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Zitronenmelisse Blüte: wenn die Bienen das Kraut entdecken

Die Zitronenmelisse Blüte erscheint von Juni bis August als kleine, weiße bis zartrosa Lippenblüten in den Blattachseln. Die Pflanze, botanisch Melissa officinalis, ist eine winterharte Staude aus der Familie der Lippenblütler, die 30 bis 80cm hoch wird. Für Tee und Küche ernten Sie die Blätter am besten kurz vor der Blüte, getrocknet bekommen Sie sie als BIO-Melisse.

An einem warmen Julimorgen summt es im Kräuterbeet. Zwischen den hellgrünen, gekerbten Blättern der Melisse sitzen winzige weiße Blüten, und die Bienen fliegen eine nach der anderen an. Streifen Sie mit der Hand über die Pflanze, steigt ein frischer Zitronenduft auf, der an den Fingern hängen bleibt.

Zitronenmelisse Blüte: wann und wie blüht Melisse?

Die Zitronenmelisse Blüte beginnt im Juni und dauert bis in den August. Die Blüten sind klein, nur knapp einen Zentimeter lang, und sitzen in lockeren Quirlen in den Achseln der oberen Blätter. Sie sind erst gelblich-weiß und färben sich beim Verblühen oft zartrosa oder leicht bläulich.

Die Melisse Blüten haben die typische Form der Lippenblütler: eine kleine Oberlippe und eine dreiteilige Unterlippe. Sie stecken in einem behaarten Kelch und fallen zwischen den Blättern kaum auf. Bienen finden sie trotzdem, denn sie liefern reichlich Nektar.

Daher hat die Pflanze ihren Namen. Melissa ist das griechische Wort für Biene, Melisse heißt also Bienenkraut. Im Garten ist sie bis heute eine beliebte Bienenweide.

Melisse: von der Pflanze zum Gewürz
Melisse von Azafran.

Melisse lila Blüte oder rote Blüte: welche Pflanze ist das?

Echte Melisse blüht weiß bis zartrosa, eine kräftig lila oder rote Blüte hat sie nicht. Sehen Sie eine Melisse mit roter Blüte, handelt es sich meist um die Goldmelisse, auch Indianernessel genannt. Sie gehört zur Gattung Monarda und trägt große, leuchtend rote Blütenköpfe.

Eine Melisse mit lila oder blauvioletter Blüte ist oft die Türkische Melisse, botanisch Dracocephalum moldavica. Sie duftet ebenfalls zitronig, wächst aber einjährig und hat schmalere, gezähnte Blätter. Auch Katzenminze und manche Minzen mit Zitronenduft werden gelegentlich verwechselt.

Der sicherste Test ist der Blick auf die Blüte im Sommer. Kleine, unscheinbare, helle Blüten in den Blattachseln zeigen die echte Zitronenmelisse. Große, auffällige Blütenstände gehören zu einer anderen Pflanze.

Für die Zeit, in der das Beet ruht: unsere geschnittene BIO-Melisse:

Alle Sorten und Größen: Melisse

Melisse Pflanze: was für eine Pflanze ist Zitronenmelisse?

Die Melisse Pflanze heißt botanisch Melissa officinalis und gehört zu den Lippenblütlern, wie Minze, Salbei und Thymian. Melisse und Zitronenmelisse bezeichnen im Alltag dieselbe Pflanze. Was beide Namen in der Küche bedeuten, erklärt unser Ratgeber Verwendung von Zitronenmelisse.

Melisse ist eine mehrjährige, winterharte Staude. Sie wird 30 bis 80cm hoch und wächst buschig. Ihre Stängel sind vierkantig, die Blätter stehen gegenständig, sind eiförmig bis herzförmig, am Rand gekerbt und leicht runzelig.

Anders als Minze bildet Melisse keine langen Ausläufer. Sie bleibt an ihrem Platz und wird von Jahr zu Jahr breiter. Im Winter zieht sie oberirdisch ein und treibt im Frühjahr aus dem Wurzelstock neu aus.

MerkmalEchte Melisse (Melissa officinalis)
FamilieLippenblütler
Wuchsmehrjährige, winterharte Staude, 30 bis 80cm, ohne Ausläufer
Blättereiförmig bis herzförmig, gekerbt, zitronig duftend
BlüteJuni bis August, klein, weiß bis zartrosa
Standortsonnig bis halbschattig, locker, nicht zu nass
Pflanzzeitab Mitte Mai oder Frühherbst
VermehrungSamen (Lichtkeimer), Teilung, Stecklinge
Erntekurz vor der Blüte, zwei bis drei Schnitte im Jahr

Melisse Pflanzen Arten und Sorten

Unter den Melisse Pflanzen Arten ist für Küche und Tee nur eine wichtig: die Echte Melisse, Melissa officinalis. Innerhalb dieser Art gibt es einige Gartensorten mit eigenem Charakter.

  • 'Citronella': eine Auslese mit besonders kräftigem Zitronenduft
  • 'Lime': duftet eher nach Limette als nach Zitrone
  • 'Aurea': mit gelb gefleckten Blättern, vor allem als Zierpflanze beliebt
  • 'Quedlinburger Niederliegende': eine deutsche Zuchtsorte für den Feldanbau, kompakt und blattreich

Goldmelisse, Türkische Melisse und Melissenblättriges Immenblatt tragen Melisse nur im Namen. Botanisch sind es eigene Gattungen. Getrocknete Melisse aus dem Handel stammt von der Echten Melisse.

Zitronenmelisse pflanzen: wann und wo?

Zitronenmelisse pflanzen Sie am besten im Frühjahr nach den letzten Frösten, etwa ab Mitte Mai. Auch der Frühherbst eignet sich, dann hat die Pflanze vor dem Winter Zeit zum Einwurzeln. Junge Pflanzen aus der Gärtnerei wachsen am schnellsten an.

Melisse mag einen sonnigen bis halbschattigen Platz und lockeren, nährstoffreichen Boden, der nicht zu nass ist. In voller Sonne entwickelt sie den stärksten Duft, braucht dann aber regelmäßig Wasser. Halten Sie zwischen den Pflanzen etwa 30 bis 40cm Abstand.

Im Topf gedeiht Melisse ebenfalls gut, wenn das Gefäß groß genug ist und Wasser ablaufen kann. Auf dem Balkon schneiden Sie regelmäßig, dann bleibt sie kompakt.

Melisse selbst anbauen: Samen, Teilung, Stecklinge

Melisse selbst anbauen gelingt auf drei Wegen. Aus Samen ziehen Sie sie ab März auf der Fensterbank vor. Melisse ist ein Lichtkeimer: Streuen Sie die feinen Samen nur auf die Erde, drücken Sie sie an und halten Sie sie gleichmäßig feucht.

Schneller geht es mit Teilung. Im Frühjahr stechen Sie von einer älteren Pflanze ein Stück mit Wurzeln ab und setzen es an einen neuen Platz. Auch Stecklinge aus jungen Trieben bewurzeln im Wasserglas oder in feuchter Erde innerhalb weniger Wochen.

Lassen Sie die Melisse blühen, sät sie sich gern selbst aus. Im nächsten Frühjahr finden Sie dann kleine Pflänzchen rund um die Mutterpflanze, die Sie verschenken oder umsetzen können.

Melisse ernten: der richtige Zeitpunkt

Melisse ernten Sie am besten kurz vor der Blüte, wenn die Blätter am stärksten duften. Schneiden Sie an einem trockenen Vormittag, sobald der Tau abgetrocknet ist. Kürzen Sie die Triebe etwa eine Handbreit über dem Boden.

Danach treibt die Pflanze rasch wieder aus. So sind zwei bis drei Schnitte im Jahr möglich. Für frischen Bedarf zupfen Sie einzelne Triebspitzen, das hält die Pflanze buschig.

Nach der Blüte schmecken die Blätter herber und weniger zitronig. Wie Sie die Ernte für die Teekanne trocknen, zeigt unser Ratgeber Melisse Tee. Wichtig ist, schonend und schattig zu trocknen, denn der Zitronenduft verfliegt schnell.

Blüte der Melisse: darf man sie mitverwenden?

Die Blüte der Melisse ist essbar und kann mit den Blättern geerntet werden. Sie schmeckt mild und leicht süßlich, deutlich zarter als das Blatt. Über einen Obstsalat oder eine Bowle gestreut, sehen die kleinen weißen Blüten hübsch aus.

Für Tee und Küche zählen trotzdem vor allem die Blätter. Wer viel ernten möchte, schneidet die Pflanze vor der Blüte zurück. Wer Bienen etwas Gutes tun will, lässt einen Teil blühen.

Melisse Anbau: vom Feld zur getrockneten Melisse

Im Melisse Anbau für den Handel wächst die Pflanze in Reihen auf dem Feld. Die Bestände bleiben einige Jahre stehen und werden zwei- bis dreimal im Jahr geschnitten, meist kurz vor der Blüte.

Danach wird das Kraut zügig und bei mäßiger Wärme getrocknet, damit der flüchtige Duft erhalten bleibt. Anschließend werden die Blätter geschnitten oder gerebelt und von groben Stängeln getrennt.

Unsere BIO-Melisse kaufen Sie geschnitten, aus kontrolliert biologischem Anbau in der Ukraine, Kontrollstelle DE-ÖKO-009. Gute Ware hat eine gleichmäßige Schnittstruktur, ist trocken und duftet beim Öffnen klar zitronig.

Zitronenmelisse Herkunft und Geschichte

Die Zitronenmelisse hat ihre Herkunft im östlichen Mittelmeerraum und in Westasien. Dort wächst sie wild an Waldrändern und in Gebüschen. Schon in der Antike wurde sie als Bienenpflanze geschätzt.

Nach Mitteleuropa kam die Melisse vermutlich mit den Mönchen. In den Klostergärten des Mittelalters gehörte sie zum festen Bestand. Von dort wanderte sie in Bauerngärten und verwilderte stellenweise.

Der Überlieferung nach rieben Imker ihre Bienenstöcke mit Melisse ein, damit neue Schwärme dort einziehen. Das passt zum Namen, denn kaum ein Kraut zieht Bienen so zuverlässig an.

Vom Beet in Kanne und Küche

In der Tasse und im Essen bringt Melisse einen milden Zitronenduft ohne Säure. Am besten kommt sie erst zum Schluss dazu, weil Hitze ihr Aroma schwächt. Ideen für Limonade, Obstsalat und Kräuterquark finden Sie unter Verwendung von Zitronenmelisse.

Wenn der eigene Strauch nicht reicht oder der Winter kommt, greifen Sie zu getrockneter Ware. Unsere Zitronenmelisse gibt es in 250g, 500g und als 1kg-Packung im wiederverschließbaren Aromaschutzbeutel. Für eine Tasse Tee genügen 1 bis 2 Esslöffel auf 250ml heißes Wasser.

Häufige Fragen

Wann blüht Zitronenmelisse?

Von Juni bis August. Die kleinen, weiß bis zartrosa Blüten sitzen in den Achseln der oberen Blätter.

Welche Farbe hat die Blüte der Melisse?

Weiß bis gelblich-weiß, beim Verblühen oft zartrosa oder leicht bläulich. Kräftig rote oder lila Blüten gehören zu anderen Pflanzen wie Goldmelisse oder Türkischer Melisse.

Kann man Melisse nach der Blüte noch ernten?

Ja, die Blätter schmecken dann aber herber und weniger zitronig. Am aromatischsten sind sie kurz vor der Blüte.

Wann pflanzt man Zitronenmelisse?

Im Frühjahr ab Mitte Mai oder im Frühherbst, an einen sonnigen bis halbschattigen Platz mit lockerem Boden.

Ist Zitronenmelisse winterhart?

Ja. Sie zieht im Winter oberirdisch ein und treibt im Frühjahr aus dem Wurzelstock neu aus.

Woher kommt die Zitronenmelisse?

Aus dem östlichen Mittelmeerraum und Westasien. Nach Mitteleuropa kam sie vermutlich über die Klostergärten des Mittelalters.

Sind Melissenblüten essbar?

Ja. Sie schmecken mild und leicht süßlich und eignen sich zum Bestreuen von Obstsalat oder Bowle.

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Dirk Schneider
Dirk Schneider, Gründer von Azafran – Familienunternehmen aus Elmshorn seit 2011.
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