Matcha Tee – der grüne Tee, bei dem Sie das ganze Blatt trinken
Matcha Tee ist fein gemahlener japanischer Grüntee, bei dem Sie das ganze Teeblatt mittrinken, statt es aufzugießen. Er schmeckt frisch, grasig und leicht herb, mit einer feinen Umami-Note. Für eine Schale schlagen Sie 1 bis 2g Matcha mit etwa 80ml Wasser von 70 bis 80 °C schaumig. Am besten passt er zu Milch, Vanille, weißer Schokolade, Kokos und Zitrone.
Ein Teelöffel Pulver, so grün wie frisch gemähtes Gras im Mai. Sie gießen warmes Wasser darauf, der Bambusbesen tanzt ein paar Sekunden durch die Schale, und obenauf liegt ein feiner, hellgrüner Schaum. Der erste Schluck ist herb und frisch, danach bleibt eine sanfte Süße auf der Zunge. Mit ein paar Handgriffen gelingt Ihnen das auch zu Hause.
- Was ist Matcha Tee?
- Ist Matcha grüner Tee? Der Unterschied zu Sencha
- Wie schmeckt Matcha?
- Matcha Sorten: Zeremonie-Qualität oder Kochqualität?
- Matcha Tee zubereiten: Bambusbesen, Temperatur, Menge
- Matcha Latte: so wird er cremig
- Wozu passt Matcha?
- Japanischer Matcha Tee: Wo wird Matcha angebaut?
- Guten Matcha erkennen und richtig lagern
- Häufige Fragen
Was ist Matcha Tee?
Matcha Tee ist japanischer Grüntee, vermahlen zu einem leuchtend grünen, samtigen Pulver. Statt die Blätter aufzugießen und danach wegzuwerfen, rühren Sie das Pulver ins Wasser und trinken das ganze Blatt mit. Das Wort Matcha (gesprochen etwa „Matscha“) bedeutet auf Japanisch schlicht gemahlener Tee.
Matcha besteht aus nichts anderem als Teeblättern. Die Pflanze ist derselbe Teestrauch (Camellia sinensis), aus dem auch Sencha, Oolong und Schwarztee entstehen. Den Unterschied machen Anbau und Verarbeitung. Einige Wochen vor der Ernte werden die Teesträucher mit Netzen oder Matten beschattet. Die Blätter bilden dann mehr Blattgrün, werden zarter und schmecken voller.
Nach der Ernte werden die Blätter kurz gedämpft, getrocknet und von Stielen und Blattadern befreit. Dieses Zwischenprodukt heißt Tencha. Danach wird es zu feinem Pulver gemahlen, für Zeremonie-Matcha traditionell langsam in Steinmühlen.
Ein Gewürz ist Matcha nicht, in der Küche färbt und würzt er aber wie eines. Dafür ist unser BIO-Matcha in Kochqualität gedacht.

Ist Matcha grüner Tee? Der Unterschied zu Sencha
Ja, Matcha ist grüner Tee, nur in einer besonderen Form. Der Unterschied zwischen Matcha und grünem Tee wie Sencha liegt im Anbau und darin, was am Ende in Ihrer Tasse landet:
- Anbau: Matcha wächst vor der Ernte im Schatten, Sencha meist in voller Sonne. Darum schmeckt Sencha heller und frischer, Matcha voller und tiefer.
- Verarbeitung: Sencha-Blätter werden nach dem Dämpfen gerollt, die Blätter für Matcha flach getrocknet und gemahlen.
- In der Tasse: Sencha ist ein Aufguss, die Blätter bleiben im Sieb. Bei Matcha schlagen Sie das Pulver ins Wasser und trinken es mit.
Wer grünen Tee lieber als Aufguss trinkt, findet Sencha, Gyokuro und Kabusecha bei unserem grünen Tee. Gyokuro wird wie Matcha vor der Ernte beschattet und kommt ihm als Aufguss im Aroma am nächsten.
Unser BIO-Matcha in Kochqualität, von 50g bis zur 400g-Packung:
Wie schmeckt Matcha?
Matcha schmeckt frisch, grasig und angenehm herb, mit einer vollen Umami-Note und einer milden Süße im Abgang. Wonach Matcha schmeckt, beschreiben viele mit jungem Gras, frischem Spinat oder einem Hauch Meeresluft. Auf der Zunge wirkt er cremiger als jeder Aufguss, weil das feine Pulver im Wasser schwebt.
Schmeckt Matcha wie grüner Tee? Nur entfernt. Ein Sencha schmeckt leicht und frisch, Matcha dagegen dichter, kräftiger und deutlich grüner.
Die Qualitäten unterscheiden sich deutlich im Geschmack. Zeremonie-Matcha aus den zartesten Blättern der ersten Ernte schmeckt mild, süßlich und kaum bitter. Unser BIO-Matcha in Kochqualität ist kräftiger und herber. Das ist gewollt, denn in Milch, Teig oder Creme soll der Matcha noch deutlich durchschmecken.
Warum schmeckt Matcha manchen bitter? Meist liegt es an der Zubereitung. Zu heißes Wasser, zu viel Pulver oder alter, gelblich gewordener Matcha machen ihn streng. Wer Matcha pur zu herb findet, probiert ihn als Latte. Milch und eine Spur Süße fangen die Bitterkeit auf, die grüne Frische bleibt.
Matcha Sorten: Zeremonie-Qualität oder Kochqualität?
Im Handel finden Sie Matcha meist in zwei großen Gruppen, oft mit englischen Namen. Eine verbindliche Norm für diese Namen gibt es nicht.
- Zeremonie-Qualität (Ceremonial Grade): aus den jüngsten Blättern der ersten Ernte, leuchtend hellgrün und mild. Gedacht für Matcha pur aus der Schale.
- Kochqualität (Culinary oder for Cooking): aus etwas späteren Blättern, kräftiger im Geschmack und etwas dunkler im Grün. Gedacht für Latte, Smoothies, Desserts und Gebäck.
Wir führen bewusst Kochqualität, weil Matcha in Latte, grünen Desserts und Kuchen gegen Milch, Zucker und Teig bestehen muss. Als Alltagstee mit Milch oder pur für alle, die es herber mögen, passt unser Matcha Pulver gut.
Matcha Tee zubereiten: Bambusbesen, Temperatur, Menge
Für eine Schale Matcha brauchen Sie 1 bis 2g Pulver, etwa 80ml Wasser mit 70 bis 80 °C und einen Bambusbesen. Kochendes Wasser macht Matcha bitter. Ohne Thermometer lassen Sie es nach dem Aufkochen einige Minuten abkühlen. So gehen Sie vor:
- Den Bambusbesen (japanisch Chasen) kurz in warmes Wasser stellen. So werden die feinen Borsten weich und brechen nicht.
- 1 bis 2g Matcha durch ein feines Teesieb in eine vorgewärmte Schale streichen, das ist ein halber bis ein gestrichener Teelöffel. Das Sieb löst die Klümpchen schon vorher. Mit dem Bambuslöffel (Chashaku) sind das etwa zwei Löffelchen. Diese leichte, schaumige Form heißt Usucha. Die dicke Koicha mit doppelter Menge und halb so viel Wasser ist der Zeremonie vorbehalten und für Kochqualität nicht gedacht.
- Einen Schluck Wasser zugeben und das Pulver zu einer glatten Paste rühren. Dann mit dem restlichen Wasser auffüllen.
- Den Besen locker aus dem Handgelenk in schnellen Zickzack-Bewegungen durch die Schale ziehen, etwa 15 bis 30 Sekunden, bis feiner Schaum entsteht.
- Gleich trinken, denn das Pulver setzt sich nach einigen Minuten am Boden ab.
Kein Bambusbesen zur Hand? Ein kleiner Milchaufschäumer mit Stab oder ein gut verschlossenes Schraubglas, kräftig geschüttelt, tun es auch. Mehr Ideen von Smoothie bis Eis finden Sie auf unserer Seite Matcha Verwendung.
Matcha Latte: so wird er cremig
Für einen Matcha Latte schlagen Sie 1 bis 2g Matcha mit zwei bis drei Esslöffeln warmem Wasser glatt und gießen 200ml heiße, aufgeschäumte Milch darauf. Hafer- oder Mandeldrink gehen ebenso gut. Wer süßen mag, nimmt etwas Honig oder Kokosblütenzucker.
Im Sommer geht das auch kalt. Matcha mit wenig Wasser aufschlagen und über Eiswürfel und kalte Milch gießen. Mit einem Espresso obendrauf wird daraus Matcha-Kaffee, vielen als Dirty Matcha bekannt. Das ausführliche Rezept steht in unserem Blog unter Matcha Latte Rezept. Was Matcha und Kaffee im Geschmack und beim Koffein trennt, lesen Sie unter Matcha vs. Kaffee.
| Verwendung | Matcha | Flüssigkeit oder Menge |
|---|---|---|
| Matcha pur (eine Schale) | 1 bis 2g (½ bis 1 TL) | ca. 80ml Wasser, 70 bis 80 °C |
| Matcha Latte | 1 bis 2g | 2 bis 3 EL Wasser, dazu 200ml Milch |
| Eis-Matcha | 2g | 50ml Wasser, 150ml kalte Milch, Eis |
| Smoothie | 1 bis 2g | ein Glas (ca. 250ml) |
| Joghurt- oder Quarkcreme | 1 bis 2g | 250g |
| Rührkuchen (Kastenform) | 2 bis 3 TL | mit dem Mehl in den Teig sieben |
Wozu passt Matcha?
Matcha passt zu Milch, Sahne, weißer Schokolade, Kokos, Mandeln, Beeren und Zitrus und zu Gewürzen wie Vanille, Tonkabohne, Kardamom und Ingwer. Man nimmt ihn überall dort, wo ein Getränk oder Dessert grün, frisch und leicht herb schmecken soll. Gut passt alles, was seine Grasnote mit Süße und Fett weich macht oder mit Säure und Frische hebt.
- Vanillepulver: der engste Partner. Vanille legt eine warme Süße unter die grüne Herbe, ohne sie zu überdecken. Im Latte oder in der Creme genügt eine Messerspitze.
- Tonkabohne: frisch gerieben duftet sie nach Vanille, Mandel und Karamell. In Matcha-Eis oder Panna cotta legt sie einen süßen, warmen Rahmen um das Grün.
- Kardamom: kühl, blumig und leicht zitronig. Eine Prise im Matcha Latte macht ihn frischer und erinnert ein wenig an Chai.
- Ingwer: seine Schärfe gibt dem milden Grün Spannung, etwa im kalten Matcha mit Limette oder im Smoothie.
- Zitronenschale: Säure und Frische heben die grasige Note. Klassisch in Matcha-Kuchen, Glasuren und Käsekuchen.
Bei den Lebensmitteln sind Milch, Sahne und weiße Schokolade die natürlichen Partner. Ihr Fett und ihre Süße fangen die Bitterkeit auf, deshalb schmecken Matcha Latte und Matcha-Pralinen so rund. Kokosöl, Kokosmilch und Mandeln leisten das Gleiche mit einer nussigen Note.
Erdbeeren, Himbeeren und Mango setzen fruchtige Säure gegen das Grün. Banane und Haferflocken nehmen Matcha im Smoothie oder Porridge auf, Chia Samen im Matcha Chia Pudding. Auch süßer Reis passt, wie die japanischen Mochi zeigen.
Vorsichtig sollten Sie mit kräftigen Partnern sein. Zimt oder dunkle Schokolade überdecken das feine Grün schnell, eine Prise oder ein kleines Stück reichen dann.
Japanischer Matcha Tee: Wo wird Matcha angebaut?
Japanischer Matcha Tee wird vor allem in Uji bei Kyoto, in Nishio in der Präfektur Aichi und im Süden um Kagoshima angebaut. Gemahlenen Tee gab es zuerst in China. Der Überlieferung nach brachten ihn buddhistische Mönche nach Japan, wo daraus die Teezeremonie wurde.
Unser BIO-Matcha kommt aus Japan und stammt aus kontrolliert biologischem Anbau, Kontrollstelle DE-ÖKO-009. Wie Matcha nach Japan kam und was die Anbaugebiete unterscheidet, lesen Sie auf unserer Seite Matcha Herkunft.
Guten Matcha erkennen und richtig lagern
Ob Matcha gut ist, sehen Sie schon beim Öffnen der Packung. Darauf können Sie bei jedem Matcha achten, auch bei unserem:
- Farbe: ein sattes, lebendiges Grün. Kochqualität darf etwas dunkler und olivgrüner sein als Zeremonie-Matcha. Gelblich, bräunlich oder stumpf grau heißt: alt, schlecht gelagert oder aus groben Blättern.
- Feinheit: Reiben Sie eine Prise zwischen zwei Fingern. Guter Matcha fühlt sich an wie Puder und hinterlässt eine glatte, grüne Spur. Spüren Sie Körnchen, ist er grob gemahlen.
- Duft: frisch und grasig, mit einem süßlichen Unterton. Riecht er nach Heu oder fast gar nicht, hat er sein Aroma verloren.
Licht, Luft, Wärme und Feuchtigkeit nehmen Matcha zuerst die Farbe, dann den Duft. Lagern Sie ihn darum kühl, dunkel und luftdicht, angebrochene Packungen am besten im Kühlschrank. Lassen Sie den Beutel vor dem Öffnen kurz Raumtemperatur annehmen, sonst zieht Feuchtigkeit ins Pulver.
Am schönsten sind Farbe und Duft in den ersten Wochen nach dem Öffnen. Verderben tut Matcha danach nicht, er wird nur matter und herber, zum Backen reicht er dann noch gut. Wir füllen unseren Matcha in wiederverschließbare Aromaschutzbeutel, die Licht und Luft draußen halten.
Häufige Fragen
Was ist Matcha Tee?
Matcha Tee ist fein gemahlener japanischer Grüntee aus beschatteten Teesträuchern. Sie rühren das Pulver ins Wasser und trinken das ganze Blatt mit, statt es aufzugießen.
Wie schmeckt Matcha?
Matcha schmeckt frisch, grasig und leicht herb, mit einer Umami-Note und einer milden Süße im Abgang. Kochqualität ist kräftiger und herber als Zeremonie-Matcha.
Wozu passt Matcha?
Zu Milch, Sahne, weißer Schokolade, Kokos, Mandeln, Beeren und Zitrone und zu Gewürzen wie Vanille, Tonkabohne, Kardamom und Ingwer. Süße und Fett machen seine Herbe weich, Säure hebt die Frische.
Ist Matcha grüner Tee?
Ja, Matcha ist grüner Tee vom selben Teestrauch wie Sencha. Er wächst vor der Ernte im Schatten, wird gemahlen und komplett mitgetrunken, Sencha dagegen nur aufgegossen.
Mit welcher Temperatur bereitet man Matcha zu?
Mit Wasser von etwa 70 bis 80 °C, nie kochend. Für eine Schale reichen 1 bis 2g Matcha und rund 80ml Wasser, schaumig geschlagen mit dem Bambusbesen.
Ist in Matcha Koffein?
Ja, Matcha enthält Koffein, das bei Tee früher auch Teein genannt wurde. Weil Sie das ganze Blatt mittrinken, nehmen Sie mehr davon auf als mit einem Aufguss aus derselben Blattmenge.
Wo wird Matcha angebaut?
Matcha kommt vor allem aus Japan, bekannte Anbaugebiete sind Uji bei Kyoto, Nishio in der Präfektur Aichi und Kagoshima im Süden.
Wie lagert man Matcha richtig?
Kühl, dunkel und luftdicht, angebrochene Packungen am besten im Kühlschrank. Vor dem Öffnen kurz Raumtemperatur annehmen lassen, damit keine Feuchtigkeit ins Pulver zieht.
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