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Curry Verwendung: vom Linsentopf bis zur Currywurst

Curry findet Verwendung in indischen Currys, Reis, Linsen, Gemüsesuppen, hellen Saucen, Hähnchen, Fisch und in der Sauce zur Currywurst. Rösten Sie Currypulver zuerst kurz in Fett an und geben Sie erst dann die Flüssigkeit dazu. Für vier Portionen reichen 1 bis 2 TL einer milden oder ½ bis 1 TL einer scharfen Mischung.

Ein Löffel gelbes Pulver in heißer Butter, ein paar Sekunden Rühren, und plötzlich riecht die ganze Wohnung nach Kokos, Ingwer und warmem Reis. Curry ist für viele das erste Gewürz, das nach Ferne schmeckt. Damit es nicht staubig, sondern rund und tief schmeckt, kommt es auf drei Dinge an: den richtigen Moment, die richtige Menge und die richtigen Partner.

Curry Verwendung: wofür nimmt man Currypulver?

Currypulver nimmt man für Gerichte, die warm, würzig und goldgelb werden sollen, von indischen Currys über Suppen bis zu Dips. Es ist eine fertige Mischung und trägt ein Gericht auch allein. Die wichtigsten Einsätze:

  • Indisch: Gemüse- und Hähnchencurry mit Kokosmilch, Linsen-Dal, Aloo Gobi aus Kartoffeln und Blumenkohl, gelber Reis
  • Suppen und Eintöpfe: Kürbis-, Kartoffel- und Möhrensuppe, Linseneintopf, Kokossuppe
  • Helle Saucen und Fleisch: Hühnerfrikassee, helles Ragout, Kalb und Lamm, Hackfleischpfanne, Riz Casimir mit Kalbfleisch, Ananas und Banane
  • Kalte Küche: Joghurt-, Quark- und Frischkäsedips, Dressings, Eiersalat, Curryketchup

Unser BIO-Currypulver mild (Kontrollstelle DE-ÖKO-009) ist für den Alltag gedacht, vom Reis bis zur Currywurst. Die scharfe Sorte passt in kräftige Eintöpfe, Linsengerichte und überall dorthin, wo Sie es feurig mögen. Woraus beide bestehen, lesen Sie auf unserer Seite Currypulver Zutaten.

Wie schmeckt Curry?

Curry schmeckt warm, erdig und leicht herb, mit einer fruchtigen, zitronigen Spitze und je nach Sorte milder bis kräftiger Schärfe. Der Koriander bringt die Frische, Kurkuma die erdige Tiefe und Bockshornklee den typischen, leicht karamelligen Currygeruch. Kreuzkümmel macht es herzhaft, Ingwer und Chili sorgen für Wärme.

Ein gutes Curry schmeckt ausgewogen, kein einzelnes Gewürz drängt sich vor. Roh aus der Dose wirkt es oft staubig und ein wenig bitter. Erst im heißen Fett wird es rund, nussig und voll.

Schmeckt Curry wie Kurkuma? Nein, auch wenn beide gleich gelb leuchten. Kurkuma ist nur eine Zutat und schmeckt allein erdig-herb und eher flach. Curry ist die ganze Mischung mit Frische, Wärme und Schärfe. Mehr zur gelben Wurzel steht auf unserer Seite Kurkuma Verwendung. Auch Garam Masala ist kein Curry, warum, erklären wir bei der Garam Masala Verwendung.

Curry mögen fast alle, mit einer Ausnahme: Wer Koriander nicht mag, findet auch Curry oft seifig oder streng. Dann helfen eine milde Sorte, etwas mehr Kokosmilch und ein Spritzer Limette.

Mild für den Alltag, scharf für mehr Feuer, oder beide im Set:

Alle Sorten und Größen: Madras Curry gelb

Wozu passt Curry?

Curry passt zu Kokosmilch, Joghurt, Reis, Linsen, Kichererbsen, Kartoffeln, Kürbis, Hähnchen, Fisch und Garnelen und zu Gewürzen wie Knoblauch, Ingwer, Chili und Lorbeer. Gut passt alles, was seine erdige Wärme trägt, und alles, was sie mit Süße, Säure, Frische oder Fett ausgleicht.

  • Fett trägt den Duft: Kokosmilch, Sahne, Butter und Ghee binden das Aroma und machen die Schärfe weich. Deshalb schmeckt ein Kokoscurry so viel runder als eines mit Wasser.
  • Süße gleicht die herbe Note aus: Kürbis, Möhren, Süßkartoffel, Mango, Ananas und Banane setzen dem Bockshornklee eine milde Süße entgegen. Daher kommen Riz Casimir und das Curry mit Ananas.
  • Säure macht es lebendig: Tomate, Joghurt und Limette heben die Gewürze, ein Spritzer Zitrone vor dem Servieren wirkt oft mehr als ein weiterer Löffel Curry.
  • Milde Grundlagen nehmen es auf: Reis, Linsen, Kichererbsen, Blumenkohl und Kartoffeln haben wenig Eigengeschmack und saugen die Sauce auf.
  • Fleisch und Fisch: Hähnchen und Pute bleiben zart neben der Würze, Lamm hält mit seinem kräftigen Fett dagegen. Fisch und Garnelen mögen eine milde Sorte mit viel Kokosmilch.

Geröstete Cashewkerne oder Mandeln bringen Röstaroma und Biss. Welche Gewürze und Kräuter Sie zusätzlich dazugeben können, steht in den nächsten beiden Abschnitten.

Welche Gewürze passen zu Curry?

Zu Curry passen vor allem Knoblauch, Zwiebel, Ingwer, Chili, Paprika, Lorbeer und Pfeffer, für süßliche Wärme auch Zimt, Kardamom und Nelken. Sie ergänzen, was in der Mischung schon steckt:

  • Knoblauch und Zwiebel: die Grundlage fast jedes Currys. Langsam angebraten bringen sie Süße und Tiefe.
  • Ingwer: eine Extraportion Frische und Wärme, gut in Fisch- und Gemüsecurrys.
  • Chiliflocken: für alle, denen das milde Curry zu zahm ist. So steuern Sie die Schärfe selbst.
  • Paprika edelsüß: mehr Farbe und eine milde Süße, typisch für die Currywurst-Sauce.
  • Lorbeer: ein Blatt mitgekocht gibt Schmorcurrys und Linsen eine herbe Tiefe.
  • Zimt, Kardamom und Nelken: eine Prise macht Fleischcurrys warm und leicht süßlich.

Braune Senfsaat können Sie zu Beginn in heißem Öl knistern lassen, bevor das Curry dazukommt. Garam Masala gehört dagegen erst kurz vor dem Servieren hinein, als letzter Duft obendrauf.

Welche Kräuter passen zu Curry?

Zu Curry passen vor allem frischer Koriander, Minze, Basilikum, Zitronengras und Lorbeer. Frische Kräuter kommen erst zum Schluss darüber, Lorbeer und Zitronengras kochen von Anfang an mit.

Korianderblätter sind der Klassiker auf indischen Currys, sie wiederholen die zitronige Note der Samen. Wer Koriander nicht mag, nimmt glatte Petersilie. Nanaminze kühlt die Schärfe, besonders in einem Joghurt-Dip neben scharfem Curry. Basilikum und Zitronengras bringen Frische in Kokoscurrys nach thailändischer Art.

Wann kommt Curry ins Gericht?

Curry kommt früh ins Gericht: nach Zwiebeln und Knoblauch, aber vor der Flüssigkeit. Rösten Sie es bei mittlerer Hitze etwa eine halbe Minute in Öl, Ghee oder Butter an, bis es duftet. Dann kommen Kokosmilch, Tomaten oder Brühe dazu.

Das Fett darf nicht zu heiß sein. Curry verbrennt schnell und wird dann bitter. Ziehen Sie die Pfanne im Zweifel kurz vom Herd.

Für Marinaden rühren Sie das Pulver mit etwas Öl und einem kleinen Schuss Wasser zur Paste an. In kalten Dips braucht Curry etwa eine Viertelstunde, bis es sein Aroma abgibt. Nachwürzen können Sie am Ende, am besten mit einer Prise, die Sie noch zwei Minuten mitköcheln lassen.

Wie viel Curry?

Für ein Gericht mit vier Portionen reichen 1 bis 2 TL mildes oder ½ bis 1 TL scharfes Currypulver. Fangen Sie lieber mit weniger an und würzen Sie am Ende nach, denn ein zu viel lässt sich kaum zurückholen. Die Mengen in der Tabelle haben sich bewährt.

Gericht (4 Portionen)Curry mildCurry scharf
Gemüse- oder Hähnchencurry mit Kokosmilch1½ bis 2 TL½ bis 1 TL
Linsen-Dal (250g Linsen)1 bis 1½ TL½ TL
Kürbis- oder Möhrensuppe (1 Liter)1 TL½ TL
Currywurst-Sauce (400ml)2 TL1 TL
Reis (250g)½ TL¼ TL
Joghurt-Dip (250g)½ TL¼ TL
Currypulver mild und scharf
Curry mild und Curry scharf: Die Schärfe entscheidet, wofür Sie welches nehmen.

Madras Curry: wofür es sich eignet

Madras Curry eignet sich für alles, was eine warme, fruchtige Würze mit runder Schärfe verträgt, besonders für Fisch, Garnelen, Linsen und Gemüse mit Kokosmilch. Gut passt es auch zu süßen Partnern wie Ananas und Mango.

Unsere beiden Sorten gehen in diese Richtung. Mit dem milden Madras Curry würzen Sie Reis, Gemüsepfannen und helle Saucen, auch für Kinder. Die scharfe Sorte nehmen Sie für Linsen-Dal, Kartoffelcurry und kräftige Eintöpfe, wenn es ordentlich wärmen soll.

Thai Curry, grünes Curry und Mangocurry: wann welches?

Thai-Currys und Mangocurry sind eigene Mischungen mit eigenem Charakter. Sie ersetzen das gelbe Curry nicht, sie ergänzen es:

  • Thai Curry rot: fruchtig-scharf mit Paprika, Tomate und Knoblauch. Für rotes Curry mit Kokosmilch, Gemüse, Hähnchen, Garnelen oder Tofu, dazu Limette und Sojasauce.
  • Laos Curry grün: frisch und zitronig durch Minze, Basilikum und Zitronengras. Für grünes Kokoscurry, Fisch, Meeresfrüchte und Wokgemüse, gern mit Cashewkernen oder Erdnüssen.
  • Mangocurry: fruchtig mit feiner Säure. Für Kokoscurrys mit Süßkartoffel, Kichererbsen oder Garnelen und für Dips mit Joghurt.

Ein Bananen- oder Ananascurry gelingt mit dem milden Madras Curry ebenso gut wie mit Mangocurry. Mehr über weitere Mischungen erfahren Sie bei den bekannten Gewürzmischungen.

Currypulver für Currywurst: Kurzrezept Currysauce

Für Currywurst eignet sich mildes Currypulver am besten, es gibt der Sauce die typische Würze und bleibt kindertauglich. Wer es schärfer mag, nimmt die scharfe Sorte oder mischt beide. Für vier Portionen Sauce:

  • 1 kleine Zwiebel fein würfeln und in 1 EL Öl glasig dünsten.
  • 2 TL mildes Currypulver und ½ TL Paprika edelsüß dazugeben und eine halbe Minute mitrösten, bis es duftet.
  • 400ml passierte Tomaten, 2 EL Apfelessig und 2 EL Zucker oder Honig einrühren, salzen.
  • 10 Minuten leise köcheln lassen, fein pürieren und mit Curry, Salz und Essig abschmecken.

Über die fertige Wurst stäuben Sie noch eine Prise Curry. Die Sauce hält gut verschlossen im Kühlschrank einige Tage und schmeckt auch als Curryketchup zu Pommes.

Curry Ersatz: was geht, was nicht

Der beste Ersatz für Curry ist eine schnelle Selbstmischung aus Koriander, Kurkuma und Kreuzkümmel im Verhältnis zwei zu eins zu eins. Diese Lösungen kommen dem Original am nächsten:

  • Selbst gemischt: das Grundrezept steht auf unserer Seite Currypulver Zutaten. Für eine Notlösung reicht schon die Dreiermischung mit einer Prise Ingwer und Cayennepfeffer.
  • Garam Masala mit Kurkuma: drei Teile Garam Masala, ein Teil Kurkuma. Schmeckt wärmer und süßlicher, die Farbe stimmt.
  • Tandoori Masala: in gleicher Menge, würziger und blumiger, das Gericht wird eher rötlich als gelb.
  • Kurkuma allein: nur für die Farbe. Den Geschmack von Curry bringt es nicht.

Thai Curry rot ersetzt gelbes Curry nur in Kokoscurrys, in Currywurst-Sauce oder Frikassee schmeckt es zu sehr nach Paprika und Knoblauch.

Curry lagern und Curry-Flecken entfernen

Lagern Sie Curry dunkel, trocken und gut verschlossen, und streuen Sie nie direkt über dem dampfenden Topf aus der Packung. Wie lange Currypulver haltbar ist und woran Sie gutes erkennen, lesen Sie auf unserer Seite Currypulver Zutaten. Unser Currypulver kommt im wiederverschließbaren Aromaschutzbeutel.

Curry färbt kräftig, vor allem durch Kurkuma. Schneidebrett, Finger und Kleidung werden schnell gelb. Solche Flecken lassen sich oft mit Sonnenlicht oder etwas Alkohol lösen.

Häufige Fragen

Wozu passt Curry?

Zu Kokosmilch, Joghurt, Reis, Linsen, Kichererbsen, Kartoffeln, Kürbis, Hähnchen, Fisch und Garnelen. Süße Partner wie Mango, Ananas und Banane gleichen die herbe Note aus.

Welche Kräuter passen zu Curry?

Frischer Koriander, Minze, Basilikum, Zitronengras und Lorbeer. Frische Kräuter kommen zum Schluss darüber, Lorbeer und Zitronengras kochen mit.

Welche Gewürze passen zu Curry?

Knoblauch, Zwiebel, Ingwer, Chili, Paprika, Lorbeer und Pfeffer, für süßliche Wärme auch Zimt, Kardamom und Nelken. Garam Masala kommt erst kurz vor dem Servieren dazu.

Wie schmeckt Curry?

Warm, erdig und leicht herb, mit einer fruchtig-zitronigen Spitze vom Koriander und milder bis kräftiger Schärfe. Angeröstet wird es rund und nussig.

Wann gibt man Curry ins Essen?

Früh, nach Zwiebeln und Knoblauch und vor der Flüssigkeit. Kurz bei mittlerer Hitze in Fett anrösten, dann ablöschen. Zu heißes Fett macht Curry bitter.

Wie viel Currypulver nimmt man?

Für vier Portionen 1 bis 2 TL mildes oder ½ bis 1 TL scharfes Currypulver. Lieber mit weniger beginnen und am Ende nachwürzen.

Welches Currypulver für Currywurst?

Ein mildes Currypulver in Richtung Madras, es gibt der Sauce die typische Würze. Für mehr Feuer die scharfe Sorte nehmen oder beide mischen.

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Dirk Schneider
Dirk Schneider, Gründer von Azafran – Familienunternehmen aus Elmshorn seit 2011.
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