Lorbeer Sorten – woran Sie das richtige Blatt für den Topf erkennen
Lorbeer Sorten gibt es beim echten Lorbeer (Laurus nobilis) nur wenige, und in den Topf gehört allein dieser Gewürzlorbeer. Kirschlorbeer und Portugiesischer Lorbeer heißen nur so und gehören nicht in die Küche. Gute Qualität erkennen Sie an langen, ganzen, olivgrünen Blättern mit würzig-harzigem Duft, wie bei unseren handverlesenen Lorbeerblättern.
Sie knicken ein trockenes Blatt, es bricht mit einem leisen Knacken, und ein Duft nach Harz, Eukalyptus und warmem Wald steigt auf. So riecht echter Lorbeer. Im Garten stehen dagegen oft Sträucher, die nur so heißen. Hier lesen Sie, woran Sie das echte Blatt erkennen und was gute Ware ausmacht.
- Echter Lorbeer: Laurus nobilis, der Gewürzlorbeer
- Lorbeer Sorten: welche gibt es?
- Was kein echter Lorbeer ist: Kirschlorbeer, indischer und kalifornischer Lorbeer
- Woran erkennen Sie echten Lorbeer?
- Lorbeer Qualität: was gute Blätter ausmacht
- Ganze Blätter, Bruch oder gemahlen: welche Form?
- Lorbeer Preis: warum Lorbeerblätter unterschiedlich kosten
- Lorbeerblätter aus der Türkei
- Echter Lorbeerbaum im Kübel: Frost und Bienen
- Echter Lorbeerkranz
- Echter Lorbeer im Topf: ein Blatt genügt
- Häufige Fragen
Echter Lorbeer: Laurus nobilis, der Gewürzlorbeer
Echter Lorbeer, botanisch Laurus nobilis, ist die einzige Lorbeerart, deren Blätter als klassisches Lorbeerblatt in die Küche gehören. Man nennt ihn auch Gewürzlorbeer, Küchenlorbeer oder edlen Lorbeer. Er gehört zur Familie der Lorbeergewächse, zu der auch Zimt und Avocado zählen.
Der echte Lorbeerbaum ist immergrün und wird in seiner Heimat am Mittelmeer bis zu zehn Meter hoch. Im Kübel bleibt er meist ein kleiner Baum oder ein buschiger Lorbeerstrauch. Seine Blätter sind ledrig, länglich zugespitzt, oben dunkelgrün glänzend und unten heller. Getrocknet werden sie matt olivgrün.
Wie der Baum blüht, Früchte trägt und wo er wächst, lesen Sie auf der Seite Echter Lorbeer: Lorbeerblätter als Gewürz.

Lorbeer Sorten: welche gibt es?
Vom echten Lorbeer gibt es nur wenige Sorten, und fast alle sind Gartenformen. In der Küche zählt die Art, nicht die Sorte. Die bekanntesten sind:
- Laurus nobilis, die Grundform: die Lorbeerblätter, die Sie kaufen. Fast die ganze Handelsware stammt von ihr.
- Laurus nobilis „Angustifolia“, der Weidenblättrige Lorbeer: sehr schmale, lange Blätter, gilt als etwas frosthärter. Die Blätter sind ebenfalls essbar.
- Laurus nobilis „Aurea“: eine Zierform mit gelblichem Laub, vor allem für Kübel und Hecke.
- Kanaren-Lorbeer (Laurus novocanariensis, früher Laurus azorica): ein naher Verwandter von den Kanaren mit größeren, weicheren Blättern, als Gewürz kaum gehandelt.
Im Handel unterscheiden sich Lorbeerblätter deshalb nicht nach Sorte, sondern nach Qualität: nach Blattlänge, Farbe, Bruchanteil und Sortierung. Dazu mehr weiter unten.
Echter Lorbeer, ganz und handverlesen, von 25g bis 200g:
Was kein echter Lorbeer ist: Kirschlorbeer, indischer und kalifornischer Lorbeer
Viele Pflanzen heißen Lorbeer, ohne es zu sein. Die wichtigste Verwechslung steht in fast jedem Garten: Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus) und Portugiesischer Lorbeer (Prunus lusitanica). Beide sind Rosengewächse, also mit Kirschen verwandt, und gehören nicht in die Küche. Ihre Blätter sind größer, dicker und glänzen stärker, zerrieben riechen sie nach Bittermandel.
Indischer Lorbeer, Tejpat, ist das Blatt eines Zimtbaums mit drei deutlichen Längsnerven und einem Duft nach Zimt und Nelke. Kalifornischer Lorbeer ist eine eigene Baumart mit sehr scharfem, kampferartigem Aroma. Indonesischer Lorbeer, Salam, schmeckt mild und leicht säuerlich. Alle drei werden in ihrer Heimatküche verwendet, ersetzen das europäische Lorbeerblatt aber nicht.
Wie Sie mit indischem Lorbeer im Rezept umgehen und was beim Kochen zählt, steht auf der Seite Lorbeer Verwendung.
Woran erkennen Sie echten Lorbeer?
Echten Lorbeer erkennen Sie an drei Merkmalen: Blatt, Duft und Rand. Das Blatt ist etwa fingerlang, lanzettlich und ledrig, mit einer deutlichen hellen Mittelrippe. Der Rand ist glatt und oft leicht gewellt, nie gezähnt.
Der Duft ist das sicherste Zeichen. Knicken Sie ein Blatt: Echter Lorbeer riecht würzig, harzig und leicht nach Eukalyptus. Riecht ein Blatt nach Marzipan oder Bittermandel, ist es Kirschlorbeer.
Auch die Blüte hilft. Echter Lorbeer trägt im Frühjahr kleine grünlich-gelbe Blütenbüschel direkt in den Blattachseln. Kirschlorbeer bildet lange, weiße Blütenkerzen, die an Traubenkirschen erinnern. Getrocknete Lorbeerblätter aus dem Gewürzregal stammen in aller Regel vom echten Lorbeer.
Lorbeer Qualität: was gute Blätter ausmacht
Die Qualität von Lorbeerblättern sehen Sie mit bloßem Auge, und zwar besser als bei fast jedem anderen Gewürz. Achten Sie im Handel auf diese Punkte:
- Länge und Ganzheit: lange, ungebrochene Blätter zeigen sorgfältige Ernte und Sortierung. Viel Bruch und Krümel deuten auf Maschinenware oder grobe Lagerung.
- Farbe: ein klares Oliv- bis Graugrün. Braune Blätter wurden in der Sonne oder zu heiß getrocknet, gelbe sind alt.
- Fleckenfreiheit: wenige dunkle Punkte oder Fraßstellen. Einzelne Flecken sind natürlich, viele sind ein Zeichen für schlechte Auswahl.
- Stiele und Zweige: in guter Ware kaum vorhanden, denn sie wiegen viel und duften wenig.
- Duft beim Knicken: sofort würzig und harzig. Staubiger oder kaum wahrnehmbarer Geruch heißt, das Aroma ist verflogen.
Unsere Lorbeerblätter ganz sind handverlesen, lang und mit klarer Blattzeichnung. Handverlesen heißt, dass Blätter mit Bruch, Flecken oder falscher Farbe von Hand aussortiert werden.
Ganze Blätter, Bruch oder gemahlen: welche Form?
Für den Kochtopf sind ganze Blätter die beste Form. Sie geben ihr Aroma langsam ab, bleiben formstabil und lassen sich vor dem Servieren leicht herausfischen. Das ist wichtig, denn die harten Blätter isst man nicht mit.
Lorbeerbruch, also zerbrochene Blätter, ist günstiger und schmeckt genauso, landet aber leicht als Krümel auf dem Teller. Er eignet sich für Brühen und Fonds, die ohnehin durch ein Sieb gehen. Gemahlener Lorbeer verliert seinen Duft schnell und ist nur in Würzmischungen und Marinaden sinnvoll. Mahlen Sie ihn bei Bedarf lieber selbst aus ganzen Blättern.
Lorbeer Preis: warum Lorbeerblätter unterschiedlich kosten
Der Lorbeerblatt Preis hängt vor allem an der Handarbeit. Lange, ganze Blätter von Hand auszulesen kostet Zeit. Lorbeerbruch oder gemahlene Ware ist günstiger, weil die Sortierung wegfällt und auch kleine oder beschädigte Blätter mitverarbeitet werden.
Dazu kommen Trocknung und Verpackung. Schonend im Schatten getrocknete Blätter bleiben grün und duftend, brauchen aber länger. Ein licht- und luftdichter Beutel schützt das Aroma besser als eine offene Tüte. Für die Küche zählt am Ende, wie viel Duft im Blatt steckt, denn davon hängt ab, ob ein Blatt reicht oder ob Sie zwei brauchen.
Bei uns kostet die 50g-Packung 5,99 EUR (inkl. MwSt.) (119,80 EUR pro kg (inkl. MwSt.)). Steht bei Ihnen oft Eintopf, Rotkohl oder Sauerbraten auf dem Herd, gibt es die Blätter auch in Packungen bis 200g. Alle Größen finden Sie unter Lorbeerblätter kaufen.
Lorbeerblätter aus der Türkei
Die meisten Lorbeerblätter im Handel kommen aus der Türkei. Dort wächst echter Lorbeer an den Küsten und in den Bergwäldern wild und in Plantagen, und Ernte und Trocknung haben eine lange Tradition. Auch Griechenland und der Balkan liefern Blätter, aber in kleineren Mengen.
Auch unsere Lorbeerblätter aus der Türkei stammen von dort, ganz und handverlesen. Mehr zur Geschichte des Lorbeers, von Apollon bis zum Bachelor, lesen Sie auf der Seite Lorbeer Herkunft und Geschichte.
Echter Lorbeerbaum im Kübel: Frost und Bienen
Echter Lorbeer verträgt nur leichten Frost. Kurze Kälte bis etwa minus fünf Grad steckt ein eingewachsener Baum meist weg, bei längerem oder stärkerem Frost leiden Blätter und Triebe. In den meisten Regionen Deutschlands steht er deshalb im Kübel und überwintert hell und kühl. Nur in sehr milden Lagen wächst er dauerhaft im Freien.
Echter Lorbeer ist zweihäusig: Es gibt männliche und weibliche Pflanzen. Die kleinen Frühjahrsblüten werden von Bienen und anderen Insekten besucht, die meisten Kübelpflanzen blühen aber nur spärlich. Wer selbst Blätter ernten möchte, schneidet ältere, ausgereifte Blätter und trocknet sie einzeln im Schatten.
Echter Lorbeerkranz
Ein echter Lorbeerkranz wird aus Zweigen von Laurus nobilis gebunden, so wie in der Antike für Sieger und Dichter. Frische Zweige lassen sich gut biegen und um einen Ring aus Draht oder Weide wickeln. Beim Trocknen behalten die Blätter ihre Form und duften noch lange.
Kränze aus Kirschlorbeer sehen ähnlich aus, haben aber größere, stärker glänzende Blätter. Was der Lorbeerkranz bedeutet und wie er zum Siegeszeichen wurde, erzählen wir auf der Seite zur Lorbeer Herkunft.
Echter Lorbeer im Topf: ein Blatt genügt
In der Küche gibt echter Lorbeer Suppen, Eintöpfen, Rotkohl, Fonds und Schmorgerichten eine warme, kräuterige Tiefe. Er schmeckt herb, leicht bitter und harzig und wirkt eher im Hintergrund. Meist reichen ein bis zwei Blätter für einen ganzen Topf, die Sie vor dem Servieren herausnehmen.
Welche Gerichte ihn besonders brauchen, wie viel Sie nehmen und was als Ersatz geht, lesen Sie ausführlich bei Lorbeer Verwendung.
Häufige Fragen
Was ist echter Lorbeer?
Echter Lorbeer ist der Gewürzlorbeer Laurus nobilis, ein immergrüner Baum aus dem Mittelmeerraum. Nur seine Blätter gehören als Lorbeerblatt in die Küche.
Woran erkenne ich echten Lorbeer?
An ledrigen, fingerlangen Blättern mit glattem Rand und an einem würzig-harzigen Duft beim Knicken. Riecht ein Blatt nach Bittermandel, ist es Kirschlorbeer.
Welche Lorbeer Sorten gibt es?
Vom echten Lorbeer gibt es vor allem Gartenformen wie den Weidenblättrigen Lorbeer „Angustifolia“ und die gelbe „Aurea“. Gewürzblätter stammen fast immer von der Grundform.
Ist Kirschlorbeer echter Lorbeer?
Nein. Kirschlorbeer ist ein Rosengewächs und mit Kirschen verwandt. Seine Blätter gehören nicht in die Küche.
Warum sind Lorbeerblätter unterschiedlich teuer?
Ganze, handverlesene Blätter kosten mehr Arbeit als Bruch oder gemahlene Ware. Dazu kommen schonende Trocknung und ein licht- und luftdichter Beutel.
Ist echter Lorbeer winterhart?
Nur bedingt. Er verträgt kurzen leichten Frost, in den meisten Regionen Deutschlands überwintert er aber im Kübel hell und kühl.
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