
| Winterhärte | winterhart, empfindlich gegen Nässe |
| Aussaat | März bis April in Anzuchterde, Samen kaum bedecken |
| Erntezeit | in voller Blüte, im Garten meist Juni bis Juli |
Loser BIO Griechischer Bergtee mit Blüten, Blättern und Stängeln:
Griechischer Bergtee Blüte: gelbe Ähren im Sommer
Die Blüte des griechischen Bergtees erscheint von Juni bis August, je nach Höhenlage früher oder später. Die einzelnen Blüten sind klein, zitronengelb und haben die typische Lippenform. Sie schauen nur knapp aus den Hochblättern heraus, sodass die Ähre von Weitem gelblich-grün leuchtet.
Bienen und Hummeln besuchen die Blüten gern. Für den Tee ist die Blüte der wichtigste Moment, denn geerntet wird, wenn die Pflanze in voller Blüte steht. Dann sind Blätter, Blüten und Stängel am aromatischsten.
Wo wächst griechischer Bergtee?
Griechischer Bergtee wächst wild in den Gebirgen des Balkans, meist zwischen 1.000 und 2.200 Metern. Er liebt karge, steinige Kalkböden, volle Sonne, Wind und kühle Nächte. Bekannte Standorte sind der Olymp, das Pindos-Gebirge, das Šar-Gebirge, nach dem Sideritis scardica benannt ist, sowie Pirin und Rhodopen in Bulgarien.
Bulgarischer Bergtee ist dieselbe Pflanze, Sideritis scardica. In Bulgarien heißt er nach einem Gipfel in den Rhodopen auch Mursalski-Tee. In der Türkei wachsen zahlreiche eigene Sideritis-Arten, die dort ebenfalls als Bergtee aufgegossen werden.
Weil die Pflanze langsam wächst und lange stark gesammelt wurde, ist das Wildsammeln in mehreren Ländern eingeschränkt. Darum kommt Bergtee heute zunehmend aus dem Feldanbau, oft in Bergregionen mit ähnlichem Klima.
Griechischer Bergtee anpflanzen: Standort, Boden, Aussaat
Griechischer Bergtee lässt sich in Deutschland gut anpflanzen, wenn Sie ihm einen Platz wie im Gebirge geben. Wichtig sind volle Sonne und ein magerer, gut durchlässiger Boden mit Kalk, Sand oder Kies. Ideal sind Steingarten, Kräuterspirale oder ein Kübel mit kiesiger Erde.
Am einfachsten ist es, junge Pflanzen aus einer Kräutergärtnerei zu setzen. Griechischer Bergtee aussäen geht auch:
- Samen im März oder April in Anzuchterde säen und nur ganz dünn mit Erde bedecken.
- Bei Zimmertemperatur gleichmäßig leicht feucht halten. Die Keimung dauert oft mehrere Wochen und verläuft ungleichmäßig.
- Kräftige Jungpflanzen einzeln in Töpfe setzen.
- Nach den Eisheiligen mit etwa 30 Zentimetern Abstand ins Beet pflanzen.
- Sparsam gießen und nicht düngen, zu viel Nährstoff macht die Pflanze weich und arm an Aroma.
Griechischer Bergtee Stecklinge schneiden Sie im Frühsommer von jungen Trieben, die noch nicht blühen. In sandiger Erde bewurzeln sie innerhalb einiger Wochen. Nach der Blüte schneiden Sie die Pflanze um etwa ein Drittel zurück, dann bleibt sie kompakt. Im ersten Jahr blüht sie oft nur spärlich, eine richtige Ernte bringt meist erst das zweite Jahr.
Ist griechischer Bergtee winterhart?
Griechischer Bergtee ist winterhart und verträgt in seinen Bergen strengen Frost. Gefährlicher als Kälte ist Nässe. Steht er im Winter in feuchtem, schwerem Boden, faulen die Wurzeln. Ein durchlässiger Boden ist darum der beste Winterschutz.
Im Kübel braucht er etwas mehr Hilfe. Stellen Sie den Topf an eine geschützte Hauswand, möglichst unter ein Dach, und umwickeln Sie ihn mit Vlies oder Jute. Gießen Sie im Winter nur, wenn die Erde ganz trocken ist. Im Frühjahr schneiden Sie erfrorene Triebspitzen bis ins frische Grün zurück.
Griechischer Bergtee ernten: wann und wie?
Griechischer Bergtee wird geerntet, wenn die Pflanze in voller Blüte steht, im Garten meist im Juni oder Juli. Wählen Sie einen trockenen Vormittag, sobald der Tau abgetrocknet ist. So gehen Sie vor:
- Die blühenden Stängel eine Handbreit über dem Boden abschneiden, nicht bis ins Holz.
- Zu kleinen, lockeren Bündeln binden.
- Kopfüber an einem schattigen, luftigen Ort aufhängen, nie in praller Sonne.
- Nach ein bis zwei Wochen sind die Stängel trocken, wenn sie beim Biegen brechen.
- Ganz lassen und luftdicht, dunkel und trocken aufbewahren.
Wer Samen ernten möchte, lässt ein paar Ähren an der Pflanze ausreifen, bis sie braun und trocken sind. Dann klopfen Sie sie über einer Schale aus. Die kleinen, dunklen Samen halten sich kühl und trocken gelagert bis zur nächsten Aussaat.
Vom Berghang in die Tasse
In Griechenland trocknet man Bergtee traditionell als ganze Bündel und bricht vor dem Aufgießen nur so viel ab, wie in die Kanne passt. Genau deshalb kommt unser Bergtee lose und grob, mit Blüten, Blättern und Stängeln. Viel Staub oder muffiger Geruch sprechen dagegen für alte oder schlecht getrocknete Ware.
Im Aufguss schmeckt griechischer Bergtee zitronig-frisch, kräuterig und mild süßlich. Für eine Tasse übergießen Sie etwa 2 Esslöffel mit 250ml sprudelnd heißem Wasser und lassen ihn 5 bis 10 Minuten ziehen. Er ist von Natur aus koffeinfrei.
Kalt schmeckt er als Eistee mit Zitrone und Minze, Ideen dafür finden Sie in unserem Eistee-Rezept. Wenn Ihr eigener Bergtee noch wachsen muss, können Sie in der Zwischenzeit griechischen Bergtee kaufen.
Häufige Fragen
Welche Pflanze ist griechischer Bergtee?
Meist Sideritis scardica, ein silbrig behaarter Lippenblütler aus der Gattung Gliedkraut. Daneben werden weitere Sideritis-Arten als Bergtee getrunken.
Wo wächst griechischer Bergtee?
Wild in den Gebirgen des Balkans, etwa am Olymp, im Pindos und in Bulgarien, meist zwischen 1.000 und 2.200 Metern auf kargen Kalkböden.
Wann blüht griechischer Bergtee?
Von Juni bis August, je nach Höhenlage. Die kleinen gelben Blüten sitzen in dichten Ähren zwischen gelbgrünen Hochblättern.
Kann man griechischen Bergtee im Garten anpflanzen?
Ja, an einem vollsonnigen Platz mit magerem, durchlässigem, kalkhaltigem Boden. Junge Pflanzen aus der Gärtnerei sind der einfachste Start, Aussaat ist im März oder April möglich.
Ist griechischer Bergtee winterhart?
Ja. Er verträgt Frost gut, aber keine Nässe im Winter. Im Kübel braucht er einen geschützten, regenarmen Platz.
Wann erntet man griechischen Bergtee?
In voller Blüte, im Garten meist im Juni oder Juli, an einem trockenen Vormittag. Die Stängel werden gebündelt und kopfüber im Schatten getrocknet.
Ist bulgarischer Bergtee dieselbe Pflanze?
Ja, bulgarischer Bergtee ist ebenfalls Sideritis scardica und wächst in Pirin und den Rhodopen.
Weiterlesen

Über uns






