Was ist Piment? Ein Korn, das nach vier Gewürzen schmeckt
Was ist Piment? Piment, auch Nelkenpfeffer genannt, sind die getrockneten, unreif geernteten Beeren des Pimentbaums aus Mittelamerika und der Karibik. Er schmeckt warm nach Nelke, Zimt, Muskat und Pfeffer zugleich und würzt Sauerbraten, Rotkohl, Wild, Lebkuchen und karibische Marinaden. Unseren BIO-Piment gibt es als ganze Körner, die Sie mitkochen oder frisch mahlen.
Sie zerdrücken ein dunkelbraunes Korn im Mörser, und plötzlich riecht es nach Weihnachtsmarkt. Nelke, ein Hauch Zimt, etwas Muskat, dazu eine leise pfeffrige Wärme. Ein einziges Gewürz, das klingt wie eine ganze Mischung. Kein Wunder, dass der Sauerbraten Ihrer Großmutter ohne diese Körner nicht so geschmeckt hätte.
- Was ist Piment für ein Gewürz?
- Wie schmeckt Piment?
- Piment und Nelken: der Unterschied
- Piment Verwendung: wofür braucht man Piment?
- Piment ganz oder gemahlen?
- Wie viel Piment? Von 3 Körnern bis zum Teelöffel
- Piment kochen: wann kommt er ins Gericht?
- Piment selber machen: Mischung aus Zimt, Nelke und Muskat
- Wozu passt Piment?
- Piment Haltbarkeit: guten Piment erkennen und lagern
- Häufige Fragen
Was ist Piment für ein Gewürz?
Piment ist ein Gewürz aus den Beeren des Pimentbaums (Pimenta dioica), eines immergrünen Baums aus der Familie der Myrtengewächse. Er stammt aus Mittelamerika und der Karibik, besonders bekannt ist Jamaika. Die Beeren werden grün und unreif gepflückt und in der Sonne getrocknet. Dabei werden sie braun und runzelig und sehen aus wie große Pfefferkörner.
Was ist Nelkenpfeffer? Das ist nur ein anderer Name für Piment, genau wie Jamaikapfeffer, Gewürzkörner oder in Österreich Neugewürz. Im Englischen heißt er allspice, weil er nach vielen Gewürzen auf einmal riecht. Mit Pfeffer ist Piment trotz der Namen nicht verwandt.
Unser Piment stammt aus biologischem Anbau in Guatemala, Kontrollstelle DE-ÖKO-009. Wir führen ihn als ganze Körner, weil er so sein Aroma am längsten hält.
Wie schmeckt Piment?
Piment schmeckt warm, würzig und leicht süßlich, mit deutlichem Nelkenduft und Anklängen an Zimt, Muskat und Pfeffer. Am Gaumen kommt eine sanfte, pfeffrige Wärme dazu, im Abgang eine harzige Note. Seine Stärke ist diese Breite: Er schmeckt nach mehreren Gewürzen, ohne dass eines davon vorlaut wird.
Ist Piment das Gleiche wie Piment d'Espelette? Nein, und diese Verwechslung passiert oft. Piment d'Espelette ist eine mild-scharfe Chili aus dem Baskenland, die als rotes Pulver verkauft wird. Mit dem braunen Nelkenpfeffer hat sie nur den Namen gemeinsam. Mehr dazu lesen Sie auf unserer Seite über Piment d'Espelette.

Unser BIO-Piment aus Guatemala, ganze Körner von 50g bis 1kg:
Piment und Nelken: der Unterschied
Piment und Nelken riechen ähnlich, weil in beiden derselbe Duftstoff den Ton angibt. Nelken sind aber getrocknete Blütenknospen und schmecken viel kräftiger, fast betäubend intensiv. Piment ist eine Beere und schmeckt milder und breiter, weil Zimt, Muskat und Pfeffer mitschwingen.
In der Küche heißt das: Wo ein Rezept zwei Nelken verlangt, können Sie drei bis vier Pimentkörner nehmen. Umgekehrt ersetzt eine Nelke etwa zwei Körner Piment, das Gericht schmeckt dann nelkiger und weniger rund.
Piment Verwendung: wofür braucht man Piment?
Piment braucht man vor allem für Schmorgerichte, Beizen, Rotkohl, Wild und Weihnachtsgebäck, dazu für die karibische Küche. Wofür Sie Piment verwenden, hängt nur davon ab, ob es herzhaft oder süß werden soll:
- Deutsche Küche: Sauerbraten und Rinderschmorbraten, Rotkohl, Gulasch, Wildragout, Brühen und Fonds.
- Einlegen: Gurken, Rote Bete, Kürbis, Heringe und Sauerkraut. Ein paar Körner im Sud reichen.
- Süße Küche: Lebkuchen, Spekulatius, Gewürzkuchen, Pflaumenmus, Apfelkompott und Glühwein.
- Karibisch und amerikanisch: Jerk-Marinaden für Hähnchen und Schwein, BBQ-Rubs, Chili und Kürbiskuchen.
Für Lebkuchen lohnt sich ein Blick in unser Rezept für Lebkuchengewürz selbst gemacht. Dort zeigt Piment, wie gut er Zimt und Nelke zusammenhält.
Piment ganz oder gemahlen?
Ganze Pimentkörner nehmen Sie für alles, was lange kocht: Braten, Brühen, Rotkohl und Einlegesud. Sie geben ihr Aroma langsam ab und werden vor dem Servieren herausgefischt. Gemahlener Piment passt in Teige, Rubs, Marinaden und alles, was kurz gart oder roh bleibt.
Piment gemahlen bekommen Sie am aromatischsten, wenn Sie die Körner selbst mahlen. Im Mörser zerstoßen Sie sie grob für Marinaden, in einer Gewürzmühle oder Kaffeemühle wird daraus feines Pulver für Gebäck. Wer mag, röstet die Körner vorher eine Minute in der trockenen Pfanne an, das macht sie runder. Gemahlener Piment verliert sein Aroma schneller, mahlen Sie deshalb lieber kleine Mengen frisch.
Für ganze Körner zum Mitkochen eignet sich ein Teesieb oder ein Gewürzbeutel. So finden Sie alle Körner wieder, und niemand beißt beim Essen darauf. Unsere Pimentkörner ganz gibt es von 50g bis 1kg.
Wie viel Piment? Von 3 Körnern bis zum Teelöffel
Piment ist kräftig, aber nicht so dominant wie Nelke. Für die meisten Schmorgerichte reichen 3 bis 5 Körner, für einen großen Sauerbraten dürfen es mehr sein. Gemahlen beginnen Sie mit einer Messerspitze und schmecken nach. Die Tabelle zeigt bewährte Mengen, jeweils für etwa vier Portionen.
| Gericht (4 Portionen) | ganze Körner | gemahlen |
|---|---|---|
| Sauerbraten (Beize, 1,5kg Fleisch) | 6 bis 8 Körner | – |
| Rotkohl | 3 bis 5 Körner | 1 Messerspitze |
| Gulasch oder Wildragout | 3 bis 4 Körner | ¼ TL |
| Brühe oder Fond (2 Liter) | 4 bis 6 Körner | – |
| Einlegesud (1 Liter) | 5 bis 6 Körner | – |
| Lebkuchen (500g Mehl) | – | ½ bis 1 TL |
| Jerk-Marinade (1kg Fleisch) | – | 1 bis 2 TL, frisch gemahlen |
Piment kochen: wann kommt er ins Gericht?
Beim Kochen mit Piment gilt: ganze Körner früh, gemahlenen spät. Ganze Körner geben Sie gleich zu Beginn in Beize, Brühe oder Schmortopf, zusammen mit Lorbeer und Wacholder. Nach einer Stunde Garzeit haben sie ihr Aroma abgegeben.
Gemahlenen Piment rühren Sie erst in den letzten Minuten in Saucen und Suppen, sonst wird er leicht bitter. In Teig und Rubs kommt er direkt mit den anderen trockenen Zutaten hinein.
Piment selber machen: Mischung aus Zimt, Nelke und Muskat
Piment selber machen geht nicht, denn er ist eine eigene Frucht. Eine Mischung, die ihm nahekommt, rühren Sie aber schnell an. Für einen Teelöffel gemahlenen Nelkenpfeffer mischen Sie:
- ½ TL Ceylon-Zimt, gemahlen
- ¼ TL gemahlene Nelken
- ¼ TL frisch geriebene Muskatnuss
- eine Prise schwarzer Pfeffer
Diese Mischung ersetzt gemahlenen Piment etwa im Verhältnis 1:1, am besten in Gebäck, Kompott und Rubs. In Schmorgerichten und Einlegesud fehlt ihr die langsame Abgabe der ganzen Körner, dort nehmen Sie besser ein bis zwei Nelken. Ganz ersetzen lässt sich der runde Geschmack des Pimentkorns nicht.
Wozu passt Piment?
Piment passt zu Rind, Wild, Lamm, Rotkohl, Pflaumen, Äpfeln, Kürbis und Schokolade und zu Gewürzen wie Lorbeer, Wacholder, Zimt, Nelke, Muskat und Ingwer. Man nimmt ihn überall dort, wo ein Gericht warm und tief schmecken soll. Gut passt, was diese Wärme trägt, und was sie mit Säure, Süße oder Fett ausgleicht.
- Lorbeer und Wacholder: das klassische Trio für Beizen und Schmorbraten. Lorbeer bringt Kräuterwürze, Wacholder eine harzige Frische.
- Ceylon-Zimt und Nelken: die engsten Verwandten im Duft. Zusammen ergeben sie den Grundton von Lebkuchen und Glühwein.
- Muskatnuss und Ingwer: machen Kürbis, Möhren und Gewürzkuchen warm und lebendig, Ingwer setzt eine scharfe Spitze.
Bei den Lebensmitteln sind Rind und Wild die natürlichen Partner, weil ihr kräftiges Fleisch die Würze tragen kann. Rotkohl, Rotwein und Essig bringen Säure, die Pflaumen, Äpfel und ein Löffel Zucker wieder rund machen. Im Süßen verbindet Piment sich mit Schokolade, Pflaumenmus und Bratapfel.
Laut Zutatenliste steckt Piment schon in unserem Lebkuchengewürz, Jamaika Jerk, Wildgewürz, Gulaschgewürz, Einmachgewürz und im Kürbisgewürz. Wer zur Mischung greift, braucht ihn meist nicht extra.
Piment Haltbarkeit: guten Piment erkennen und lagern
Gute Pimentkörner sind fest, trocken und gleichmäßig rotbraun bis dunkelbraun. Beim Öffnen des Beutels steigt ein klarer Nelkenduft auf. Zerdrücken Sie ein Korn: Riecht es kräftig nach Nelke und Zimt, ist es frisch. Riecht es kaum noch, ist es alt.
Ganze Körner halten ihr Aroma dunkel, trocken und gut verschlossen zwei bis drei Jahre. Gemahlener Piment lässt schon nach wenigen Monaten nach, verderben tut er aber nicht. Unseren Piment füllen wir in wiederverschließbare, licht- und luftundurchlässige Aromaschutzbeutel.
Häufige Fragen
Was ist Piment für ein Gewürz?
Piment, auch Nelkenpfeffer, sind die getrockneten, unreif geernteten Beeren des Pimentbaums aus Mittelamerika und der Karibik. Er schmeckt nach Nelke, Zimt, Muskat und Pfeffer zugleich.
Wie schmeckt Piment?
Warm, würzig und leicht süßlich, mit deutlichem Nelkenduft, Anklängen an Zimt und Muskat und einer sanften pfeffrigen Wärme.
Wofür verwendet man Piment?
Für Sauerbraten, Rotkohl, Gulasch, Wild, Brühen und Einlegesud, für Lebkuchen, Kompott und Glühwein und für karibische Jerk-Marinaden.
Was ist der Unterschied zwischen Piment und Nelken?
Nelken sind Blütenknospen und schmecken viel kräftiger. Piment ist eine Beere, milder und breiter im Geschmack. Zwei Nelken entsprechen etwa drei bis vier Pimentkörnern.
Ist Piment das Gleiche wie Piment d'Espelette?
Nein. Piment ist der braune Nelkenpfeffer, Piment d'Espelette eine mild-scharfe rote Chili aus dem Baskenland.
Wie mahle ich Piment?
Im Mörser grob für Marinaden, in einer Gewürz- oder Kaffeemühle fein für Gebäck. Am aromatischsten ist er frisch gemahlen.
Wie lange ist Piment haltbar?
Ganze Körner halten ihr Aroma dunkel, trocken und gut verschlossen zwei bis drei Jahre, gemahlener Piment lässt nach wenigen Monaten nach.
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