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Kardamom Verwendung – von der Kaffeetasse bis zum Kardamomknoten

Kardamom findet Verwendung in Kaffee, Chai, Hefegebäck, Weihnachtsplätzchen, Milchreis, Currys und Reisgerichten. Ganze Kapseln drücken Sie leicht an und lassen sie mitziehen, für Teig und Cremes nehmen Sie frisch gemahlene Samen oder Kardamompulver. Er ist kräftig: Eine Kapsel reicht für eine Tasse Kaffee, ein halber Teelöffel Pulver für ein Blech Plätzchen.

Ein Hefezopf, der nach mehr duftet als nach Butter und Zucker. Ein Kaffee, der weicher schmeckt, obwohl er stark ist. Hinter beidem steckt oft dieselbe kleine grüne Kapsel. Mit Kardamom kommt es auf die Menge an, und die ist kleiner, als viele denken.

Wie schmeckt Kardamom?

Kardamom schmeckt süßlich-scharf und leicht kühl, mit einem Anklang an Eukalyptus, Zitrus und Blüten. Wonach Kardamom schmeckt, kennen viele aus der Weihnachtsbäckerei, aus Chai und aus skandinavischen Zimtschnecken. Der erste Eindruck ist frisch, fast minzig, danach kommt eine warme, harzige Süße mit einer feinen Bitterkeit im Abgang.

Diese Mischung aus kühl und warm macht Kardamom besonders. Kaum ein anderes Küchengewürz bringt Frische und Wärme so zusammen. Darum passt er in Süßes wie in Herzhaftes und lässt sogar Kaffee runder schmecken.

Schmeckt schwarzer Kardamom wie grüner? Nein, obwohl die Namen fast gleich klingen. Schwarzer Kardamom ist eine andere Pflanze, über Feuer getrocknet, und schmeckt rauchig, herb und kampferartig. Er gehört in herzhafte Currys und Eintöpfe, im Gebäck wäre er fehl am Platz. Verlangt ein Rezept einfach Kardamom, ist der grüne gemeint. Woher beide stammen, lesen Sie unter Kardamom: Pflanze und Anbau.

Kardamom Verwendung: ganz, angedrückt oder gemahlen

Kardamom können Sie als ganze Kapsel, angedrückt, als ausgelöste Samen oder gemahlen verwenden. Jede Form hat ihren eigenen Platz in der Küche:

  • Ganze Kapsel: zieht langsam mit, etwa im Reis, im Curry oder im Milchreis. Vor dem Servieren herausnehmen oder beim Essen beiseiteschieben.
  • Angedrückt oder halbiert: gibt mehr Aroma ab und ist die richtige Form für Kaffee, Chai, Glühwein und Punsch.
  • Ausgelöste Samen, frisch zerstoßen: das stärkste Aroma, ideal für Hefeteig, Plätzchen und eigene Gewürzmischungen.
  • Gemahlen: sofort zur Hand und verteilt sich gleichmäßig in Teig, Cremes und Getränken.

Ganze Kapseln halten ihr Aroma am längsten, denn die Hülle schützt die ätherischen Öle der Samen. Gemahlener Kardamom verliert seinen Duft schneller. Unser BIO-Kardamompulver wird aus ganzen Kapseln samt Samen vermahlen, daher seine grünliche Farbe. Kapseln und Pulver sind bio-zertifiziert, Kontrollstelle DE-ÖKO-009.

Wer viel bäckt, ist mit dem Pulver gut bedient. Wer seltener würzt, greift besser zu Kapseln und mahlt bei Bedarf frisch.

Kardamomkapseln ganz und Kardamom gemahlen im Vergleich
Ganze Kapseln oder Pulver: Kardamom ganz und gemahlen.

Unser BIO-Kardamom, als ganze Kapseln oder frisch vermahlen als Pulver:

Alle Sorten und Größen: Kardamom

Kardamomkapseln öffnen und verwenden

Um Kardamomkapseln zu öffnen, legen Sie die Kapsel auf ein Brett und drücken kurz mit der flachen Seite eines Messers darauf, bis sie aufspringt. Im Mörser geht es genauso schnell. Dann zupfen Sie die Hülle ab und zerstoßen die kleinen Samen.

Frische Samen sind dunkelbraun bis schwarz, leicht klebrig und duften sofort kräftig. Sind sie grau und trocken und riechen kaum, ist die Kapsel alt. Für Getränke und Reis reicht es, die Kapsel nur anzudrücken, bis sie einen Spalt öffnet.

Kann man Kardamomkapseln essen?

Ja, die Schale von Kardamom ist essbar, sie schmeckt aber holzig und eher mild. Darum lässt man ganze Kapseln meist nur mitziehen und schiebt sie beim Essen beiseite. Beißt man doch auf eine, ist das ein kurzer, sehr intensiver Moment.

In Indien und im Orient kaut man nach dem Essen gern eine einzelne Kapsel, als duftenden Abschluss der Mahlzeit. Roh und pur ist Kardamom sehr kräftig, eher zum Kauen als zum Schlucken. Im gemahlenen Kardamom aus ganzen Kapseln steckt die Schale mit drin, sie macht das Pulver etwas milder.

Kardamom im Kaffee: Mokka und arabischer Kaffee

Kardamom im Kaffee hat im arabischen Raum eine lange Tradition. Er nimmt dem Kaffee die harte Bitterkeit und legt eine kühle, blumige Note darüber. Für eine Tasse geben Sie eine angedrückte Kapsel oder eine Messerspitze Pulver zum Kaffeepulver, in den Filter, die Kanne oder das Mokkakännchen.

Für arabischen Kaffee kocht man hell gerösteten Kaffee mit reichlich Kardamom auf, oft schmeckt der Kardamom dort stärker als der Kaffee. Unser Rezept für Mokka mit Kardamom zeigt den Weg im Kännchen. Lieber gleich eine fertige Mischung? Unser Hala Kaffeegewürz enthält laut Zutatenliste Kardamom, Zimt, Nelken, Piment, Muskatnuss und Pfeffer.

Kardamom im Chai und Tee

Im indischen Masala Chai hat Kardamom die erste Stimme, Zimt, Ingwer und Nelken kommen dazu. Für einen Liter kochen Sie vier bis sechs angedrückte Kapseln mit Wasser, schwarzem Tee und den übrigen Gewürzen auf. Dann gießen Sie Milch dazu, lassen alles kurz ziehen und süßen nach Geschmack.

Einfacher geht es mit unserem Chai Tee, in dem Kardamom laut Zutatenliste schon enthalten ist, oder mit selbst gekochtem Chai-Sirup. Auch in heißer Milch mit Honig macht sich eine angedrückte Kapsel gut.

Kardamom zum Backen: Zimtschnecken, Lebkuchen, Stollen

Zum Backen nehmen Sie am besten frisch gemahlene Samen oder Pulver, denn ganze Kapseln geben im Teig zu wenig ab. In Skandinavien gehört Kardamom in fast jeden Hefeteig, etwa in schwedische Zimtschnecken und Kardamomknoten. Bei uns kennt man ihn aus der Weihnachtsbäckerei, aus Spekulatius, Stollen und Lebkuchen.

Auch Kuchen, Desserts und Speiseeis nehmen Kardamom gern auf. Laut Zutatenliste steckt er schon in unserem Lebkuchengewürz und Spekulatiusgewürz. Wer diese Mischungen verwendet, braucht meist keinen Kardamom extra.

Kardamom in Curry, Reis und herzhaften Gerichten

In der indischen und orientalischen Küche würzt Kardamom auch Herzhaftes. Ganze Kapseln kommen mit Zimtstange und Lorbeer ins heiße Fett, bevor Zwiebeln oder Reis folgen. So duften Biryani, Pilaw, Korma und viele Currys.

Drei bis vier Kapseln, mit dem Reis aufgekocht, machen aus einfachem Basmati einen Duftreis. Kardamom passt auch zu Kalb- und Schweinefleisch, zu Wild und Huhn sowie in Saucen und Suppen, etwa eine Fischsuppe. Laut Zutatenliste steckt er in unserem Ras el Hanout und im Tandoori Masala.

Wie viel Kardamom?

Kardamom ist kräftig, ein wenig zu viel schmeckt schnell nach Seife oder Eukalyptusbonbon. Fangen Sie mit wenig an und würzen Sie nach. Eine grüne Kapsel wiegt je nach Größe nur etwa 0,1 bis 0,2g. Für einen Teelöffel gemahlene Samen brauchen Sie ungefähr 12 bis 20 Kapseln. Die Mengen in der Tabelle sind bewährte Richtwerte.

WofürKapselngemahlen
Kaffee (1 Tasse)1 Kapsel, angedrückt1 Messerspitze
Chai (1 Liter)4 bis 6 Kapseln, angedrückt½ TL
Duftreis (250g Reis)3 bis 4 Kapseln, ganz–
Curry (4 Portionen)4 bis 6 Kapseln, ganz½ TL
Milchreis (1 Liter Milch)3 bis 4 Kapseln, angedrückt¼ bis ½ TL
Hefeteig (500g Mehl)Samen aus 12 bis 20 Kapseln1 bis 1½ TL
Plätzchen (250g Mehl)Samen aus 6 bis 8 Kapseln½ TL

Wozu passt Kardamom?

Kardamom passt zu Kaffee, Milch, Sahne, Reis, Hefeteig, Äpfeln, Orangen und Lamm und zu Gewürzen wie Zimt, Ingwer, Nelken, Vanille und Orangenschale. Man nimmt ihn überall dort, wo ein Gericht zugleich warm und frisch schmecken soll. Gut passt, was seine kühle Süße trägt, und alles, was sie mit Fett, Säure oder Bitterkeit ausgleicht.

  • Zimt: bringt warme, holzige Süße zur kühlen Frische. Zusammen sind die beiden die Grundlage von Chai, Zimtschnecken und vielen Wintergewürzen.
  • Ingwer: seine Schärfe ist frisch wie der Kardamom, beide stammen aus derselben Pflanzenfamilie. Stark im Chai, im Curry und im Lebkuchen.
  • Orangenschale: greift die zitronige Seite des Kardamoms auf. Schön im Rührkuchen, im Glühwein und zu Schokolade.
  • Bourbon-Vanille: legt eine runde Süße unter die Frische, gut im Milchreis, in Cremes und Eis.
  • Safran: in Indien und Persien ein klassisches Paar für Süßspeisen, etwa im indischen Speiseeis Kulfi.
  • Nelken: sparsam dosiert vertiefen sie die Wärme, typisch für Glühwein und Lebkuchen.

Bei den Lebensmitteln ist Kaffee der überraschendste Partner. Die kühle Note des Kardamoms nimmt der Bitterkeit die Härte, deshalb schmeckt Kardamomkaffee weicher. Milch, Sahne, Butter und Joghurt tragen das Aroma besonders rund, denn Fett bindet seinen Duft. Darum wirkt er in Milchreis, Lassi und Hefeteig so deutlich.

Süße Früchte und etwas Säure halten ihn lebendig: Äpfel, Birnen, Pflaumen, Orangen und Mango vertragen eine Prise Kardamom gut. Dunkle Schokolade setzt ihm eine herbe Tiefe entgegen. Herzhaft passen Reis, Linsen, Möhren und Kürbis, dazu Lamm und Huhn, die mit ihrem Fett gegen die Würze halten. Ein Zweig Rosmarin zum Lamm verträgt sich gut damit, weil beide eine harzig-kühle Note teilen.

Kardamom Ersatz: was geht, was nicht

Einen gleichwertigen Ersatz für Kardamom gibt es nicht, denn seine Mischung aus Frische und Wärme hat kein anderes Gewürz. Je nach Gericht kommen diese Lösungen ihm am nächsten:

  • Im Gebäck: Lebkuchen- oder Spekulatiusgewürz in gleicher Menge. Beide enthalten Kardamom, bringen aber Zimt und Nelke mit.
  • Im Kaffee: Hala Kaffeegewürz, eine Messerspitze pro Tasse.
  • Im Curry und Reis: halb so viel Zimt wie Kardamom, dazu etwas Ingwerpulver. Die kühle Note fehlt, warm und rund wird das Gericht trotzdem.

Nehmen Sie beim Ersatz lieber etwas weniger als zu viel. Spielt Kardamom die Hauptrolle, wie in Kardamomknoten oder arabischem Kaffee, lohnt sich das Original.

Kardamom auf Türkisch, Englisch und in anderen Sprachen

Kardamom heißt auf Türkisch Kakule, im türkischen Kaffee ist er gern gesehen. Cardamom ist das englische Wort, cardamom pods sind auf Deutsch Kardamomkapseln, ground cardamom ist gemahlener Kardamom.

  • Englisch: Cardamom
  • Türkisch: Kakule
  • Arabisch: Hel oder Hal
  • Hindi: Elaichi
  • Spanisch und Italienisch: Cardamomo
  • Französisch: Cardamome
  • Schwedisch: Kardemumma

Guten Kardamom erkennen und richtig lagern

Ob Kardamom gut ist, sehen und riechen Sie. Darauf können Sie bei jeder Packung achten, auch bei unserer:

  • Kapseln: prall, geschlossen und gleichmäßig grün. Einzelne hellere oder vertrocknete Kapseln sind bei Naturware normal, viele offene oder leere sind es nicht.
  • Samen: dunkel und leicht klebrig, beim Zerdrücken sofort kräftiger Duft.
  • Pulver: grünlich, locker und frisch duftend beim Öffnen. Blass und dumpf riechend bedeutet alt.

Lagern Sie Kardamom dunkel, trocken und luftdicht, nicht direkt über dem Herd. Ganze Kapseln behalten so zwei bis drei Jahre ein gutes Aroma, gemahlener Kardamom lässt nach einem halben bis einem Jahr spürbar nach. Unser Kardamom kommt im wiederverschließbaren Aromaschutzbeutel, der Licht und Luft draußen hält.

Häufige Fragen

Wie schmeckt Kardamom?

Grüner Kardamom schmeckt süßlich-scharf und leicht kühl, mit Noten von Eukalyptus, Zitrus und Blüten. Schwarzer Kardamom ist eine andere Pflanze und schmeckt rauchig und herb.

Wozu passt Kardamom?

Zu Kaffee, Chai, Milchreis, Hefegebäck, Äpfeln, Orangen, Reis, Lamm und Huhn und zu Gewürzen wie Zimt, Ingwer, Nelken, Vanille und Orangenschale.

Wie verwendet man ganze Kardamomkapseln?

Leicht andrücken und im Getränk, Reis oder Curry mitziehen lassen, vor dem Servieren herausnehmen. Für Teig die Kapsel öffnen und die Samen frisch zerstoßen.

Kann man die Schale von Kardamom essen?

Ja, die Schale ist essbar, schmeckt aber holzig und mild. Ganze Kapseln schiebt man darum meist beiseite, in Pulver aus ganzen Kapseln ist sie mit vermahlen.

Wie viel wiegt eine Kardamomkapsel?

Eine grüne Kapsel wiegt je nach Größe etwa 0,1 bis 0,2g. Für einen Teelöffel gemahlene Samen braucht man ungefähr 12 bis 20 Kapseln.

Was kann man statt Kardamom nehmen?

Im Gebäck Lebkuchen- oder Spekulatiusgewürz, im Kaffee Hala Kaffeegewürz, im Curry etwas Zimt mit Ingwer. Ganz ersetzen lässt sich sein frisch-warmer Duft nicht.

Wie heißt Kardamom auf Türkisch?

Kardamom heißt auf Türkisch Kakule. Auf Englisch heißt er cardamom, auf Arabisch Hel oder Hal.

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Dirk Schneider
Dirk Schneider, Gründer von Azafran – Familienunternehmen aus Elmshorn seit 2011.
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