Azafran GmbH – die Geschichte hinter der Firma
Azafran ist ein Familienunternehmen aus Elmshorn bei Hamburg. Seine Geschichte beginnt am Herd einer Oma, führt über die Märkte von Barcelona in den Keller eines Elternhauses und wäre dort beinahe zu Ende gewesen.
Familienunternehmen seit 2011
Omas Küche
Als kleiner Junge hatte Dirk Schneider einen Lieblingsplatz, und der war neben dem Herd seiner Oma. Von dort konnte er in die Töpfe schauen. Mal köchelte darin ein deftiger Eintopf, mal Apfelmus, und beides machte ihn satt und glücklich. So lernte er früh, wie gut Essen schmecken kann.
Deshalb wusste er mit zwölf Jahren auch genau, was er dem Berufsberater sagen würde: Er wollte Koch werden. Der Mann riet ihm ab, und weil man in dem Alter auf Erwachsene hört, wurde Dirk Kaufmann. Er lernte Groß- und Außenhandel, machte an der Abendschule seinen Betriebswirt (IHK) und gründete 2007 seine erste Firma im Online-Marketing. Das war vernünftig, und vieles davon konnte er später gut brauchen. Nur der Wunsch aus Omas Küche blieb liegen.
Die Suche
Er blieb liegen, bis 2008 etwas geschah, das alles verschob: Dirks Vater erkrankte schwer an Krebs. Wer das bei einem Menschen erlebt hat, den er liebt, kennt das Gefühl, danebenzustehen und nichts tun zu können. Dirk wollte nicht nur danebenstehen. Also begann er zu lesen und zu fragen, überall, wo es etwas geben konnte, das seinem Vater half.
Sein Vater überlebte. Die Krankheit hatte ihn verändert, doch er stand wieder auf den Beinen und nahm am Leben teil. Dirk ließen die Fragen trotzdem nicht mehr los, und sie führten ihn weiter, als er gedacht hatte: zuerst nach Kanada und 2010 nach Barcelona.
Wer so unterwegs ist, sitzt an fremden Tischen und lernt dabei, anderen Küchen zu vertrauen. In Barcelona fiel ihm das leicht. Dort ging er über die Märkte, von Stand zu Stand, vorbei an Schinken und Käse und an Bergen von Früchten und Gemüse. So viele Gewürze wie hier hatte er noch nie an einem Ort gesehen. Und es gab die Paella, sonntags im Restaurant, goldgelb vom Safran. Dirk aß sie oft, und mit jedem Teller kam etwas zurück, das er aus Omas Küche kannte.
Aus dieser Freude wurde ein Plan, als er zur selben Zeit ein Buch über Unternehmertum las. Er würde sich auf ein einziges Gewürz konzentrieren, und zwar auf das edelste und teuerste der Welt, den Safran. Denn im Safran kam zusammen, was ihm wichtig war: das Kochen, wirklich gute Lebensmittel und der Gedanke an seinen Vater, weil Safran auch in der Krebsforschung untersucht wird.
Ein Start-up im Keller
So gründete er 2011 die Azafran UG und gab ihr das spanische Wort für Safran als Namen. Ein Büro oder ein Lager hatte die Firma nicht, dafür aber den Keller seines Elternhauses. Dort stand seine Mutter Barbara Schneider und packte die Ware ab, Tüte für Tüte. Wenn wir uns heute ein Familienunternehmen nennen, dann meinen wir genau das.
Beim Safran allein blieb es nicht lange. Schon 2012 kamen Paprika, Curry, Salz und Pfeffer dazu, und mit ihnen die Idee, für die Azafran bis heute steht: die große 250-Gramm-Tüte. Dahinter steckt eine einfache Rechnung. Wer viel auf einmal einkauft und selbst abfüllt, kann gute Gewürze zu einem fairen Preis weitergeben. Dann muss niemand mehr beim Würzen knausern, der gern kocht.
Die Rechnung stimmte, nur wächst eine Firma nicht von heute auf morgen. 2013 war Dirk fast pleite. Er musste Spanien aufgeben und zog zurück zu seinen Eltern, mit über dreißig, in das Haus mit dem Keller. Glanzvoll war das nicht, aber er machte weiter. Von nun an stand er selbst im Keller und packte die Gewürze ab. Seine Mutter machte die Buchhaltung, kümmerte sich um die Aufträge und fuhr die Pakete mit dem Auto zur Post.
Der Keller wird zu klein

Drei Jahre später hatte sich das Durchhalten gelohnt. Vanille, Tee, Öle und Essige waren dazugekommen, und der Keller reichte nicht mehr. Also zog Azafran 2016 in einen ehemaligen Schlecker-Markt in Elmshorn. Wo früher Shampoo im Regal stand, duftete es von da an nach Zimt und Curry. Was Dirk auf diesem Weg über Aromen, Anbaugebiete und Geschmack gelernt hat, steht in seinem Buch „Geschmacksexplosion“.
Im selben Jahr kam Charlotte zur Welt, Dirks Tochter, und mit ihr bekam unsere Linie für Kinder ihren Namen: Charlottes Finest. Für die Familie bedeutete ihre Geburt noch viel mehr. Acht Jahre zuvor hatte niemand gewusst, ob Dirks Vater das nächste Jahr erleben würde, und nun war er Opa. Wenn die Familie zusammen aß, saß die Kleine manchmal neben ihm. Wer 2008 um ihn gebangt hatte, wusste, was dieses Bild wert war. Fast zehn Jahre lang durfte er ihr Großvater sein, bis er Anfang 2026 starb.
Azafran heute
Aus dem Keller ist seitdem ein Familienunternehmen geworden. Über 300 Gewürze, Gewürzmischungen, Bio-Tees, Superfoods und Feinkost gehören heute dazu, und mehr als 500.000 Menschen haben schon bei uns bestellt. Geblieben sind die große Tüte, der faire Preis und der Gedanke vom Anfang, dass gutes Essen Menschen glücklich macht. Koch ist Dirk übrigens nie geworden. Dafür steht er heute in sehr vielen Küchen mit am Herd.
Ihre Küche
Und damit sind wir bei Ihnen, denn wie die Geschichte weitergeht, entscheidet sich in Ihrer Küche. Vielleicht steht auch dort ein Kind neben dem Herd und schaut in den Topf. Vielleicht kochen Sie den Eintopf nach dem Rezept Ihrer Mutter, wagen sich an Ihr erstes Curry oder backen den Kuchen, für den die Enkel extra vorbeikommen. Für solche Momente füllen wir unsere Tüten.
Wenn Sie einen Anfang suchen, finden Sie in unserem Blog Rezepte zum Ausprobieren, und auf unserer Ethik-Seite steht, wie wir es mit Preisen und Qualität halten. Schön, dass Sie hier sind.






