Matcha Tee Zubereitung – so wird Ihre Schale grün und schaumig
Bei der Matcha Tee Zubereitung sieben Sie 1 bis 2g Pulver in eine vorgewärmte Schale und gießen etwa 80ml Wasser mit 70 bis 80 °C dazu. Dann schlagen Sie alles mit dem Bambusbesen 15 bis 30 Sekunden schaumig, kochendes Wasser macht Matcha bitter. Für einen Matcha Latte rühren Sie das Pulver mit wenig Wasser glatt und gießen 200ml heiße Milch auf. Zum Backen sieben Sie Matcha einfach mit dem Mehl in den Teig.
Der erste Matcha zu Hause sieht oft anders aus als im Café: grüne Klümpchen am Boden, ein bitterer Schluck, kaum Schaum. Dabei fehlt meist nur ein Sieb und etwas Geduld beim Wasser. Mit drei kleinen Handgriffen steht eine Schale vor Ihnen, die nach frischem Gras duftet und eine feine, hellgrüne Schaumdecke trägt.
- Was Sie für die Matcha Tee Zubereitung brauchen
- Matcha Tee zubereiten: Schritt für Schritt
- Welche Wassertemperatur für Matcha?
- Wie viel Matcha für eine Tasse?
- Usucha und Koicha: dünner und dicker Matcha
- Matcha Tee Zubereitung ohne Besen
- Matcha Latte zubereiten: heiß und kalt
- Matcha zum Backen: so bleibt der Kuchen grün
- Matcha als Gewürz: Kochen mit Matcha
- Kann man Matcha Pulver selber machen?
- Geschmack und Partner: kurz gesagt
- Häufige Fragen
Was Sie für die Matcha Tee Zubereitung brauchen
Für die Matcha Tee Zubereitung brauchen Sie wenig: Matcha-Pulver, warmes Wasser, eine Schale und etwas zum Aufschlagen. Das klassische Werkzeug kommt aus Japan, vieles davon haben Sie aber schon in der Küche.
Die Schale (Chawan) sollte breit genug sein, dass sich der Besen frei bewegen kann. Eine Müslischale geht auch. Der Bambusbesen (Chasen) schlägt mit seinen vielen feinen Borsten den typischen Schaum. Mit dem Bambuslöffel (Chashaku) messen Sie ab, ein Teelöffel tut es ebenso. Dazu kommt ein kleines, feines Teesieb.
Und natürlich der Tee selbst. Unser BIO-Matcha Pulver ist Kochqualität, kräftig im Grün und herber als Zeremonie-Matcha. Er stammt aus kontrolliert biologischem Anbau, Kontrollstelle DE-ÖKO-009. Pur aus der Schale schmeckt er charaktervoll, in Milch und Teig schmeckt er deutlich durch.

Matcha Tee zubereiten: Schritt für Schritt
Matcha Tee zubereiten geht in fünf Minuten, wenn Sie die Reihenfolge einhalten. Jeder Schritt hat einen Grund:
- Besen einweichen: Stellen Sie den Bambusbesen kurz in warmes Wasser. Die Borsten werden weich, biegen sich beim Schlagen und brechen nicht ab.
- Schale anwärmen: Etwas heißes Wasser hineingießen, kurz schwenken, ausgießen und trocken wischen. In einer kalten Schale kühlt der Tee zu schnell ab.
- Matcha sieben: 1 bis 2g Pulver durch ein feines Teesieb in die Schale streichen. Das ist ein halber bis ein gestrichener Teelöffel. Matcha klumpt leicht, weil das Pulver so fein ist. Was Sie vorher sieben, müssen Sie hinterher nicht zerdrücken.
- Paste anrühren: Einen Schluck Wasser zugeben und das Pulver mit dem Besen zu einer glatten Paste verrühren. So lösen sich auch die letzten Klümpchen.
- Aufgießen und schlagen: Mit dem restlichen Wasser auf etwa 80ml auffüllen. Den Besen locker aus dem Handgelenk schnell im Zickzack von vorn nach hinten ziehen, 15 bis 30 Sekunden lang. Nicht im Kreis rühren, sonst entsteht kaum Schaum.
- Ausklingen: Zum Schluss den Besen langsam an der Oberfläche führen und in der Mitte herausheben. Die großen Blasen verschwinden, ein feiner Schaum bleibt.
- Gleich trinken: Nach einigen Minuten setzt sich das Pulver am Boden ab. Schwenken Sie die Schale zwischendurch kurz.
Den Besen spülen Sie danach nur mit klarem, warmem Wasser aus und lassen ihn mit den Borsten nach unten trocknen.
Für Schale, Latte und Kuchen: unser BIO-Matcha in Kochqualität, auch in der großen Packung:
Welche Wassertemperatur für Matcha?
Die richtige Wassertemperatur für Matcha liegt bei 70 bis 80 °C. Kochendes Wasser holt die Bitterstoffe heraus, und der Tee schmeckt streng. Mit kühlerem Wasser bleibt er milder.
Ohne Thermometer helfen zwei einfache Wege. Lassen Sie das Wasser nach dem Aufkochen einige Minuten im offenen Kocher stehen, bei kleiner Menge geht es schneller. Oder gießen Sie es ein paarmal von einem Becher in einen anderen um. Bei jedem Umgießen verliert es einige Grad, so kühlt man in Japan auch Wasser für feinen Grüntee ab.
Weiches Wasser lässt das Aroma klarer hervortreten. Ist Ihr Leitungswasser sehr kalkhaltig, lohnt sich gefiltertes Wasser oder ein stilles Mineralwasser mit wenig Kalk. Der Unterschied fällt bei Matcha pur stärker auf als im Latte.
Wie viel Matcha für eine Tasse?
Für eine Tasse oder Schale Matcha nehmen Sie 1 bis 2g Pulver, das ist ein halber bis ein gestrichener Teelöffel. Mit 1g wird der Tee leichter und milder, mit 2g kräftiger und dunkler im Grün. Das passt zum Dosierhinweis unseres Matcha: für Getränke und Desserts meist 1 bis 2g.
Beginnen Sie mit einem halben Teelöffel und tasten Sie sich heran. Unsere Kochqualität ist herb, deshalb schmeckt sie vielen mit 1g pur am besten. In Milch oder Teig darf es mehr sein, weil Fett und Zucker die Herbe auffangen. Die Mengen für die üblichen Zubereitungen stehen in der Tabelle.
| Zubereitung | Matcha | Wasser oder Milch | Temperatur |
|---|---|---|---|
| Usucha (eine Schale) | 1 bis 2g (½ bis 1 TL) | ca. 80ml Wasser | 70 bis 80 °C |
| Koicha (nur Zeremonie-Matcha) | 3 bis 4g | ca. 40ml Wasser | 70 bis 80 °C |
| Matcha Latte | 1 bis 2g | 2 bis 3 EL Wasser, dazu 200ml Milch | Wasser 70 bis 80 °C, Milch heiß |
| Eis-Matcha | 2g | 50ml Wasser, 150ml kalte Milch | Wasser warm, dann auf Eis |
| Rührkuchen (Kastenform) | 2 bis 3 TL | mit dem Mehl gesiebt | 160 bis 170 °C |
| Matcha-Salz | 1 TL | 3 TL feines Salz | – |
Usucha und Koicha: dünner und dicker Matcha
Usucha heißt „dünner Tee“ und ist die Form, die Sie täglich trinken: 1 bis 2g Matcha, etwa 80ml Wasser, schaumig geschlagen. Fast alle Anleitungen meinen diese Zubereitung, auch die auf dieser Seite.
Koicha, der „dicke Tee“, wird mit rund 3 bis 4g Matcha und nur etwa 40ml Wasser angesetzt. Man schlägt ihn nicht, sondern verrührt und knetet ihn langsam, bis er glänzt wie flüssiger Honig. Koicha verlangt sehr milden Zeremonie-Matcha aus den zartesten Blättern. Für unsere kräftige Kochqualität ist er nicht gedacht.
Beide Formen haben ihren festen Platz in der japanischen Tee-Zeremonie, wo der dicke Tee oft in einer gemeinsamen Schale die Runde macht.
Matcha Tee Zubereitung ohne Besen
Für die Matcha Tee Zubereitung ohne Besen eignet sich am besten ein kleiner elektrischer Milchaufschäumer mit Stab. Rühren Sie das Pulver erst mit einem Schluck Wasser glatt, gießen Sie auf und schäumen Sie 10 bis 15 Sekunden. Der Schaum wird etwas gröber, schmeckt aber gleich.
Für unterwegs oder für kalten Matcha nehmen Sie ein Schraubglas oder einen Shaker. Pulver und Wasser hinein, Deckel fest zu und eine halbe Minute kräftig schütteln. Ein Schneebesen aus Metall geht zur Not auch, er löst die Klümpchen aber schlechter. Sieben ist dann umso wichtiger.
Matcha Latte zubereiten: heiß und kalt
Für einen Matcha Latte schlagen Sie 1 bis 2g Matcha mit zwei bis drei Esslöffeln warmem Wasser glatt. Dann gießen Sie 200ml heiße, aufgeschäumte Milch darauf. Haferdrink schäumt besonders gut, Mandel- und Sojadrink gehen ebenso.
Für die kalte Variante schlagen Sie 2g Matcha mit 50ml Wasser auf und gießen ihn über Eiswürfel und 150ml kalte Milch. Wer süßen mag, rührt etwas Honig oder Kokosblütenzucker in die Paste, solange sie noch warm ist. Eine Messerspitze Vanillepulver macht den Latte runder.
Varianten mit Espresso, Lavendel oder Himbeeren und das ausführliche Rezept stehen in unserem Blog unter Matcha Latte Rezept.
Matcha zum Backen: so bleibt der Kuchen grün
Matcha zum Backen sieben Sie mit Mehl, Backpulver oder Puderzucker in den Teig, dann verteilt er sich ohne grüne Nester. Für einen Rührkuchen in der Kastenform reichen 2 bis 3 TL. Für Kekse und Mürbeteig nehmen Sie etwa 1 bis 2 TL auf 250g Mehl, für ein kräftiges Grün etwas mehr.
Hitze ist der Feind der Farbe. Bei langer Backzeit und großer Hitze wird Matcha olivgrün bis bräunlich und schmeckt herber. Backen Sie lieber etwas niedriger, etwa bei 160 bis 170 °C, und decken Sie den Kuchen gegen Ende mit Backpapier ab. Am grünsten bleibt Matcha dort, wo er gar nicht in den Ofen muss: in Glasuren, Cremes und Füllungen.
Helle Teige zeigen das Grün am schönsten, etwa Biskuit, Rührteig und Shortbread. Weiße Schokolade, Sahne und etwas abgeriebene Zitronenschale passen gut dazu. Ideen ohne Ofen finden Sie in unseren Matcha-Kirsch-Pralinen und im Matcha Chia Pudding.
Matcha als Gewürz: Kochen mit Matcha
Matcha wird in Japan auch als Gewürz verwendet, am bekanntesten als Matcha-Salz. Dafür mischen Sie 1 TL Matcha mit 3 TL feinem Salz. Es kommt zum Dippen neben Tempura, auf gebratenen Tofu, Ofengemüse oder ein Spiegelei.
Im Salatdressing bringt Matcha eine frische, grüne Herbe. Bewährt hat sich ein Dressing aus zerdrückten Blaubeeren, Olivenöl, Limettensaft, einem Löffel Mandelmus, etwas Senf und Agavendicksaft mit 1 gestrichenen TL Matcha. Es passt zu bitteren Blättern wie Radicchio und Rucola.
Für Matcha-Eis verrühren Sie 2 TL Matcha mit 50ml warmem Wasser, schlagen 2 Eigelb mit 60g Zucker schaumig und rühren den Matcha ein. Dann 200ml Sahne steif schlagen, unterheben und etwa drei Stunden gefrieren lassen, zwischendurch umrühren. Im Sommer erfrischt außerdem ein Matcha-Shake: 1 gestrichener TL Matcha, 250ml Mineralwasser, Saft einer Limette, etwas Agavendicksaft und Eiswürfel, kräftig geschüttelt.
Kann man Matcha Pulver selber machen?
Matcha Pulver selber machen geht zu Hause leider nicht. Echter Matcha entsteht aus Teeblättern, die vor der Ernte beschattet, gedämpft, ohne Rollen getrocknet und von Stielen befreit werden. Erst dieses Zwischenprodukt, Tencha, wird zu Puder gemahlen, traditionell in Steinmühlen. Wie das abläuft, steht auf unserer Seite Matcha Herkunft.
Wer Sencha in der Kaffeemühle mahlt, bekommt ein grünes Teepulver. Es schmeckt herber, löst sich schlechter und schäumt kaum. Sencha zeigt seine Stärken als Aufguss, auch in der Küche, etwa als Teesud über Reis. Sencha, Gyokuro und Kabusecha finden Sie bei unserem grünen Tee, die Unterschiede erklärt unsere Seite japanische Grüntee-Arten.
Geschmack und Partner: kurz gesagt
Gut zubereitet schmeckt Matcha frisch, grasig und angenehm herb, mit einer milden Süße im Abgang. Am besten verträgt er sich mit Milch, Vanille, weißer Schokolade, Kokos und Zitrone. Wie Matcha schmeckt und wozu er passt, lesen Sie ausführlich auf unserer Seite Matcha Tee. Wenn Sie direkt loslegen wollen: Matcha kaufen, in Packungen von 50 bis 400g.
Häufige Fragen
Wie bereitet man Matcha Tee zu?
1 bis 2g Matcha in eine vorgewärmte Schale sieben und mit einem Schluck Wasser glatt rühren. Dann auf etwa 80ml mit 70 bis 80 °C auffüllen und 15 bis 30 Sekunden im Zickzack schaumig schlagen.
Welche Temperatur braucht Matcha?
Etwa 70 bis 80 °C. Kochendes Wasser macht Matcha bitter. Ohne Thermometer lassen Sie das Wasser nach dem Aufkochen einige Minuten abkühlen.
Wie viel Matcha nimmt man für eine Tasse?
1 bis 2g, das ist ein halber bis ein gestrichener Teelöffel. Für einen Matcha Latte reicht dieselbe Menge auf 200ml Milch.
Wie bereitet man Matcha ohne Besen zu?
Mit einem kleinen Milchaufschäumer oder in einem fest verschlossenen Schraubglas, kräftig geschüttelt. Sieben Sie das Pulver vorher, dann bleiben keine Klümpchen.
Was ist der Unterschied zwischen Usucha und Koicha?
Usucha ist dünner, schaumig geschlagener Matcha mit 1 bis 2g auf etwa 80ml Wasser. Koicha ist dicker Tee mit rund 3 bis 4g auf etwa 40ml, langsam verrührt und nur mit zartem Zeremonie-Matcha.
Wie viel Matcha braucht man zum Backen?
Für einen Rührkuchen in der Kastenform 2 bis 3 TL, für Kekse etwa 1 bis 2 TL auf 250g Mehl. Sieben Sie ihn mit dem Mehl in den Teig und backen Sie eher bei 160 bis 170 °C.
Kann man Matcha als Gewürz verwenden?
Ja, zum Beispiel als Matcha-Salz aus 1 TL Matcha und 3 TL feinem Salz für Tempura, Tofu oder Gemüse, oder als grüne Note in Salatdressings.
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