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Was ist Chlorella? Die kleine Grünalge, die alles grün färbt

Was ist Chlorella? Eine winzige, einzellige Grünalge aus Süßwasser, die getrocknet als Pulver oder zu Presslingen gepresst in die Küche kommt. Sie färbt Smoothies, Säfte, Dips, Cremes und Teig kräftig tannengrün und schmeckt grasig, herb und leicht nach Meer. Unsere BIO-Chlorella gibt es als Presslinge, die Sie im Mörser oder Mixer in Sekunden zu Pulver zerkleinern.

Ein Glas Bananensmoothie, ein zerstoßener Pressling dazu, einmal kurz mixen, und plötzlich steht da ein Getränk in einem Grün, das man sonst nur aus dem Wald kennt. Genau dafür holen sich viele Chlorella in die Küche: für Farbe, für einen frischen, grünen Ton und für ein bisschen Staunen am Frühstückstisch.

Was ist Chlorella?

Chlorella ist eine einzellige Grünalge, die in Süßwasser lebt. Eine einzelne Zelle ist so klein, dass man sie nur unter dem Mikroskop sieht. Ihr Name kommt vom griechischen Wort für Grün, und das passt: Kaum ein Lebensmittel ist so tiefgrün wie getrocknete Chlorella.

Gezüchtet wird sie in Becken oder geschlossenen Anlagen mit Wasser und Licht. Nach der Ernte wird die Algenmasse gereinigt und schonend sprühgetrocknet. Heraus kommt ein feines, dunkelgrünes Pulver, das man so verwendet oder zu kleinen Tabletten presst.

Chlorella was ist das im Unterschied zu Spirulina? Spirulina ist keine echte Alge, sondern ein fädiges Cyanobakterium. Chlorella dagegen ist eine echte Grünalge. Alle Unterschiede stehen auf der Seite Unterschied Spirulina und Chlorella. Unsere Chlorella Presslinge bestehen aus einer einzigen Zutat, der Alge selbst.

Chlorella vulgaris oder pyrenoidosa?

Auf Packungen stehen meist zwei Namen: Chlorella vulgaris und Chlorella pyrenoidosa. Beides sind einzellige Grünalgen derselben Gattung, die sich im Labor unterscheiden lassen, in Farbe und Geschmack aber kaum.

Für die Küche zählen andere Dinge mehr: eine saubere, tiefgrüne Farbe, ein frischer Geruch und eine trockene, gut verschlossene Verpackung. Ob Chlorella vulgaris oder pyrenoidosa, färben werden beide gleich kräftig.

Chlorella: so verwenden Sie es in der Küche
Chlorella von Azafran.

Für Ihr nächstes grünes Frühstück: unsere BIO-Chlorella Presslinge, auf Wunsch zusammen mit Spirulina.

Alle Sorten und Größen: Chlorella

Chlorella wofür? So nutzen Sie die Alge in der Küche

Chlorella nehmen Sie in der Küche vor allem für Farbe und für einen grünen, frischen Ton. Schon eine kleine Menge färbt helle Speisen kräftig. Die häufigsten Einsätze:

  • Getränke: Smoothies mit Banane, Mango oder Ananas, Fruchtsäfte, Kokosmilch-Drinks, grüne Limonade
  • Frühstück: Porridge, Joghurt, Quark und Chia-Pudding in Pistaziengrün
  • Herzhaft: grüne Dips mit Avocado oder Joghurt, Pesto, Dressings, grüne Saucen und Nudelteig
  • Süß: Energiekugeln, Riegel, Eis, Panna cotta, Glasuren und grüne Pfannkuchen

Für warme Gerichte gilt: Hitze und Säure machen das leuchtende Grün mit der Zeit olivgrün, wie bei gekochtem Spinat. Rühren Sie Chlorella deshalb erst am Ende ein, wenn die Farbe strahlen soll. Wer Chlorella essen möchte, ohne den Algengeschmack zu stark zu spüren, kombiniert sie mit süßem Obst oder Kakao.

Chlorella Pulver oder Presslinge?

Chlorella gibt es als loses Pulver, als Presslinge (Tabletten) und in Kapseln. Für die Küche brauchen Sie am Ende immer Pulver. Presslinge haben aber zwei Vorteile: Sie stauben nicht und bleiben im Beutel länger geschützt, weil weniger Oberfläche an die Luft kommt.

Was ist Chlorella Pulver dann? Nichts anderes als die getrocknete Alge in feiner Form. Aus Presslingen machen Sie es selbst: Zerstoßen Sie zwei bis vier Stück im Mörser, oder geben Sie sie direkt mit in den Standmixer. Für Joghurt und Dips lösen Sie die Presslinge vorher in einem Teelöffel Wasser auf, dann verteilt sich die Farbe ohne Krümel.

Wie schmeckt Chlorella?

Chlorella schmeckt grün, grasig und herb, mit einem deutlichen Anklang von Meer. Der Duft erinnert an frisch gemähtes Gras, grünen Tee und Algen. In neutralen Flüssigkeiten wie Wasser schmeckt man das am stärksten, in süßen und cremigen Speisen tritt es zurück.

Schmeckt Chlorella wie Spirulina? Ähnlich, aber nicht gleich. Chlorella wirkt grasiger und erinnert mehr an grünen Tee, Spirulina eher salzig und meerig. Auch die Farbe unterscheidet sich: Chlorella färbt tannengrün, Spirulina mit einem Stich ins Blaue. Mehr zur Schwester lesen Sie unter Spirulina Verwendung.

Wozu passt Chlorella?

Chlorella passt zu süßem Obst, zu Kokos, Avocado und Joghurt und zu frischen Gewürzen wie Ingwer, Minze und Zitronenschale. Ihre Grundnote ist herb und grün. Gut passt, was diese Herbe mit Süße auffängt, mit Säure frisch macht oder mit Fett weich einbettet.

  • Süße Früchte: Banane, Mango, Ananas und Datteln fangen die herbe Note auf und machen sie mild.
  • Säure und Frische: Zitrone, Limette und Apfel lassen den maritimen Ton frischer wirken. Ein Hauch Zitronenschale oder Nana-Minze verstärkt das.
  • Fett: Kokosmilch, Avocado, Nussmus und Joghurt tragen die Alge weich und rund.
  • Würze: Ingwer gibt Wärme und Schärfe, Kakao und Vanille überdecken das Grasige in Desserts.

Weniger gut passt Chlorella zu kräftig Herzhaftem wie Tomatensauce oder Gulasch. Dort trifft ihr Meeresgeschmack auf Röstaromen und wirkt fremd.

Wie viel Chlorella für Farbe und Geschmack?

Für eine zartgrüne Farbe genügt ein Pressling auf ein Glas Smoothie. Für tiefes Grün nehmen Sie zwei bis vier. Fangen Sie klein an, denn mit der Farbe steigt auch der Algengeschmack. Die Tabelle gibt Richtwerte für die Küche, bezogen auf unsere Presslinge mit je 500mg.

EinsatzMengeErgebnis
Smoothie, 1 Glas1 bis 2 Presslingehellgrün, kaum Algengeschmack
Smoothie, kräftig grün3 bis 4 Presslingetannengrün, deutlich herb
Joghurt oder Quark, 250g2 Presslinge, aufgelöstpistaziengrün
Dip oder Pesto, 1 Schale2 Presslingesattgrün
Nudelteig, 300g Mehl4 Presslingegrün, nach dem Kochen etwas dunkler
Glasur, 100g Puderzucker1 Presslingzartgrün

Chlorella essen: drei einfache Ideen

Diese drei Ideen eignen sich gut zum Einstieg, weil sie den Geschmack sanft einbinden:

  • Grüner Smoothie: 1 Banane, 1 Handvoll Ananas, 1 Handvoll Spinat, Saft einer halben Limette, 200ml Wasser und 2 gemörserte Presslinge mixen.
  • Grüner Joghurt-Dip: 250g Joghurt, 1 Avocado, 1 Knoblauchzehe, Salz, Zitronensaft und 2 aufgelöste Presslinge pürieren. Passt zu Gemüsesticks und Fladenbrot.
  • Chlorella-Kokos-Riegel: Datteln, Kokosraspeln, Nüsse und gemörserte Chlorella zu einer Masse kneten, flach drücken und kühlen. Das ausführliche Rezept steht im Beitrag Chlorella-Kokos-Riegel.

Wer es grüner mag, findet im Beitrag grüner Smoothie mit Gerstengras eine Variante, in der Chlorella ebenfalls gut Platz hat.

Chlorella Tee und warme Getränke

Einen Chlorella Tee im eigentlichen Sinn gibt es nicht, denn die Alge wird nicht aufgegossen und abgeseiht, sondern als Pulver eingerührt. Sie färbt das Wasser grün. Pur schmeckt das eher nach Algenbrühe als nach Tee.

Besser gelingt ein grüner Latte. Rühren Sie einen gemörserten Pressling in einen Schluck warmes Wasser. Dann kommen warme Hafer- oder Kokosmilch, etwas Honig und eine Prise Vanille dazu. Die Milch nimmt dem Geschmack die Spitze. Kochen sollte das Getränk nicht, sonst wird die Farbe stumpf.

Chlorella, Matcha und Chlorophyll: der Unterschied

Matcha vs Chlorella, das ist in der Küche vor allem eine Geschmacksfrage. Matcha ist fein gemahlener grüner Tee, schmeckt nach Tee, leicht bitter und süßlich-grasig. Chlorella ist eine Alge und schmeckt herber und meeriger. Beide färben grün, Matcha etwas heller.

Chlorophyll oder Chlorella? Chlorophyll ist der grüne Farbstoff, mit dem Pflanzen Licht einfangen. Er steckt in Spinat, Gras und eben auch in der Alge. Chlorella ist ein ganzes Lebensmittel, das besonders viel davon enthält und darum so intensiv grün ist.

Chlorella Herkunft: aus Deutschland oder Asien?

Chlorella wird weltweit gezüchtet, vor allem in Asien, aber auch in Europa. Auch Chlorella aus Deutschland gibt es, meist aus geschlossenen Anlagen mit Glasröhren, in denen das Wasser zirkuliert.

Unsere Chlorella stammt aus kontrolliert biologischem Anbau (Kontrollstelle DE-ÖKO-009) in China. Sie wächst in Zuchtbecken mit Quellwasser auf der Insel Hainan und wird dort sprühgetrocknet und gepresst. Unsere Chlorella Presslinge kommen im wiederverschließbaren Aromaschutzbeutel zu Ihnen.

Chlorella Geschichte in Kürze

Beschrieben wurde Chlorella Ende des 19. Jahrhunderts von einem niederländischen Mikrobiologen. Lange war sie ein Forschungsobjekt, weil sie schnell wächst und sich gut im Labor halten lässt. Als Lebensmittel wurde sie ab der Mitte des 20. Jahrhunderts in Japan in größerem Maßstab gezüchtet und kam von dort nach Europa.

Chlorella Ersatz

Als Chlorella Ersatz für die grüne Farbe eignen sich Spirulina, Gerstengras, Matcha und Spinatpulver. Spirulina kommt im Geschmack am nächsten. Gerstengras und Spinatpulver sind milder und schmecken mehr nach Gras und Gemüse als nach Meer. Wie man Gerstengras sonst einsetzt, steht unter Gerstengras Verwendung.

Chlorella selber machen ist dagegen nichts für die Küche. Die Zucht braucht sauberes Wasser, Licht, Nährlösung und Kontrolle. Selbst machen können Sie nur das Pulver aus Presslingen.

Gute Chlorella erkennen und lagern

Gute Presslinge sind gleichmäßig geformt, fest und tief tannengrün. Sie bröseln kaum und riechen frisch nach Algen und Gras. Ein muffiger oder fauliger Geruch spricht gegen die Ware. Lagern Sie Ihre BIO-Chlorella trocken, kühl und dunkel im verschlossenen Beutel. Feuchtigkeit lässt die Presslinge aufquellen und zerfallen.

Häufige Fragen

Was ist Chlorella?

Eine einzellige Grünalge aus Süßwasser. Getrocknet kommt sie als Pulver oder Pressling in die Küche und färbt Speisen kräftig grün.

Wofür nimmt man Chlorella in der Küche?

Für grüne Farbe und einen frischen, grasigen Ton in Smoothies, Säften, Dips, Pesto, Joghurt, Riegeln und Desserts.

Wie schmeckt Chlorella?

Grün, grasig und herb mit einem Hauch Meer. In süßen und cremigen Speisen tritt der Geschmack zurück.

Was ist besser, Chlorella Pulver oder Presslinge?

Für die Küche brauchen Sie Pulver. Presslinge stauben nicht, halten sich gut und sind im Mörser schnell zerstoßen.

Was ist der Unterschied zwischen Chlorella und Chlorophyll?

Chlorophyll ist der grüne Pflanzenfarbstoff. Chlorella ist eine ganze Alge, die besonders viel davon enthält.

Woher kommt Chlorella?

Sie wird weltweit gezüchtet, auch in Deutschland. Unsere BIO-Chlorella stammt aus Zuchtbecken auf der Insel Hainan in China.

Was kann man statt Chlorella nehmen?

Für die grüne Farbe Spirulina, Gerstengras, Matcha oder Spinatpulver. Spirulina kommt im Geschmack am nächsten.

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Dirk Schneider
Dirk Schneider, Gründer von Azafran – Familienunternehmen aus Elmshorn seit 2011.
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