Zimt / Zimtstangen - Herkunft und Geschichte
Zimt hat seine Herkunft in Südasien: Der echte Ceylon-Zimt stammt aus Sri Lanka, dem früheren Ceylon, und aus dem Süden Indiens. Cassia-Zimt kommt von verwandten Bäumen aus Südchina, Vietnam und Indonesien. Über arabische Händler gelangte Zimt nach Europa, später holten ihn Portugiesen, Niederländer und Briten direkt aus Ceylon. Unser BIO-Ceylon-Zimt kommt bis heute aus Sri Lanka.
Sie brechen eine Zimtstange über dem Milchreis, und sofort steigt dieser warme, süße Duft auf. Für diesen Duft segelten Seefahrer um Afrika herum, und Händler erfanden Geschichten von Riesenvögeln, um ihre Quelle geheim zu halten. Die dünne, gerollte Rinde in Ihrer Küche hat eine der längsten Reisen aller Gewürze hinter sich.
- Zimt Herkunft: Woher kommt Zimt ursprünglich?
- Zimt Geschichte
- Zimt in der Antike: Ägypten, Zimtvögel und Legenden
- Wie kam Zimt nach Europa?
- Zimt auf Ceylon: Portugiesen, Niederländer und Briten
- Woher kommt der Name Zimt?
- Canehl oder Ceylon: Woher kommt der Name Ceylon-Zimt?
- Wo wird Zimt heute angebaut?
- Ceylon-Zimt aus Sri Lanka: Woher kommt unser Zimt?
- Ceylon-Zimt erkennen: So sehen Sie den Unterschied
- Wie schmeckt Ceylon-Zimt, und wozu passt er?
- Häufige Fragen
Zimt Herkunft: Woher kommt Zimt ursprünglich?
Zimt kommt ursprünglich aus Sri Lanka und China und ist eines der ältesten Gewürze der Welt. Genauer gesagt liegt der Ursprung des echten Zimts in Sri Lanka und an der Südwestküste Indiens. Dort wuchs der Ceylon-Zimtbaum, Cinnamomum verum, wild in den feuchten Wäldern.
Der Cassia-Zimt hat eine andere Herkunft. Er stammt von nahen Verwandten des Ceylon-Zimtbaums, die in Südchina, Vietnam und Indonesien zu Hause sind. Wer also fragt, woher Zimt kommt, bekommt zwei Antworten: Ceylon-Zimt aus Sri Lanka, Cassia aus China und Südostasien.
Beides ist die getrocknete Rinde eines immergrünen Baumes aus der Familie der Lorbeergewächse. Wie der Baum wächst und wie aus seiner Rinde Stangen werden, lesen Sie ausführlich bei Zimt: Pflanze und Anbau. Unsere Ceylon-Zimtstangen und unser Zimtpulver kommen aus Sri Lanka.
Zimt Geschichte
Die Geschichte des Zimts reicht Tausende Jahre zurück, und sie beginnt in Asien. Der Überlieferung nach kannte man in China schon vor fast 5.000 Jahren das besondere Aroma dieses Gewürzes. Die Chinesen nannten es Gui, schätzten es sehr und handelten früh damit.
Über Land- und Seewege gelangte der chinesische Zimt bis in den Nahen Osten. Eine feinere Variante besaßen die Bewohner des heutigen Sri Lanka, das damals und noch lange danach Ceylon hieß. Diese Zimtsorte ist den meisten Europäern bis heute unter dem Namen Ceylon-Zimt bekannt.
In der Antike wusste man um beide Zimtsorten. Sie gelangten vermutlich über die Phönizier, ein Volk von Seefahrern und Händlern, in den Mittelmeerraum. Woher die Rinde wirklich kam, wussten die Käufer dort nicht.
Wenn Sie die Geschichte gleich riechen möchten: unsere BIO-Ceylon-Zimtstangen und das feine Zimtpulver aus Sri Lanka:
Zimt in der Antike: Ägypten, Zimtvögel und Legenden
Im alten Ägypten gehörten Zimt und Cassia zu den kostbaren Duftstoffen. Man nutzte sie der Überlieferung nach für Räucherwerk, Salböle und beim Einbalsamieren. Auch in der Bibel wird Zimt als Zutat für ein heiliges Salböl genannt.
Die Beliebtheit des Gewürzes lässt sich gut an den zahlreichen Mythen und Legenden aus dieser Epoche festmachen. Der griechische Geschichtsschreiber Herodot erzählte im 5. Jahrhundert v. Chr., wie die Araber Zimt und Cassia gewinnen sollten. Große Vögel trügen die Zimtstangen in ihre Nester an steilen Felsen, und Cassia wachse in einem flachen See, bewacht von fledermausartigen Tieren.
Diese Geschichten hielten sich lange, auch im alten Rom. Der römische Gelehrte Plinius der Ältere hielt sie im 1. Jahrhundert n. Chr. für erfunden. Seiner Ansicht nach sollten sie die wahre Herkunft verschleiern und den Preis in die Höhe treiben. Damit lag er vermutlich ziemlich richtig.
Wie kam Zimt nach Europa?
Zimt kam über arabische Händler nach Europa, auf langen Wegen über den Indischen Ozean, das Rote Meer und das östliche Mittelmeer. Im Mittelalter handelten die Araber verstärkt mit Zimt und sicherten sich so eine wichtige Monopolstellung. Gewürze waren in dieser Zeit teuer und heiß begehrt.
In Europa übernahmen vor allem venezianische Kaufleute die Ware in den Häfen der Levante. Der Weg bis nach Mitteleuropa war lang und gefahrvoll, und an jeder Station verdiente jemand mit. So kam es, dass die Preise explodierten und Zimt auf den Tischen reicher Bürger und an Fürstenhöfen landete.
In der Neuzeit wollte man das duftende Gewürz zu erschwinglicheren Preisen nutzen können. Also suchten die Europäer selbst nach der Herkunft des Zimts und nach einem Seeweg dorthin.
Zimt auf Ceylon: Portugiesen, Niederländer und Briten
Vasco da Gama fand 1498 den Seeweg um Afrika nach Indien. Wenige Jahre später, um 1505, erreichten portugiesische Schiffe die Insel Ceylon und damit das wertvolle Objekt der Begierde. Die Portugiesen übernahmen die Herrschaft über den europäischen Zimtmarkt und diktierten die Preise.
Um die Mitte des 17. Jahrhunderts verdrängten die Niederländer die Portugiesen von der Insel. Ihre Ostindien-Kompanie hielt das Zimtgeschäft streng in der Hand. Während in der Vergangenheit natürliche Zimtvorkommen genutzt wurden, begann man im 18. Jahrhundert mit der Kultivierung der Bäume. So sollte der Bedarf an Ceylon-Zimt auch in Zukunft gedeckt sein.
1796 übernahmen die Briten die Küstengebiete Ceylons und mit ihnen den Zimthandel. Weil Zimt inzwischen auch anderswo angebaut wurde und Cassia aus Asien günstiger auf den Markt kam, sanken die Preise allmählich. Aus dem Luxusgut wurde ein Gewürz für jede Küche. Dennoch ist Ceylon-Zimt bis heute sehr beliebt.
| Zeit | Ort | Was geschah |
|---|---|---|
| Altertum | China | Cassia ist als Gui bekannt und wird gehandelt |
| Altertum | Ägypten | Zimt und Cassia als kostbare Duftstoffe |
| 5. Jh. v. Chr. | Griechenland | Herodot erzählt die Legende von den Zimtvögeln |
| 1. Jh. n. Chr. | Rom | Plinius hält die Legenden für Händlermärchen |
| Mittelalter | Arabien, Venedig | arabische Händler beherrschen den Zimthandel |
| um 1505 | Ceylon | portugiesische Schiffe erreichen die Insel |
| Mitte 17. Jh. | Ceylon | die Niederländer verdrängen die Portugiesen |
| 18. Jh. | Ceylon | erste Zimtplantagen statt wilder Bäume |
| 1796 | Ceylon | die Briten übernehmen die Küste und den Zimthandel |
| 1972 | Sri Lanka | Ceylon heißt nun Sri Lanka |
Woher kommt der Name Zimt?
Der Name Zimt kommt über das Mittelhochdeutsche zimet aus dem lateinischen cinnamum, das auf das griechische kinnamomon zurückgeht. Die Griechen hatten das Wort vermutlich aus einer semitischen Sprache übernommen, wie sie die Phönizier sprachen.
Aus derselben Wurzel stammt das englische cinnamon. Das ältere deutsche Wort Kaneel kam dagegen über das Niederländische und Französische zu uns. Es geht auf lateinisch cannella zurück, das Röhrchen, eine Verkleinerung von canna, dem Rohr. Gemeint ist die Form der gerollten Rinde, die wie ein kleines Röhrchen aussieht. Wie Zimt in anderen Sprachen heißt, finden Sie bei Zimt Verwendung.
Canehl oder Ceylon: Woher kommt der Name Ceylon-Zimt?
Canehl und Ceylon-Zimt sind dasselbe: Canehl, auch Kaneel geschrieben, ist ein alter Name für den echten Zimt aus Sri Lanka. Wer im Rezept der Großmutter Canehl liest, kann also zum Ceylon-Zimt greifen.
Der Name Ceylon kommt von der Insel. Über das portugiesische Ceilão kam er in die europäischen Sprachen, er geht auf alte Namen zurück, die mit dem Volk der Singhalesen verbunden sind. 1972 gab sich der Staat den Namen Sri Lanka. Für den Zimt blieb der alte Name, auch im botanischen Namen Cinnamomum zeylanicum, der „Zimt aus Ceylon“ bedeutet.
Wo wird Zimt heute angebaut?
Ceylon-Zimt wird heute vor allem in Sri Lanka angebaut, besonders im feuchten Süden und Westen der Insel. Kleinere Mengen kommen aus Südindien, von Madagaskar und von den Seychellen.
Cassia-Zimt wächst vor allem in Südchina, Vietnam und Indonesien, wo ein großer Teil von der Insel Sumatra stammt. Weltweit wird mehr Cassia geerntet als Ceylon-Zimt. Wenn auf einer Packung nur „Zimt“ steht, ist darum meist Cassia gemeint.
In Sri Lanka ist das Schälen der Rinde bis heute Handarbeit, die oft in Familien weitergegeben wird. Die Schäler lösen die dünne Innenrinde in langen Streifen und legen viele davon ineinander. So entstehen die mehrlagigen Stangen, an denen man Ceylon-Zimt erkennt.
Ceylon-Zimt aus Sri Lanka: Woher kommt unser Zimt?
Unser Zimt kommt aus Sri Lanka, es ist ausschließlich echter Ceylon-Zimt in BIO-Qualität (Kontrollstelle DE-ÖKO-009). Wir füllen ihn in Deutschland in wiederverschließbare Aromaschutzbeutel, die Licht und Luft draußen halten.
Die Stangen sind etwa 10cm lang und kommen zu 10, 20 oder 40 Stück. Das Pulver gibt es von 50g bis zur 1kg-Packung. Hier können Sie unseren Ceylon-Zimt aus Sri Lanka kaufen.
Ceylon-Zimt erkennen: So sehen Sie den Unterschied
Ceylon-Zimt erkennen Sie an der Stange am leichtesten. Ein Blick auf das Ende genügt:
- Ceylon-Zimt: viele hauchdünne Rindenschichten, ineinander gerollt wie eine Zigarre. Hellbraun, leicht zu brechen, mild und fein-süß im Duft.
- Cassia-Zimt: eine einzige dicke Rindenschicht, zu einer harten, innen hohlen Rolle eingerollt. Dunkler, rotbraun und sehr hart.
- Pulver: Ceylon-Zimt ist hell und fein, Cassia-Pulver dunkler und rötlich.
Beim Pulver hilft am ehesten der Blick auf die Packung. Steht dort Ceylon-Zimt oder Cinnamomum verum, ist echter Zimt drin.

Wie schmeckt Ceylon-Zimt, und wozu passt er?
Ceylon-Zimt schmeckt warm, mild und fein-süß, mit Anklängen an Vanille und Honig. Cassia schmeckt kräftiger und herber. Ceylon-Zimt passt zu Milchreis, Äpfeln, Porridge und Glühwein, aber auch zu Lamm und Reisgerichten, und versteht sich gut mit Kardamom und Vanille.
Mengen, Partner und ein Kurzrezept finden Sie bei Zimt Verwendung. Für die Zimtschnecke, die aus Schweden zu uns kam, gibt es ein Rezept bei den schwedischen Zimtschnecken.
Häufige Fragen
Woher kommt Zimt ursprünglich?
Echter Zimt kommt ursprünglich aus Sri Lanka und dem Süden Indiens. Cassia-Zimt stammt von verwandten Bäumen aus Südchina, Vietnam und Indonesien.
Wie kam Zimt nach Europa?
Zimt kam über arabische Händler und venezianische Kaufleute nach Europa. Ab etwa 1505 holten die Portugiesen ihn direkt aus Ceylon, später die Niederländer und die Briten.
Woher kommt der Name Zimt?
Der Name Zimt geht über das Mittelhochdeutsche zimet auf das lateinische cinnamum und das griechische kinnamomon zurück. Aus derselben Wurzel stammt das englische cinnamon.
Was ist Canehl?
Canehl, auch Kaneel geschrieben, ist ein alter Name für Ceylon-Zimt, den echten Zimt aus Sri Lanka. Das Wort geht auf das lateinische canna zurück, das Rohr.
Wo wird Zimt heute angebaut?
Ceylon-Zimt wird heute vor allem in Sri Lanka angebaut, kleinere Mengen kommen aus Südindien, Madagaskar und von den Seychellen. Cassia wächst vor allem in Südchina, Vietnam und Indonesien.
Wie erkenne ich Ceylon-Zimt?
Ceylon-Zimt erkennen Sie an vielen hauchdünnen Rindenschichten, die wie eine Zigarre ineinander gerollt sind. Cassia ist eine einzige dicke, harte Rolle, dunkler und rotbraun.
Woher kommt der Zimt von Azafran?
Unser Zimt ist BIO-Ceylon-Zimt aus Sri Lanka. Wir führen ihn als Stangen und als Pulver, in Deutschland abgefüllt im Aromaschutzbeutel.
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