logo

Bestes Olivenöl – so erkennen Sie gutes Öl auch ohne Prüflabor

Bestes Olivenöl ist das, was fehlerfrei ist und zu Ihrer Küche passt, und es trägt die Güteklasse „nativ extra“ zu Recht. Ob es diese Bezeichnung verdient, entscheidet ein Geschmackstest geschulter Prüfer. Gutes Olivenöl erkennen Sie auch selbst: Es riecht frisch nach Frucht und schmeckt sauber, mit leichter Bitterkeit oder Schärfe.

Im Supermarktregal stehen dreißig Flaschen, und auf fast allen steht „nativ extra“. Was davon zählt, wenn Sie am Abend Brot in Öl tunken oder einen Salat anmachen? Hier erfahren Sie, was hinter den Güteklassen steckt und wie Sie mit einem Löffel und Ihrer Nase selbst urteilen.

Bestes Olivenöl: welches ist das beste?

Das beste Olivenöl ist das, was fehlerfrei ist und zu Ihrer Küche passt. Ein bestes Olivenöl der Welt gibt es nicht.

Wichtiger als ein Titel ist die Frage, welchen Charakter Sie mögen. Öle aus der Arbequina-Olive sind mild, fruchtig und weich, ideal für Salat, Gemüse und Fisch. Griechisches Olivenöl aus der Koroneiki-Olive oder spanisches aus Picual schmeckt oft kräftiger, grüner und deutlich bitterer.

Für den Alltag zählen drei Dinge: eine klare Güteklasse, eine nachvollziehbare Herkunft und eine Verpackung, die Licht abhält. Unser Arbequina-Olivenöl aus Katalonien erfüllt alle drei und ist bewusst mild gehalten.

Olivenöl: Sorten und Qualität
Olivenöl von Azafran.

Güteklassen: was „nativ extra“ wirklich bedeutet

„Nativ extra“ ist die höchste Güteklasse für Olivenöl in der EU und an zwei Bedingungen geknüpft. Das Öl muss ausschließlich mechanisch gewonnen sein, und es darf im Geschmackstest keinen einzigen Fehler zeigen. Dazu kommen Grenzwerte im Labor, der bekannteste betrifft die freien Fettsäuren: höchstens 0,8 Gramm je 100 Gramm.

Freie Fettsäuren entstehen, wenn Oliven verletzt, überreif oder zu lange gelagert werden, bevor sie in die Mühle kommen. Ein niedriger Wert zeigt also intakte Früchte und schnelle Verarbeitung. Schmecken können Sie den Wert nicht, sauer schmeckt Olivenöl auch bei höherem Gehalt nicht.

Die Tabelle unten zeigt die Güteklassen, die Sie im Handel finden.

Machen Sie den Geschmackstest selbst, mit unserem BIO-Arbequina-Öl aus Katalonien:

Alle Sorten und Größen: Olivenöl

Wie Prüfer Olivenöl im Geschmackstest bewerten

Der Geschmackstest folgt einem festen Verfahren, das international gilt. Acht bis zwölf geschulte Prüfer verkosten das Öl aus kleinen blauen Gläsern, damit die Farbe sie nicht beeinflusst. Das Öl wird leicht erwärmt, damit die Aromen aufsteigen.

Gesucht wird nach drei positiven Eigenschaften und nach Fehlern. Positiv sind Fruchtigkeit, Bitterkeit und Schärfe. Fruchtig heißt, das Öl erinnert an frische, reife Oliven, an grünes Gras, Apfel, Tomate oder Mandel. Bitter und scharf sind bei frischem Öl normal und zeigen, dass die Oliven nicht überreif waren.

  • Stichig: riecht nach vergorenen Oliven, die zu lange auf einem Haufen lagen.
  • Modrig: erinnert an feuchten Keller oder Pilze, wenn Oliven geschimmelt haben.
  • Weinig-essigartig: säuerlich wie Wein oder Essig, durch Gärung der Früchte.
  • Ranzig: riecht nach alten Nüssen oder Wachsmalstift, wenn das Öl mit Luft und Licht gealtert ist.

Findet die Mehrheit der Prüfer auch nur einen dieser Fehler, ist das Öl kein „nativ extra“ mehr.

Gutes Olivenöl selbst testen: der Geschmackstest zu Hause

Gutes Olivenöl testen Sie zu Hause mit einem kleinen Glas, Ihrer Nase und einem Schluck. Sie brauchen dafür kein Labor, nur zwei Minuten Ruhe. So gehen Sie vor:

  • Einen Esslöffel Öl in ein kleines Glas geben, mit der Hand abdecken und kurz in der Handfläche wärmen.
  • Hand wegnehmen und riechen. Gutes Öl duftet frisch nach Frucht, Gras oder grünem Apfel.
  • Einen kleinen Schluck nehmen und dabei etwas Luft einziehen, wie beim Weinprobieren.
  • Auf den Abgang achten: Ein leichtes Kratzen im Hals und eine feine Bitterkeit sind gute Zeichen.

Riecht das Öl nach nichts, nach alten Nüssen oder muffig, ist es entweder zu alt oder hatte von Anfang an Fehler. Machen Sie den Test ruhig mit zwei Ölen nebeneinander, dann fallen die Unterschiede sofort auf. Mit unserem Olivenöl im Kanister können Sie das gleich ausprobieren.

GüteklasseGewinnungGeschmackstestfreie Fettsäuren
Natives Olivenöl extranur mechanischfehlerfrei, fruchtighöchstens 0,8g je 100g
Natives Olivenölnur mechanischleichte Fehler erlaubthöchstens 2,0g je 100g
Olivenöl (Mischung)raffiniert plus nativneutral bis mildhöchstens 1,0g je 100g
Oliventresterölaus Pressrückständen, mit Lösungsmittelnneutralhöchstens 1,0g je 100g

Echtes Olivenöl erkennen: das Etikett lesen

Echtes Olivenöl erkennen Sie zuerst an den Pflichtangaben auf dem Etikett. Bei nativem Olivenöl extra muss die Herkunft draufstehen, entweder ein Land oder ein Hinweis wie „Mischung von Olivenölen aus der Europäischen Union“. Je genauer die Angabe, desto besser können Sie nachvollziehen, woher Ihr Öl kommt.

  • Güteklasse: „Natives Olivenöl extra“ steht ganz oben. „Olivenöl“ ohne Zusatz ist eine Mischung aus raffiniertem und nativem Öl.
  • Kalt gewonnen: „Kalt extrahiert“ oder „erste Kaltpressung“ darf nur auf dem Etikett stehen, wenn die Temperatur unter 27 °C blieb.
  • Erntejahr und Haltbarkeit: Ein Erntejahr ist freiwillig, aber hilfreich. Das Mindesthaltbarkeitsdatum liegt meist 18 bis 24 Monate nach der Abfüllung.

Siegel mit geschützter Ursprungsbezeichnung (g.U.) zeigen, dass die Oliven aus einer festgelegten Region stammen und dort verarbeitet wurden. Über den Geschmack der einzelnen Flasche sagen sie allein wenig. Die Herkunft eines Öls und seine Qualität sind zwei verschiedene Fragen.

Olivenöl Preis: warum gutes Öl seinen Preis hat

Der Olivenöl Preis hängt vor allem an der Ernte, dem Erntezeitpunkt und der Verarbeitung. Früh geerntete, noch grüne Oliven geben weniger Öl, dafür mehr Frucht und Frische. Die Oliven müssen schnell in die Mühle, damit keine Fehler entstehen, und das kostet Arbeit und Planung.

Dazu kommt das Wetter. Nach trockenen Jahren mit kleiner Ernte steigen die Preise für alle Erzeuger. Bio-Anbau bedeutet mehr Handarbeit im Hain, und eine lichtdichte Verpackung kostet mehr als eine Klarglasflasche. Ein sehr niedriger Preis für nativ extra ist deshalb ein Anlass, genauer hinzuschauen.

Ist Bio Olivenöl besser?

Bio Olivenöl ist nicht automatisch besser, denn Bio beschreibt den Anbau und nicht den Geschmack. Die Oliven wachsen nach den Regeln der EU-Öko-Verordnung, das wird jedes Jahr kontrolliert. Ob das Öl am Ende fehlerfrei schmeckt, entscheiden Ernte, Mühle und Lagerung.

Wer beides will, achtet auf Bio und auf eine saubere Güteklasse. Unser BIO-Olivenöl aus Spanien ist ein sortenreines Arbequina-Öl aus kontrolliert biologischem Anbau in Katalonien, Kontrollstelle DE-ÖKO-009. Wir beziehen es von einem katalanischen Bauernverband, der sich seit Jahrzehnten auf Bio-Olivenöl spezialisiert hat.

Unser Olivenöl in der Küche

Gutes Olivenöl schmeckt frisch, fruchtig und sauber, je nach Olive mild oder kräftig grün. Unser Arbequina-Öl erinnert an grünen Apfel, bringt eine nussige Note und eine leichte Schärfe mit, die Bitterkeit hält sich zurück. Es passt zu Salaten, Gemüse und zum sanften Braten.

Olivenöl richtig lagern, damit der Geschmack bleibt

Auch das beste Öl verliert, wenn es falsch steht. Licht, Wärme und Luft lassen Olivenöl altern, bis es ranzig schmeckt. Stellen Sie es dunkel und nicht neben den Herd, und verschließen Sie es nach jedem Gebrauch.

Unser Öl füllen wir deshalb in lichtdichte Kanister mit 1, 2 oder 5 Litern ab. Für die Küche füllen Sie eine kleine Menge in eine dunkle Flasche um und lassen den Kanister kühl und verschlossen stehen.

Häufige Fragen

Welches ist das beste Olivenöl?

Das, was fehlerfrei ist und zu Ihrer Küche passt. Milde Öle wie Arbequina eignen sich für Salat und Gemüse, kräftige Öle aus Koroneiki oder Picual für Brot und herzhafte Gerichte.

Woran erkenne ich gutes Olivenöl?

Es riecht frisch nach Frucht, Gras oder grünem Apfel, schmeckt sauber und hat oft eine leichte Bitterkeit oder ein Kratzen im Hals. Riecht es nach alten Nüssen oder muffig, ist es zu alt oder fehlerhaft.

Was heißt nativ extra beim Olivenöl?

Es ist die höchste Güteklasse: nur mechanisch gewonnen, im Geschmackstest ohne Fehler und mit höchstens 0,8 Gramm freien Fettsäuren je 100 Gramm.

Ist Bio Olivenöl besser?

Nicht automatisch. Bio beschreibt den Anbau, über den Geschmack entscheiden Ernte, Verarbeitung und Lagerung.

Weiterlesen

Dirk Schneider
Dirk Schneider, Gründer von Azafran – Familienunternehmen aus Elmshorn seit 2011.
Über uns

Zu unseren Premiumgewürzen!