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Basilikum Verwendung: das Kraut, das Tomaten zum Leuchten bringt

Basilikum findet Verwendung vor allem in der italienischen und mediterranen Küche: in Tomatensauce, auf Pizza und Bruschetta, im Pesto, zu Mozzarella und in Salatdressings. Frische Blätter geben Sie erst kurz vor dem Servieren dazu, getrocknetes Basilikum rühren Sie in den letzten Minuten in warme Saucen. Ein Teelöffel getrocknet ersetzt etwa einen Esslöffel frisch gehackte Blätter.

Ein Teller Tomaten, ein Schuss Olivenöl, ein paar Blätter Basilikum darüber: Mehr braucht es nicht, damit es nach Sommer in Italien riecht. Basilikum ist das Kraut, das einfache Zutaten wach macht. Und im Winter, wenn die Pflanze auf der Fensterbank schlappmacht, übernimmt getrocknetes Basilikum die Arbeit im Topf.

Was ist Basilikum?

Basilikum (Ocimum basilicum) ist ein Küchenkraut aus der Familie der Lippenblütler, verwandt mit Oregano, Thymian und Minze. Gegessen werden die Blätter, frisch oder getrocknet und gerebelt. Ein alter Beiname ist Königskraut. In der Türkei heißt Basilikum fesleğen, reyhan nennt man dort meist eine dunkle, kräftig duftende Sorte.

Neben dem klassischen Genovese gibt es viele Sorten. Roter Basilikum schmeckt etwas herber und nelkiger, African Blue Basilikum duftet kampferartig, Thai-Basilikum nach Anis. Über Anbau, Blüte und Samen lesen Sie mehr auf der Seite Basilikum Pflanze.

Basilikum Verwendung in der Küche: die Klassiker

Wofür verwendet man Basilikum? Am liebsten überall dort, wo Tomate, Olivenöl und Knoblauch zusammenkommen. Die wichtigsten Einsätze:

  • Tomatengerichte: Tomatensauce, Pizza, Lasagne, Tomatensuppe, Bruschetta, Tomate mit Mozzarella
  • Pesto und Saucen: Pesto alla genovese, Kräuteröl, helle Sahnesaucen, Kräuterbutter
  • Salate und Gemüse: Caprese, Gurkensalat, Ofengemüse, Zucchini, Aubergine, Kartoffelsalat
  • Süß und im Glas: Erdbeeren mit Basilikum, Pfirsich, Zitronensorbet, Erdbeer-Basilikum-Limonade

Roter Basilikum macht sich durch seine Farbe besonders gut im Salat und in hellem Essig, der sich dann rosa färbt. Thai-Basilikum gehört in grüne Currys und gebratene Nudeln, wo sein Anisduft die Schärfe begleitet.

Basilikum: so verwenden Sie es in der Küche
Basilikum von Azafran.

Unser BIO-Basilikum, getrocknet und gerebelt, für Sauce, Pizza und Dressing:

Alle Sorten und Größen: Basilikum

Getrockneter Basilikum: Verwendung und wann ins Gericht

Getrocknetes und frisches Basilikum haben unterschiedliche Stärken. Frische Blätter sind saftig und duftig, verlieren ihr Aroma aber in der Hitze schnell. Zupfen Sie sie deshalb erst auf den Teller oder rühren Sie sie in die fertige Sauce.

Getrockneter Basilikum hat eine wärmere, leicht heuartige Note und braucht etwas Feuchtigkeit und Wärme, um aufzugehen. Er gehört in Tomatensauce, Suppen, Eintöpfe, Marinaden und auf die Pizza vor dem Backen. Geben Sie ihn in den letzten fünf bis zehn Minuten dazu, so bleibt der Duft im Topf. In Dressings und Dips lassen Sie ihn zehn Minuten ziehen. Unser getrocknetes BIO-Basilikum ist gerebelt und lässt sich direkt dosieren.

Basilikum im Winter ist der Moment für die getrocknete Ware. Wenn die Topfpflanze im Dezember blass wird, liefert der Vorrat aus dem Aromaschutzbeutel verlässlich Geschmack für Sauce und Suppe.

Wie viel Basilikum? Getrocknet statt frisch

Als Faustregel ersetzt ein Teelöffel getrocknetes Basilikum etwa einen Esslöffel frisch gehackte Blätter. 1 Bund Basilikum, rund 20g Blätter, entspricht ungefähr einem gestrichenen Esslöffel getrocknet. Beginnen Sie im Zweifel mit weniger und würzen Sie am Ende nach. Die Werte in der Tabelle unten sind Richtwerte für vier Portionen.

Gericht (4 Portionen)getrocknetfrisch
Tomatensauce (800g Tomaten)1 TL1 Handvoll Blätter
Pizza (1 Blech)1 TLeinige Blätter nach dem Backen
Tomatensuppe (1 Liter)1 bis 2 TL2 EL gehackt
Salatdressing (100ml)½ TL1 EL gehackt
Kräuterbutter (125g Butter)1 TL1 EL gehackt
Pesto (1 Glas)nicht geeignet1 großer Bund

Wie schmeckt Basilikum?

Basilikum schmeckt frisch-grün, leicht süßlich und mild pfeffrig, mit einem Hauch von Nelke und Anis. Die frischen Blätter duften fast blumig, getrocknetes Basilikum wirkt wärmer und kräuteriger. Beim Kauen kommt eine feine Schärfe, die an Pfeffer erinnert.

Schmeckt Basilikum wie Oregano? Nein, auch wenn beide in Pizza und Tomatensauce stecken. Oregano ist herb, erdig und etwas bitter, Basilikum süßer und frischer. Zusammen ergeben sie den Duft einer Pizzeria, allein erkennt man sie sofort auseinander.

Thai-Basilikum schmeckt deutlich nach Anis und Lakritz und ist mit dem europäischen Basilikum nicht austauschbar. Roter Basilikum liegt dazwischen: etwas herber, mit mehr Nelke im Duft.

Wozu passt Basilikum?

Basilikum passt zu Tomate, Mozzarella, Olivenöl, Zucchini und Erdbeeren und zu Gewürzen wie Oregano, Thymian, Knoblauch und schwarzem Pfeffer. Gut passt alles, was seine frische Süße trägt, und alles, was sie mit Säure oder Fett ausgleicht.

  • Oregano: bringt die herbe, erdige Seite zur süßen Frische. Oregano und Basilikum sind das Duo jeder Pizza.
  • Knoblauch: gibt Tiefe und Würze, ohne die Kräuternote zu überdecken. Zusammen mit Olivenöl die Grundlage von Pesto.
  • Schwarzer Pfeffer und Chiliflocken: nehmen die pfeffrige Spitze des Basilikums auf und tragen sie weiter.
  • Thymian und Rosmarin: sparsam dazu, für Ofengemüse und Schmorgerichte mit mehr Tiefe.
  • Zitronenschale: betont die frische, fast zitronige Seite und macht Dressings lebendig.

Bei den Lebensmitteln ist Tomate der natürliche Partner. Ihre Säure und Süße holen das Beste aus dem Basilikum heraus. Mozzarella, Burrata, Parmesan und Olivenöl binden seinen Duft im Fett und tragen ihn lange auf der Zunge. Deshalb schmeckt Caprese so rund.

Überraschend gut passt Basilikum zu Früchten. Erdbeeren, Pfirsich, Aprikose und Zitrone teilen seine blumig-süße Note. Gurke und Zucchini machen es noch frischer. Ein Schuss Balsamico über Tomaten oder Erdbeeren mit Basilikum verbindet Säure und Süße auf einen Schlag. Für den Alltag lohnt sich ein Vorrat an Basilikum getrocknet neben dem Oregano.

Kurzrezept: schnelle Tomatensauce mit Basilikum

Die einfachste Art, Basilikum kennenzulernen, ist eine Tomatensauce für Pasta. Für vier Personen:

  • 3 EL Olivenöl erhitzen, 2 gehackte Knoblauchzehen darin anschwitzen, bis sie duften.
  • 800g stückige Tomaten aus der Dose dazugeben, salzen, eine Prise Zucker hinein und 15 Minuten offen köcheln lassen.
  • 1 TL getrocknetes Basilikum einrühren und weitere 5 Minuten ziehen lassen.
  • Mit Pfeffer abschmecken, über die Pasta geben und, wenn vorhanden, ein paar frische Blätter darüberzupfen.

Basilikum selber machen: Salz, Essig und Soße

Basilikumsalz herstellen geht mit getrocknetem Kraut am einfachsten, weil es keine Feuchtigkeit ins Salz bringt. Mischen Sie 1 Teil Basilikum mit 4 Teilen grobem Meersalz und zerstoßen Sie beides kurz im Mörser. Wofür Basilikumsalz? Für Tomatenbrot, Mozzarella, Ofenkartoffeln und Rührei.

Für Basilikumessig geben Sie 2 EL getrocknetes Basilikum oder eine Handvoll frische Blätter in 250ml milden Weißweinessig. Nach ein bis zwei Wochen im Dunkeln abseihen. Roter Basilikum färbt den Essig rosa.

Eine schnelle Basilikum Soße selber machen Sie aus frischen Blättern, Olivenöl, Knoblauch und einer Prise Salz im Mixer. Das ergibt ein flüssiges Basilikum für Pasta, Suppe und gegrilltes Gemüse. Mit Pinienkernen und Parmesan wird daraus Pesto, Varianten finden Sie im Blog unter Pesto selber machen.

Basilikum Ersatz: was geht, was nicht

Der beste Ersatz für frisches Basilikum ist getrocknetes Basilikum, ein Teelöffel statt eines Esslöffels frischer Blätter. Ganz ohne Basilikum kommen Sie diesen Lösungen am nächsten:

  • Italienische Kräuter: für Tomatensauce, Pizza und Lasagne die bequemste Lösung, etwa die gleiche Menge.
  • Oregano: herber und kräftiger, deshalb nur die halbe Menge. Gut in gekochten Tomatengerichten, weniger im Salat.
  • Petersilie: frisch-grün, aber ohne Süße. Gut für Pesto-Varianten und Kräuteröl, gleiche Menge.
  • Für Thai-Basilikum: europäisches Basilikum mit einer Prise frisch gemörsertem Anis kommt dem Anisduft nahe.

Im Caprese oder auf der Bruschetta lässt sich Basilikum kaum ersetzen. Dort lohnt sich getrocknetes Basilikum, kurz in Olivenöl eingeweicht.

Gutes Basilikum erkennen und lagern

Gutes getrocknetes Basilikum erkennen Sie am grünlichen Farbton, an gleichmäßig gerebelten Blättern und am klaren Kräuterduft beim Öffnen. Staubige, graue oder fast geruchlose Ware hat ihr Aroma verloren. Lagern Sie es trocken, dunkel und luftdicht, nicht über dem Herd. Unser BIO-Basilikum stammt aus Ägypten, Kontrollstelle DE-ÖKO-009, und kommt im wiederverschließbaren Aromaschutzbeutel.

Häufige Fragen

Wofür verwendet man Basilikum?

Vor allem für Tomatensauce, Pizza, Bruschetta, Pesto, Caprese und Salatdressings. Es passt auch zu Gemüse, Kräuterbutter und sogar zu Erdbeeren.

Wann gibt man getrocknetes Basilikum ins Essen?

In den letzten fünf bis zehn Minuten der Garzeit. In Dressings und Dips lassen Sie es etwa zehn Minuten ziehen, damit es aufgeht.

Wie viel getrocknetes Basilikum entspricht frischem?

Ein Teelöffel getrocknetes Basilikum ersetzt etwa einen Esslöffel frisch gehackte Blätter. Ein Bund frisches Basilikum entspricht ungefähr einem gestrichenen Esslöffel getrocknet.

Wie schmeckt Basilikum?

Frisch-grün, leicht süßlich und mild pfeffrig, mit einem Hauch von Nelke und Anis. Getrocknet wirkt es wärmer und kräuteriger.

Wozu passt Basilikum?

Zu Tomate, Mozzarella, Olivenöl, Knoblauch, Zucchini und Erdbeeren und zu Gewürzen wie Oregano, Thymian und schwarzem Pfeffer.

Was kann man statt Basilikum nehmen?

Am besten getrocknetes Basilikum. Sonst eignen sich Italienische Kräuter, die halbe Menge Oregano oder Petersilie, je nach Gericht.

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Dirk Schneider
Dirk Schneider, Gründer von Azafran – Familienunternehmen aus Elmshorn seit 2011.
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