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Vanillestangen vs. Pulver kaufen - Was eignet sich wann?

Vanillepulver ist das, was entsteht, wenn ganze, getrocknete Vanilleschoten fein gemahlen werden. Gutes Pulver besteht nur aus Schote, es ist ungesüßt und duftet warm, süßlich und leicht holzig. Eine Vanilleschote entspricht grob einem halben Teelöffel Pulver. Nehmen Sie Vanillepulver für Teig, Kaffee und Müsli, die ganze Schote für Pudding, Eis und alles, was in Milch oder Sahne zieht.

Schneiden Sie eine frische Vanillestange der Länge nach auf, und der Duft füllt sofort die Küche. Das Mark klebt schwarz und feucht an der Messerspitze. Daneben steht das Pulver: dunkelbraun, fein wie Kakao, ein Löffel genügt, und kein Auskratzen mehr. Beides ist echte Vanille. Welche Form in Ihr Rezept gehört, klären wir hier.

Vanillestangen vs. Pulver: die Formen der Vanille

Vanillestangen, auch Schoten genannt, sind die getrockneten Kapselfrüchte der Vanilleorchidee. Sie gelten als das zweitteuerste Gewürz der Welt und werden vor allem für Desserts eingesetzt.

Neben den Vanillestangen gibt es im Handel weitere Formen der Vanille. Vielen Menschen sind Vanillezucker oder Vanillepulver ein Begriff. Hinzu kommen Begriffe wie Kaviar, Extrakt oder Samen. Auf dieser Seite erklären wir die Begriffe und zeigen, wann Sie welche Form verwenden.

Bourbon-Vanilleschoten und Bourbon-Vanillepulver im Vergleich
Links Bourbon-Vanilleschoten, rechts Bourbon-Vanillepulver, fein gemahlen.

Vanillestangen

Jeder, der mit Vanille arbeitet, kennt die schwarzen Schoten. Viele Rezepte meinen vor allem das innere Mark der Stangen, das auch Vanillekaviar heißt. Dafür werden die Stangen der Länge nach aufgeschnitten und das Mark herausgekratzt.

Viele werfen die leere Schote danach weg. Dabei steckt in ihr noch reichlich Aroma. Gemahlen ergibt sie ein braunschwarzes Vanillepulver, zusammen mit Zucker in einem Glas wird nach zwei bis drei Wochen natürlicher Vanillezucker daraus.

Zum Auskratzen schlitzen Sie die Schote flach auf dem Brett längs auf und schaben das Mark mit dem Messerrücken heraus. Die leere Schote zieht in der warmen Milch mit. Essen können Sie sie auch, sie ist nur zäh. Wie Sie dicke Schoten öffnen und das Mark ganz herausholen, zeigen wir bei der Tahiti-Vanille.

Unsere Bourbon-Vanilleschoten kaufen Sie in Packungen zu 5, 10 und 25 Stück, ausgewählt aus Stangen über 14cm Länge.

Zum Ausprobieren beider Formen: unser Bourbon-Vanillepulver aus ganzen Schoten und fünf Bourbon-Vanilleschoten aus Madagaskar, je im Aromaschutzbeutel:

Alle Sorten und Größen: Vanillepulver

Was ist Vanillepulver?

Vanillepulver ist gemahlene, getrocknete Vanilleschote, also Schale und Mark zusammen. Gutes Vanillepulver besteht ausschließlich aus rein gemahlenen Schoten. Diese werden vorher getrocknet und dann entweder in einer Mühle frisch gemahlen oder als Pulver abgepackt verkauft.

Das Pulver dürfen Sie nicht mit Vanillezucker verwechseln, denn ihm wird kein Zucker beigemischt. Wer reines Vanillepulver sucht, bekommt also ungesüßte Vanille, die nur nach Vanille schmeckt. Sie können daraus Eis herstellen, es beim Backen anstelle von Vanillezucker verwenden oder es über Erdbeeren und andere Desserts streuen.

Wir führen zwei Sorten. Unser Bourbon-Vanillepulver stammt aus Madagaskar und hat den höheren natürlichen Vanillingehalt. Das Natur-Vanillepulver wird aus Schoten verschiedener Vanillearten und Herkunftsländer gemahlen, schmeckt milder und ist etwas preiswerter. Beide finden Sie unter Vanillepulver kaufen.

Wie schmeckt Vanillepulver?

Vanillepulver schmeckt warm, süßlich und rund, mit feinen blumigen und leicht holzigen Tönen. Süß ist es selbst nicht. Die Süße, die Sie mit Vanille verbinden, kommt aus dem Zucker im Rezept. Vanille lässt sie nur voller wirken.

Schmeckt Vanillepulver wie Vanillin oder Vanillinzucker? Nein. Vanillin ist ein einzelner Aromastoff und schmeckt flach und keksartig süß. In der gemahlenen Schote stecken neben dem natürlichen Vanillin viele weitere Aromastoffe. Darum schmeckt echtes Pulver tiefer, ein wenig nach Holz, Karamell und Blüte.

Wer nur Backmischungen kennt, ist beim ersten Mal manchmal überrascht. Echte Vanille duftet leiser, bleibt aber länger auf der Zunge.

Vanillezucker

Echter Vanillezucker wird aus Zucker und Vanillestangen oder Vanillepulver hergestellt. Sie können ihn wie oben beschrieben leicht selbst machen. Mit Pulver mischen Sie einen Teil Vanillepulver mit neun Teilen Zucker. Im Mixer fein gemahlen wird daraus Vanille-Puderzucker.

Wichtig ist der Unterschied zum synthetischen Vanillinzucker. Diese in Backmischungen sehr häufige Art schmeckt deutlich anders als das Naturprodukt. Manche halten den Geschmack der synthetischen Version sogar für den der echten Vanille, was beim ersten Backen mit echter Vanille zu Enttäuschungen führen kann.

Wenn Ihnen das Mischen zu viel Arbeit ist, nehmen Sie unseren Bourbon-Vanillezucker. Er besteht aus Zucker und echter Bourbon-Vanille aus Madagaskar.

Vanillekaviar und Vanillesamen

Wie beim echten Kaviar handelt es sich um die teuerste Variante des zweitteuersten Gewürzes der Welt. Der Vanillekaviar enthält nur das frische Mark, auf das es viele beim Kochen abgesehen haben.

In getrockneter Form werden daraus Vanillesamen. Sie eignen sich eher für die Optik, denn sie tragen weniger Aroma als das Pulver, in dem die Schalenwand mitgemahlen ist. Ein großer Teil des Vanillearomas sitzt in der Schale.

Vanillepulver oder Vanilleschote: Was sollten Sie wann verwenden?

Ob Vanillepulver oder Vanilleschote besser ist, hängt davon ab, was Sie machen wollen. Das volle, frische Aroma bekommen Sie immer mit den Stangen. Achten Sie dabei auf Dicke und Länge, denn große Stangen sind meist saftiger und ergiebiger als kleine.

Das Pulver sollten Sie verwenden, wenn Sie sich Arbeit sparen möchten, denn das Auskratzen entfällt. In Aromabeuteln aufbewahrt bleibt es ebenfalls lange frisch.

  • Schote: Pudding, Crème brûlée, Vanillesauce, Milchreis, Eis und Kompott, also alles, was in warmer Milch, Sahne oder Sirup zieht.
  • Pulver: Rührteig, Kekse, Waffeln, Pfannkuchen, Quarkspeisen, Kaffee, Kakao, Müsli und Joghurt, also alles, was schnell gehen soll oder nicht gekocht wird.
  • Beides geht: Kuchen, Cremes und Sahne. Hier entscheiden Ihr Vorrat und Ihre Zeit.

Wie viel Vanillepulver entspricht einer Vanilleschote?

Eine Vanilleschote entspricht etwa einem halben gestrichenen Teelöffel Vanillepulver. Gemeint ist die ganze Schote mit Mark, so wie sie in der Milch mitzieht. Wer nur das ausgekratzte Mark ersetzt, nimmt etwas weniger Pulver.

Echter Vanillezucker ist deutlich schwächer, weil er zum größten Teil aus Zucker besteht. Für eine Schote brauchen Sie grob zwei Päckchen. Vanillinzucker lässt sich nicht genau umrechnen, weil er anders schmeckt. Nehmen Sie für ein Päckchen etwa einen Viertel Teelöffel Vanillepulver und zwei Teelöffel Zucker.

Im Rezept stehtVanillepulverEchter Vanillezucker
1 Vanilleschoteetwa ½ gestrichener Teelöffeletwa 2 Päckchen
½ Vanilleschoteetwa ¼ Teelöffeletwa 1 Päckchen
1 Päckchen Vanillezuckeretwa ¼ Teelöffel plus 2 Teelöffel Zucker1 Päckchen
1 Päckchen Vanillinzuckeretwa ¼ Teelöffel plus 2 Teelöffel Zucker1 Päckchen

Vanillepulver: Verwendung und Dosierung

Vanillepulver verwenden Sie wie das Mark einer Schote. Da es aus getrockneten Schoten gemahlen wird, ist es intensiver als frische Schoten, und der Vanillingehalt schwankt je nach Ernte etwas. Würzen Sie darum im Bereich einer Messerspitze und tasten Sie sich heran.

Für eine Tasse Kaffee oder Kakao reicht eine Messerspitze, die Sie einfach mit aufbrühen. Für 500ml Pudding oder Vanillesauce nehmen Sie etwa einen halben Teelöffel. Für einen Rührkuchen mit 250g Mehl reicht ein halber bis ganzer Teelöffel, unter das Mehl gemischt.

Das Pulver löst sich nicht auf, die feinen Pünktchen bleiben sichtbar. Auch herzhaft macht es sich gut: Eine Prise in der Buttersauce zu Lachs, Hummer oder hellem Geflügel betont deren milde Süße. Klassisch gekocht finden Sie Vanille in unserer Vanillesauce mit Eigelb.

Vanillepulver selber machen

Vanillepulver machen Sie selbst, indem Sie gut getrocknete Vanilleschoten in einem Mixer, einer Kaffeemühle oder einer Vanillemühle fein mahlen. Am besten eignen sich die Schoten, die Sie schon ausgekratzt haben.

  • Ausgekratzte Schoten sammeln und einige Tage offen an einem warmen, trockenen Ort liegen lassen, bis sie beim Biegen brechen.
  • In Stücke schneiden und in kurzen Stößen mahlen, damit das Mahlwerk nicht heiß läuft.
  • Durch ein feines Sieb streichen und die groben Reste noch einmal mahlen.
  • In ein kleines, dicht schließendes Glas oder einen Aromabeutel füllen.

Selbst gemahlenes Pulver wird selten so fein wie gekauftes. In Teig und Kaffee ist das egal, in glatten Cremes spüren Sie die Körnchen. Dafür greifen viele zum fertigen gemahlenen Bourbon-Vanillepulver.

Wozu passt Vanille?

Vanille passt zu allem, was süß, sahnig oder fruchtig ist, und überall dort, wo eine milde Grundlage eine warme Note braucht. Ihr warmer, runder Duft trägt das Fett von Sahne, Butter und Eigelb, und sie nimmt Früchten die spitze Säure.

Bei den Gewürzen ergänzt sie sich mit allem, was Wärme hat. Zimt bringt Holz und Süße dazu und macht Apfelkuchen, Milchreis und Glühwein runder. Kardamom legt eine frische, leicht zitronige Kühle über die Vanille, schön in Hefeteig und Milchkaffee. Kakao gibt Bitterkeit, die Vanille wieder weicher macht. Orangenschale bringt Frische in Kekse und Kompott. Eine Prise Rosa Pfeffer über Erdbeeren mit Vanille sorgt für einen fruchtig-scharfen Kontrast.

Bei den Lebensmitteln sind Milch, Sahne, Quark, Eier und Butter die klassischen Träger. Erdbeeren, Rhabarber, Äpfel und Zwetschgen werden mit Vanille milder. Kaffee und Schokolade bekommen eine weichere Tiefe, herzhaft passt sie zu Fisch, Hummer und hellem Fleisch.

Vanillepulver Ersatz: Was geht, was nicht

Als Ersatz für Vanillepulver eignet sich am besten eine Vanilleschote: Für einen halben Teelöffel Pulver nehmen Sie eine ganze Schote. Echter Vanillezucker geht auch, dann reduzieren Sie den übrigen Zucker im Rezept etwas.

Eine frisch geriebene Tonkabohne schmeckt nach Vanille, Bittermandel und einem warmen Rumton und ist deutlich kräftiger. Zimt nehmen viele ebenfalls als Ersatz, er schmeckt aber ganz anders: gut im Kuchen, nichts fürs Vanilleeis.

Lagerung und Haltbarkeit: Wie lange hält Vanillepulver?

Vanillepulver hält sein Aroma lange, wenn es dunkel, kühl, trocken und luftdicht lagert. Wir liefern es darum im wiederverschließbaren, licht- und luftdichten Aromabeutel. Gemahlen hat die Vanille mehr Oberfläche als die ganze Schote und verliert ihren Duft etwas schneller. Riecht das Pulver kaum noch, ist es zu alt.

Vanilleschoten lagern Sie am besten bei etwa 15 Grad im Dunkeln, luftdicht im Glas. Feine, glitzernde weiße Kristalle auf der Schote sind ausgetretenes Vanillin und ein gutes Zeichen, ein flauschiger, weißer oder grünlicher Belag dagegen Schimmel. Alles zu Haltbarkeit und Einfrieren lesen Sie bei Vanilleschoten richtig lagern.

Vanillepulver und Vanilleschoten kaufen: gute Qualität erkennen

Gute Vanilleschoten haben eine gleichmäßig dunkle, leicht ölige Oberfläche ohne Bruchstellen. Sie lassen sich biegen, ohne zu splittern, und duften schon beim Öffnen. Für unsere Bourbon-Vanille wählen wir darum Stangen über 14cm.

Gutes Vanillepulver ist dunkelbraun bis fast schwarz, fein und duftet deutlich nach Vanille. Unser Pulver wird aus ganzen Schoten gemahlen, in der Regel in Deutschland. Sie bekommen es in 25g, 50g und 100g. Zum Ausprobieren reicht die kleinste Packung Bourbon-Vanillepulver für 14,99 EUR (inkl. MwSt.).

Häufige Fragen

Was ist Vanillepulver?

Vanillepulver ist gemahlene, getrocknete Vanilleschote, Schale und Mark zusammen. Gutes Pulver besteht nur aus Schote und ist ungesüßt.

Ist in Vanillepulver Zucker?

Reinem Vanillepulver wird kein Zucker beigemischt. Es ist darum nicht süß. Gesüßt ist erst Vanillezucker, eine Mischung aus Zucker und Vanille.

Wie schmeckt Vanillepulver?

Warm, süßlich und rund, mit blumigen und leicht holzigen Tönen. Es schmeckt tiefer als Vanillinzucker, weil neben dem Vanillin viele weitere Aromastoffe der Schote enthalten sind.

Wie viel Vanillepulver entspricht einer Vanilleschote?

Eine ganze Vanilleschote entspricht etwa einem halben gestrichenen Teelöffel Vanillepulver oder grob zwei Päckchen echtem Vanillezucker.

Was ist besser, Vanillepulver oder Vanilleschote?

Für Pudding, Eis und alles, was in Milch oder Sahne zieht, ist die Schote besser. Für Teig, Kaffee und Müsli ist Pulver praktischer, weil das Auskratzen entfällt.

Wozu passt Vanille?

Zu Milch, Sahne, Eiern, Butter, Beeren, Äpfeln, Kaffee und Schokolade, herzhaft zu Fisch und hellem Fleisch. Bei den Gewürzen passen Zimt, Kardamom, Kakao und Orangenschale.

Was kann man statt Vanillepulver nehmen?

Am besten eine Vanilleschote oder echten Vanillezucker. Eine geriebene Tonkabohne schmeckt ähnlich, ist aber kräftiger. Zimt geht in Kuchen, schmeckt aber ganz anders.

Wie lange ist Vanillepulver haltbar?

Dunkel, kühl, trocken und luftdicht gelagert hält Vanillepulver sein Aroma lange. Es verliert den Duft etwas schneller als ganze Schoten. Riecht es kaum noch, ist es zu alt.

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Dirk Schneider
Dirk Schneider, Gründer von Azafran – Familienunternehmen aus Elmshorn seit 2011.
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