Tahiti Vanille - Unterschiede zur Bourbon Vanille
Tahiti Vanille ist die Schote der Vanilleart Vanilla tahitensis, die vor allem in Französisch-Polynesien wächst. Sie ist meist dicker und fleischiger als Bourbon-Vanille und duftet blumig-würzig, fast nach Parfüm, mit weniger klassischer Vanillenote. Für ein Rezept mit einer Bourbon-Schote reicht eine halbe Tahiti-Schote. Unsere Tahiti-Vanilleschoten sind Originalware aus Französisch-Polynesien.
Schneiden Sie eine Tahiti-Schote der Länge nach auf, und der Duft ist sofort da. Er erinnert an Blüten, an reife Kirschen und ein wenig an Anis. Das Mark glänzt feucht und klebt am Messer. Wer bisher nur Bourbon-Vanille kannte, merkt schon an der Nase: Das ist eine andere Vanille.
- Was ist Tahiti Vanille?
- Wie schmeckt Tahiti-Vanille?
- Tahiti vs. Bourbon Vanille
- Tahiti- oder Bourbon-Vanille: Wofür nehmen Sie welche?
- Wozu passt Tahiti-Vanille?
- Tahiti Vanille verwenden: Schote auskratzen und Mark herauslösen
- Wie viel Tahiti-Vanille braucht man?
- Tipps im Umgang mit Tahiti Vanille
- Woher kommt Tahiti-Vanille?
- Warum ist Tahiti-Vanille die teuerste Vanille der Welt?
- So erkennen Sie eine hohe Vanillequalität
- Die richtige Lagerung
- Häufige Fragen
Was ist Tahiti Vanille?
Tahiti Vanille (Vanilla tahitensis) ist eine eigene Vanilleart. Ihren Namen hat sie von der Südseeinsel Tahiti in Französisch-Polynesien. Wie jede Vanille ist sie die Frucht einer Orchidee, die als Kletterpflanze an Bäumen und Stangen emporwächst.
Die Schoten sind meist dicker und praller als andere Vanilleschoten. Sie bleiben länger an der Pflanze und werden reifer geerntet. Danach werden sie über Monate getrocknet. Durch den höheren Aufwand und die kleine Erntemenge gilt sie als die teuerste Vanilleart der Welt.
Botanisch ist Tahiti Vanille eine Kreuzung. Nach heutigem Wissen stammt sie von der Echten Vanille (Vanilla planifolia, früher auch Vanilla fragrans genannt) und der Art Vanilla odorata ab. Entstanden ist sie vermutlich in Mittelamerika, in der Gegend des heutigen Guatemala.
Auf Englisch heißt sie Tahitian vanilla oder Tahiti vanilla.
Wie schmeckt Tahiti-Vanille?
Tahiti-Vanille schmeckt blumig, würzig und leicht fruchtig, mit Anklängen an Kirsche, Pflaume und Anis. Die typische süße Vanillenote, die man von Pudding und Vanillezucker kennt, ist bei ihr leiser.
Ihr abweichendes Aroma verdankt sie anderen Duftstoffen als die Bourbon-Vanille. Sie enthält weniger Vanillin, dafür mehr anisartige Aromen. Häufig wird auch Heliotropin (Piperonal) genannt, das an Mandel und Blüten erinnert. Deshalb hat sie nicht den typischen Vanille-Geschmack.
Schmeckt Tahiti-Vanille wie Bourbon-Vanille? Nein. Bourbon-Vanille schmeckt warm, rund und deutlich nach Vanille. Tahiti-Vanille wirkt heller und filigraner, eher wie ein Duft als wie ein Grundgeschmack. In der Spitzengastronomie ist sie gerade deshalb sehr gefragt, denn mit ihr entstehen Desserts, die man so nicht kennt.
Unsere Tahiti-Vanilleschoten aus Französisch-Polynesien, etwa 15 bis 16cm lang, im Aromaschutzbeutel:
Tahiti vs. Bourbon Vanille
Tahiti- und Bourbon-Vanille unterscheiden sich in Pflanze, Schote, Duft und Menge. Die Tahiti-Schoten reifen länger an der Orchidee und sind darum dicker und saftiger. Bourbon-Vanille (Vanilla planifolia) wird früher geerntet. Beide Sorten werden nach der Ernte über Wochen bis Monate fermentiert und getrocknet.
Bourbon-Vanille hat mehr Vanillin und schmeckt deshalb stärker nach Vanille. Tahiti-Vanille duftet blumig und exotisch. Den Unterschied sehen Sie in der Übersicht unten. Unsere Bourbon-Vanilleschoten kommen aus Madagaskar, unsere Tahiti Vanille aus Französisch-Polynesien.
| Tahiti-Vanille | Bourbon-Vanille | |
|---|---|---|
| Pflanze | Vanilla tahitensis, Kreuzung aus Vanilla planifolia und Vanilla odorata | Vanilla planifolia (Echte Vanille) |
| Größe der Schoten | dicker und praller, reift länger an der Orchidee | dünner, wird früher geerntet und dann fermentiert und getrocknet |
| Geschmack | würzig, blumig, leicht fruchtig | mehr nach Vanille (mehr Vanillin) |
| Duft | blumig, exotisch | vanillig, warm |
| Herkunft unserer Ware | Französisch-Polynesien | Madagaskar |
| Menge | ½ Schote bei Rezepten mit einer Bourbon-Schote | 1 Schote je nach Rezept |

Tahiti- oder Bourbon-Vanille: Wofür nehmen Sie welche?
Tahiti-Vanille nehmen Sie, wenn die Vanille selbst die Hauptrolle spielt und nicht lange erhitzt wird. Ihr blumiger Duft ist empfindlich. In langem Kochen und heißem Backofen verliert er viel von seinem Charakter.
Bourbon-Vanille ist die bessere Wahl für Vanillekipferl, Kuchen, Vanillesauce und alles, was lange kocht oder backt. Sie bringt die vertraute, kräftige Vanillenote, die auch Schokolade und Karamell trägt.
- Tahiti-Vanille: Panna cotta, Schlagsahne, Crème brûlée, Obstsalat, Sorbet, selbst gemachtes Eis, Fruchtsaucen, Cocktails und feine Fischsaucen
- Bourbon-Vanille: Pudding, Vanillesauce, Rührkuchen, Plätzchen, Milchreis, Schokoladendesserts
- Beide passen: Vanilleeis, Vanillecreme und Desserts mit Sahne, je nachdem, ob es klassisch oder blumig schmecken soll
Wozu passt Tahiti-Vanille?
Tahiti-Vanille passt zu allem, was fruchtig, cremig oder leicht säuerlich ist: Mango, Ananas, Passionsfrucht, Pfirsich, Aprikose, Erdbeere, Kokos, Sahne, Joghurt und weiße Schokolade. Die Frucht bringt Säure und Frische, die Vanille legt einen blumigen Schleier darüber. Fett aus Sahne oder Butter trägt ihren Duft besonders gut.
Auch herzhaft macht sie sich gut. Eine Beurre blanc oder eine Buttersauce mit einem Hauch Vanillemark passt zu Jakobsmuscheln, Garnelen, Hummer und hellem Fisch. Die Süße der Meeresfrüchte und die blumige Note ergänzen sich.
Unter den Gewürzen sind Kardamom und Rosa Pfeffer gute Begleiter. Kardamom verstärkt die blumige Frische, Rosa Pfeffer bringt eine fruchtige, mild-harzige Note dazu. Zimt und Tonkabohne machen das Aroma wärmer, dosieren Sie beide sparsam, damit der Blütenduft nicht untergeht.
Tahiti Vanille verwenden: Schote auskratzen und Mark herauslösen
Tahiti Vanille verwenden Sie wie jede Vanilleschote: aufschneiden, Mark auskratzen, Mark und Schote mitziehen lassen. Weil ihr Mark weich und feucht ist, löst es sich leicht.
- Legen Sie die Schote flach auf ein Brett und schneiden Sie sie mit einem spitzen Messer der Länge nach auf.
- Klappen Sie die Hälften auseinander und streichen Sie das Mark mit dem Messerrücken heraus.
- Rühren Sie das Mark in Sahne, Milch, Butter oder Zucker. Fett und Zucker nehmen den Duft am besten auf.
- Legen Sie die ausgekratzte Schote mit in die warme Milch oder Sahne und lassen Sie sie abseits der Hitze etwa 15 bis 30 Minuten ziehen.
- Nehmen Sie die Schote heraus, spülen Sie sie kurz ab und lassen Sie sie trocknen. Sie hat noch viel Aroma.
Für kalte Speisen wie Obstsalat, Quark oder Schlagsahne genügt das Mark allein. Fertige Tahiti-Vanilleschoten gibt es bei uns zu 2 oder 5 Stück im Aromaschutzbeutel.
Wie viel Tahiti-Vanille braucht man?
Rechnen Sie mit einer halben Tahiti-Schote dort, wo ein Rezept eine ganze Bourbon-Schote verlangt. Tahiti-Schoten sind voller und ihr Duft ist intensiver, eine ganze Schote kann ein zartes Dessert schnell parfümiert wirken lassen.
- 500ml Sahne oder Milch für Panna cotta, Creme oder Eis: ½ Schote
- 1l Milch für Pudding oder Milchreis: ½ bis 1 Schote
- Obstsalat für 4 Personen: Mark von ¼ bis ½ Schote
- Buttersauce für Fisch (ca. 150g Butter): Mark von ¼ Schote
Probieren Sie beim ersten Mal lieber mit weniger. Nachwürzen geht, zurücknehmen nicht.
Tipps im Umgang mit Tahiti Vanille
In Kochbüchern gehen die Autoren bei den meisten Vanillerezepten von „normalen“ Bourbon-Vanilleschoten aus. Nehmen Sie bei solchen Rezeptangaben immer nur eine halbe Tahiti-Vanilleschote.
Werfen Sie die Schoten nach dem Auskratzen nicht weg. Die Schote ist ganz genießbar und steckt selbst voller Aroma. Stecken Sie die getrocknete Schote in ein Glas mit Zucker, und nach zwei bis drei Wochen haben Sie eigenen Vanillezucker mit blumiger Note.
Sie können die gut getrockneten Schoten auch fein mahlen und als Vanillepulver verwenden. Wer das nicht selbst machen möchte, findet bei uns fertigen Vanillezucker und Vanillepulver. Mehr zum Unterschied zwischen Schote und Pulver lesen Sie bei Vanillestangen und Vanillepulver.
Woher kommt Tahiti-Vanille?
Tahiti-Vanille kommt heute vor allem aus Französisch-Polynesien. Angebaut wird sie dort auf mehreren Inseln, besonders auf den Gesellschaftsinseln rund um Tahiti. Auch in Papua-Neuguinea wird Vanille dieser Art angebaut.
Auf die Inseln kam die Pflanze der Überlieferung nach im 19. Jahrhundert mit französischen Seefahrern. Weil ihre natürlichen Bestäuber dort fehlen, wird jede Blüte bis heute von Hand bestäubt. Mehr über die Anbauländer der Vanille lesen Sie bei Vanille Anbaugebiete, über die Pflanze selbst bei Vanille-Orchidee.
Bei uns können Sie Tahiti Vanille kaufen, als Originalware aus Französisch-Polynesien. Wer den blumigen Charakter mag, findet bei uns außerdem Südsee-Vanille aus Papua-Neuguinea, deren Duft in Richtung Tahiti-Vanille geht.
Warum ist Tahiti-Vanille die teuerste Vanille der Welt?
Tahiti-Vanille gilt als teuerste Vanille der Welt, weil sehr wenig davon wächst und jede Schote viel Handarbeit braucht. Die Inseln sind klein, die Erntemenge ist im Vergleich zu Madagaskar winzig.
Dazu kommt die Zeit. Jede Blüte wird von Hand bestäubt, die Schoten reifen viele Monate an der Pflanze und werden danach über Monate getrocknet und sortiert. Eine teure Vanilleschote ist darum kein Zeichen von Luxus allein. Sie spiegelt die Arbeit, die in ihr steckt.
So erkennen Sie eine hohe Vanillequalität
Frische Vanilleschoten erkennen Sie daran, dass sie biegsam sind, ölig glänzen und nicht trocken wirken. Bevorzugen Sie immer dicke und lange Stangen, denn darin steckt mehr Vanillemark.
Aus unserer Sicht als Händler lohnt ein Blick auf drei Dinge. Die Länge: Gute Tahiti-Schoten messen 15cm und mehr, unsere liegen bei etwa 15 bis 16cm. Die Feuchte: Eine gute Schote lässt sich um den Finger biegen, ohne zu brechen. Der Glanz: Die Haut ist dunkelbraun bis rotbraun und schimmert leicht ölig.
Und dann die Nase. Schon beim Öffnen des Beutels sollte der blumige Duft aufsteigen. Ist eine Schote hart, matt und riecht kaum, ist sie zu alt oder zu trocken gelagert. Dass die Schoten nicht alle gleich aussehen, gehört dazu, jede wächst an ihrer eigenen Pflanze.
Die richtige Lagerung
Tahiti-Vanilleschoten bewahren Sie genauso wie andere Vanilleschoten auf: bei etwa 15 Grad, lichtgeschützt, trocken und luftdicht. Gut geeignet sind ein Marmeladenglas mit Schraubdeckel oder eine dicht schließende Frischhaltedose.
Lüften Sie das Gefäß bei längerer Lagerung ab und zu kurz. Der Kühlschrank ist kein guter Ort, denn dort bildet sich leicht Feuchtigkeit am Glas. Unsere Schoten kommen im wiederverschließbaren Aromaschutzbeutel, der Licht und Luft draußen hält. Wie lange Vanille haltbar ist, steht ausführlich bei Vanille richtig lagern.
Häufige Fragen
Was ist Tahiti Vanille?
Tahiti Vanille ist die Schote der Vanilleart Vanilla tahitensis, einer Orchidee, die vor allem in Französisch-Polynesien angebaut wird. Sie ist dicker als Bourbon-Vanille und duftet blumig-würzig.
Wie schmeckt Tahiti-Vanille?
Tahiti-Vanille schmeckt blumig, würzig und leicht fruchtig, mit Anklängen an Kirsche und Anis. Die klassische Vanillenote ist leiser als bei Bourbon-Vanille.
Was ist der Unterschied zwischen Tahiti- und Bourbon-Vanille?
Tahiti-Vanille stammt von Vanilla tahitensis, ist dicker und duftet blumig. Bourbon-Vanille stammt von Vanilla planifolia, enthält mehr Vanillin und schmeckt deutlich nach klassischer Vanille.
Wozu passt Tahiti-Vanille?
Tahiti-Vanille passt zu Mango, Ananas, Passionsfrucht, Kokos, Sahne und weißer Schokolade, herzhaft zu Jakobsmuscheln, Garnelen und hellem Fisch. Als Gewürze ergänzen Kardamom und Rosa Pfeffer sie gut.
Wie viel Tahiti-Vanille ersetzt eine Bourbon-Schote?
Eine halbe Tahiti-Schote ersetzt eine ganze Bourbon-Schote. Tahiti-Schoten sind voller und duften intensiver.
Warum ist Tahiti-Vanille so teuer?
Tahiti-Vanille ist so teuer, weil nur sehr wenig davon wächst und jede Blüte von Hand bestäubt wird. Die Schoten reifen lange an der Pflanze und werden über Monate getrocknet.
Wie lagert man Tahiti-Vanilleschoten?
Lagern Sie Tahiti-Vanilleschoten bei etwa 15 Grad, dunkel, trocken und luftdicht, zum Beispiel in einem Schraubglas. Lüften Sie das Gefäß bei längerer Lagerung ab und zu kurz.
Kann man die ausgekratzte Vanilleschote noch verwenden?
Ja, die ausgekratzte Schote hat noch viel Aroma. Sie können sie in Milch mitziehen lassen, in Zucker stecken oder getrocknet zu Vanillepulver mahlen.
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