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Chlorella oder Spirulina – zwei grüne Algen mit ganz eigenem Charakter

Chlorella oder Spirulina unterscheiden sich schon im Aufbau: Chlorella ist eine einzellige Grünalge, Spirulina ein fädiges Cyanobakterium, das man Blaualge nennt. In der Küche zeigt sich das an Farbe und Geschmack. Spirulina färbt blaugrün und schmeckt herb nach Meer, Chlorella färbt tief dunkelgrün und schmeckt kräftiger nach Grünem. Beide gibt es bei uns als BIO-Presslinge, Spirulina und Chlorella.

Zwei Beutel stehen nebeneinander, beide voller kleiner, fast schwarzgrüner Presslinge. Auf den ersten Blick sehen sie gleich aus. Zerstoßen Sie aber je zwei davon im Mörser und rühren das Pulver in ein Glas Milch. Dann sehen Sie den Unterschied sofort: links ein kühles Türkisgrün, rechts ein sattes Waldgrün.

Chlorella oder Spirulina: der Unterschied auf einen Blick

Chlorella und Spirulina werden fast immer in einem Atemzug genannt, weil beide als grüne Algen in Presslingen oder Pulver verkauft werden. Biologisch sind sie aber weit voneinander entfernt. Spirulina gehört zu den Cyanobakterien, Chlorella zu den echten Grünalgen.

Für Ihre Küche zählen drei Unterschiede: die Farbe, die beide einem Gericht geben, der Geschmack und die Frage, wie fein das Pulver nach dem Mörsern wird. Die Tabelle fasst die wichtigsten Punkte zusammen, die Abschnitte darunter erklären sie.

SpirulinaChlorella
Was ist es?Cyanobakterium (Blaualge)einzellige Grünalge
Aufbauspiralige Fäden aus vielen Zellenwinzige, kugelrunde Einzelzellen
Zellwandweich, ohne Zellulosefest und mehrschichtig
Farbeblaugrüntief dunkelgrün
Farbe im Gerichthell Mint bis Türkis in Milchsattes Dunkelgrün
Geschmackherb, meerig, leicht erdigkräftig grün, nach Spinat und Gras
Lebensraumwarme, alkalische SeenSüßwasser
Gut fürSmoothie Bowls, Latte, Eis, helle Dipsgrüne Saucen, Pesto, Fruchtsaft
Spirulina im Vergleich
Spirulina von Azafran.

Was ist Spirulina, was ist Chlorella?

Spirulina ist ein Cyanobakterium, im Alltag Blaualge genannt. Unter dem Mikroskop sieht man lange, spiralig gewundene Fäden aus vielen Zellen. Daher kommt auch der Name, er geht auf das lateinische Wort für Windung zurück. Die gebräuchliche Art heißt Arthrospira platensis.

Chlorella ist eine echte Grünalge aus dem Süßwasser. Jede Alge besteht aus einer einzigen, kugelrunden Zelle, nur wenige Tausendstel Millimeter groß. Ihr Name kommt vom griechischen chloros, grün. Beschrieben hat sie zuerst der niederländische Mikrobiologe Martinus Beijerinck im Jahr 1890.

Mehr über Spirulina, ihre Geschichte und die Verwendung in der Küche lesen Sie auf unserer Seite Was ist Spirulina?. Für Chlorella gibt es die Seite Was ist Chlorella?.

Am besten probieren Sie beide nebeneinander, Spirulina und Chlorella als BIO-Presslinge:

Alle Sorten und Größen: Spirulina

Spirulina vs. Chlorella: Zellbau, Farbe und Lebensraum

Der Zellbau erklärt viele Unterschiede. Spirulina bildet weiche Fäden ohne feste Zellwand aus Zellulose. Chlorella dagegen umgibt jede Zelle mit einer festen, mehrschichtigen Wand.

Bei der Farbe hat jede Alge ihre eigene Mischung. Chlorella steckt voller Chlorophyll und ist dadurch tief dunkelgrün. Spirulina hat neben Chlorophyll einen blauen Farbstoff namens Phycocyanin. Er legt den typischen blaugrünen Schimmer über die Alge.

Auch der Lebensraum ist verschieden. Spirulina liebt warme, salz- und sodahaltige Seen mit alkalischem Wasser. Chlorella wächst in gewöhnlichem Süßwasser, in Teichen, Tümpeln und sogar in feuchter Erde. Beide vermehren sich bei Wärme und Licht sehr schnell.

Wie schmecken Spirulina und Chlorella im Vergleich?

Spirulina schmeckt herb, algig und leicht erdig, mit einer Spur Salz und einem Duft nach Meer und Seetang. Chlorella schmeckt kräftiger nach Grünem, viele denken an Spinat oder frisch gemähtes Gras. Je nach Begleitung kann Chlorella auch maritim bis leicht fischig wirken.

Schmecken Spirulina und Chlorella gleich? Nein, auch wenn beide nach Alge schmecken. Spirulina ist pur die mildere der beiden. Chlorella setzt sich in neutralen Getränken deutlicher durch und braucht kräftigere Partner wie Fruchtsaft, Banane oder Kakao.

Für beide gilt: Süße und Säure nehmen dem Algengeschmack die Kante, Fett macht ihn weich. Welche Gewürze und Lebensmittel zu Spirulina passen, steht ausführlich auf der Seite Spirulina Verwendung.

Spirulina oder Chlorella: was ist besser?

Was ist besser, Chlorella oder Spirulina? In der Küche gibt es keinen Sieger, es kommt auf das Gericht an. Die bessere Alge ist die, deren Farbe und Geschmack zu Ihrem Rezept passen. Diese Faustregeln helfen bei der Wahl:

  • Spirulina nehmen Sie, wenn es leuchtend und frisch aussehen soll: Smoothie Bowls, grüner Latte, Eis, Zuckerguss, helle Dips.
  • Chlorella nehmen Sie, wenn ein tiefes, ruhiges Dunkelgrün gefragt ist: grüne Saucen, Pesto, dunkler Nudelteig, Fruchtsaft mit Beeren.
  • Wer den Algengeschmack nur leise mag, beginnt mit Spirulina, weil sie pur etwas sanfter ist.
  • Wer ohnehin kräftig würzt, etwa mit Ingwer, Knoblauch oder Kräutern, merkt den stärkeren Geschmack der Chlorella kaum.

Unsere BIO-Spirulina Presslinge und unsere BIO-Chlorella Presslinge gibt es jeweils mit 250g, 500g und 1kg. Viele Küchen haben beide im Schrank und wechseln je nach Gericht.

Grüne Farbe: welche Alge färbt wie?

Algen sind in der Küche vor allem Farbgeber. Schon ein bis zwei zerstoßene Presslinge färben ein Glas Smoothie oder eine Schale Quark deutlich. Spirulina bringt dabei einen bläulichen Ton mit, in Milch und Joghurt wird daraus ein helles Mint bis Türkis. Chlorella färbt in jeder Grundlage satt dunkelgrün, fast wie gekochter Spinat.

Hitze verändert beide Farben. Der blaue Anteil der Spirulina verblasst beim Kochen, das Grün wird matter und olivfarben. Chlorella bleibt etwas stabiler, wird aber bei langem Kochen ebenfalls dunkler und stumpfer. Rühren Sie Algen deshalb erst am Ende in warme Speisen.

Für bunte Ideen wie Ostereier natürlich färben eignet sich Spirulina besser, weil ihr Blaugrün auf hellen Schalen freundlicher wirkt.

Spirulina und Chlorella zusammen verwenden

Spirulina und Chlorella lassen sich gut mischen. Zusammen ergeben sie ein tiefes Grün mit leichtem Blauschimmer und einen runden, nicht zu einseitigen Algengeschmack. Ein Verhältnis von eins zu eins ist ein guter Anfang.

Am häufigsten landen beide gemeinsam im grünen Smoothie. Ein Beispiel mit Banane, Apfel und Spinat finden Sie im grünen Smoothie mit Gerstengras. Dort passen ein Pressling Spirulina und ein Pressling Chlorella gut hinein. Wie sich Gerstengras im Glas verhält, erklärt die Seite Gerstengras Verwendung.

Presslinge zu Pulver: so gelingt es bei beiden

Unsere Spirulina und unsere Chlorella kommen als Presslinge. Das hat Vorteile: Sie stauben nicht, lassen sich abzählen und halten sich gut. Für die Küche zerstoßen Sie sie in Sekunden zu Pulver.

Geben Sie die Presslinge in einen Mörser und reiben Sie sie mit kreisenden Bewegungen fein. Größere Mengen mahlen Sie in einer Gewürzmühle oder im Mixer. Spirulina zerfällt dabei etwas leichter, Chlorella braucht ein paar Umdrehungen mehr.

Das Pulver rühren Sie zuerst mit zwei Esslöffeln Flüssigkeit glatt und geben es dann zum Rest. So bilden sich keine grünen Klümpchen. Ein Spirulina-Pressling wiegt 500 Milligramm, etwa fünf davon ergeben einen gestrichenen Teelöffel.

Woher kommen Spirulina und Chlorella?

Beide Algen brauchen viel Licht, Wärme und sauberes Wasser. Deshalb wachsen sie heute fast immer in flachen Zuchtbecken in warmen Regionen. Dort werden sie regelmäßig abgeschöpft, gefiltert, getrocknet und zu Pulver oder Presslingen verarbeitet.

Unsere Spirulina und unsere Chlorella stammen aus kontrolliert biologischem Anbau in China, Kontrollstelle DE-ÖKO-009. Beide wachsen auf der Insel Hainan, die Spirulina in Zuchtbecken mit Quellwasser, die Chlorella auf Algenfarmen. Die Chlorella wird schonend sprühgetrocknet und dann gepresst.

Gute Algen-Presslinge erkennen und lagern

Gute Presslinge erkennen Sie bei beiden Algen an denselben Merkmalen. Sie sind gleichmäßig geformt, trocken und fest. Die Farbe ist durchgehend dunkelgrün, ohne graue oder ausgeblichene Stellen. Der Geruch ist typisch algig, nie muffig oder ranzig.

Lagern Sie Spirulina und Chlorella trocken, kühl und lichtgeschützt. Drücken Sie den Beutel nach jeder Entnahme fest zu, damit keine Feuchtigkeit hineinkommt. Zerstoßen Sie nur so viel, wie Sie in den nächsten Tagen brauchen, denn ganze Presslinge halten ihr Aroma länger als loses Pulver.

Beide Algen liefern wir im wiederverschließbaren, licht- und luftundurchlässigen Aromaschutzbeutel. Spirulina kaufen oder Chlorella kaufen können Sie mit 250g, 500g oder 1kg.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Chlorella und Spirulina?

Chlorella ist eine einzellige Grünalge mit fester Zellwand, Spirulina ein fädiges Cyanobakterium, auch Blaualge genannt. Chlorella färbt tief dunkelgrün und schmeckt kräftiger, Spirulina färbt blaugrün und schmeckt herb nach Meer.

Was ist besser, Chlorella oder Spirulina?

In der Küche gibt es keinen Sieger. Spirulina passt zu hellen, leuchtenden Speisen wie Smoothie Bowls und Latte, Chlorella zu dunkelgrünen Saucen, Pesto und Fruchtsaft.

Schmecken Spirulina und Chlorella gleich?

Nein. Spirulina schmeckt herb und meerig und ist pur etwas milder. Chlorella schmeckt kräftiger grün, nach Spinat und Gras, manchmal leicht fischig.

Kann man Spirulina und Chlorella zusammen verwenden?

Ja. Im Smoothie ergeben beide zusammen ein tiefes Grün mit Blauschimmer. Ein Pressling von jeder Alge pro Glas ist ein guter Anfang.

Welche Alge färbt stärker?

Beide färben schon in kleiner Menge deutlich. Chlorella gibt ein dunkleres, satteres Grün, Spirulina ein helleres Blaugrün, das in Milch fast türkis wirkt.

Woher kommen Ihre Spirulina und Chlorella?

Beide stammen aus kontrolliert biologischem Anbau in China und wachsen auf der Insel Hainan. Wir liefern sie als Presslinge mit 250g, 500g oder 1kg.

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Dirk Schneider
Dirk Schneider, Gründer von Azafran – Familienunternehmen aus Elmshorn seit 2011.
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