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Currypulver Zutaten: was in der gelben Mischung wirklich steckt

Die wichtigsten Zutaten von Currypulver sind Kurkuma, Koriander und Kreuzkümmel, fast immer ergänzt durch Bockshornklee, Ingwer, Senf, Chili und Pfeffer. Ein festes Rezept gibt es nicht, jede Mischung setzt eigene Schwerpunkte. Unser BIO-Currypulver besteht aus Koriander, Kurkuma, Senf, Ingwer, Kreuzkümmel, Chili und Bockshornklee und geht in Richtung Madras.

Sie reißen eine Tüte Currypulver auf, und noch bevor die Pfanne heiß ist, riecht die Küche warm, ein wenig zitronig und leicht herb. Dieser Duft kommt nicht von einem einzigen Gewürz. Er entsteht aus sieben, zehn oder zwanzig Zutaten, die sich gegenseitig tragen. Welche das sind und was jede davon beisteuert, lesen Sie hier.

Was ist Curry?

Curry ist bei uns meist die Kurzform für Currypulver, eine gelbe Gewürzmischung nach dem Vorbild indischer Masalas. Gesprochen wird das Wort „Körri“ oder „Kari“. Masala bedeutet schlicht Gewürzmischung. In indischen Familienküchen wird es oft für jedes Gericht neu zusammengestellt, deshalb gibt es dort fast so viele Mischungen wie Köchinnen und Köche.

Das fertige Pulver aus der Dose ist der Überlieferung nach für den englischen Geschmack entstanden. Im Englischen heißt es curry powder. Mit „Curry“ meint man in Indien und England dagegen meist das Gericht selbst, ein Schmorgericht mit sämiger Sauce. Der Name geht vermutlich auf ein tamilisches Wort für Sauce zurück.

Eine häufige Verwechslung: Currypulver wird nicht aus den Blättern des Currybaums gemacht. Curryblätter sind ein eigenes Gewürz mit eigenem Duft. In manchen Mischungen stecken sie als eine Zutat unter vielen, etwa in unserem Mangocurry.

Woraus besteht Currypulver? Die Zutaten im Überblick

Currypulver besteht aus mehreren gemahlenen Gewürzen, meist sieben bis zwanzig, manchmal noch mehr. Die wichtigste Zutat ist Kurkuma, sie gibt die typische gelbe Farbe. Koriander, Kreuzkümmel, Bockshornklee und schwarzer Pfeffer prägen den Geschmack und stehen in fast jeder Mischung.

Je nach Gericht und Region kommen weitere Gewürze dazu. Sie machen eine Mischung schärfer, süßer oder frischer:

  • Für Schärfe: Chili, Cayennepfeffer, langer Pfeffer, Ingwer
  • Für Würze und Tiefe: Senfsaat, Knoblauch, Paprikapulver, Fenchel
  • Für süßliche Wärme: Zimt, Nelken, grüner Kardamom, Piment, Muskatnuss und Macis (Muskatblüte)

Manche Mischungen enthalten auch Salz, Zucker oder Mehl. Ein Blick auf die Zutatenliste lohnt sich deshalb immer. Was zuerst steht, ist am meisten drin. Die Tabelle zeigt, was die einzelnen Zutaten beisteuern.

Zutatwas sie beisteuertin unserem BIO-Currypulver
Kurkumagelbe Farbe, erdige Wärmemild und scharf
KorianderHauptmenge, zitronig-süß, rundmild und scharf
Kreuzkümmelherzhafte, orientalische Tiefemild und scharf
Bockshornkleeleicht bitter, karamellig, der typische Currygeruchmild und scharf
Ingwerfrische Wärme, leicht zitronigmild und scharf
Senfwürzig, leicht stechendmild und scharf
ChiliSchärfemild: zurückhaltend, scharf: deutlich kräftiger
Pfeffer, Zimt, Nelken, KardamomSchärfe im Hintergrund, süßliche Wärmenicht auf der Zutatenliste, gut zum Selbermischen

Unser BIO-Currypulver, mild oder scharf, von 50g bis 1kg:

Alle Sorten und Größen: Madras Curry gelb

Was ist in Currypulver drin? Unsere Zutatenliste

In unserem Currypulver sind laut Zutatenliste Koriander, Kurkuma, Senf, Ingwer, Kreuzkümmel, Chili und Bockshornkleesamen drin, alles aus kontrolliert biologischem Anbau (Kontrollstelle DE-ÖKO-009). Es folgt einem südindischen Familienrezept, abgefüllt wird in Deutschland. Die scharfe Sorte baut auf denselben Gewürzen auf und legt bei der Schärfe deutlich nach.

Auf der Liste stehen nur Gewürze. Salz geben Sie selbst ans Gericht, so bestimmen Sie die Würze und das Curry schmeckt klar nach seinen Zutaten. Den Ton gibt der Koriander an. Wer Koriander grundsätzlich nicht mag, wird auch mit diesem Curry eher nicht warm, das sagen wir lieber vorher.

Spannend ist der Blick auf unsere anderen Currys. Im Thai Curry rot tragen Paprika, Tomate, Knoblauch und Lauch, im Laos Curry grün Nanaminze, Basilikum, Galgant und Zitronengras. Das Mangocurry setzt auf Mango, Amchur und Orange. Koriander, Kreuzkümmel und Kurkuma stehen in allen dreien, sie sind der gemeinsame Kern fast jedes Currys.

Currypulver mild, scharf und Madras: die Sorten

Mildes und scharfes Currypulver unterscheiden sich vor allem in der Menge Chili, die Grundzutaten sind oft dieselben. Madras ist der alte Name der Stadt Chennai in Südindien. Im Handel steht „Madras“ für eine Richtung: kräftig gelb-orange, warm und erdig, mit spürbarer, aber runder Schärfe.

Unsere beiden Sorten gehen genau in diese Richtung. Das Currypulver mild schmeckt fruchtig-warm mit zurückhaltender Schärfe, durch das Chilipulver ist es trotzdem nicht ganz zahm. Die scharfe Sorte legt deutlich nach, schmeckt aber weiter nach Gewürz und nicht nur nach Hitze. Wer sich nicht entscheiden mag, nimmt das Set mit je 250g von beiden.

Thai-Currys sind eine eigene Familie. In Thailand würzt man meist mit frischen Pasten, als Pulver bekommen Sie bei uns das rote Thai Curry und das grüne Laos Curry. Welches Curry in welches Gericht gehört, steht auf unserer Seite Curry Verwendung.

Currypulver mild und Currypulver scharf im Vergleich
Links Curry mild, rechts Curry scharf: gleiche Grundmischung, unterschiedliche Schärfe.

Wie wird Curry hergestellt?

Curry wird hergestellt, indem man getrocknete Gewürze mahlt und nach Rezept mischt. Ganze Samen wie Koriander, Kreuzkümmel und Bockshornklee werden dafür oft vorher trocken geröstet. Das macht sie nussiger und nimmt dem Bockshornklee einen Teil seiner Bitterkeit.

Kurkuma und Ingwer kommen als getrocknete, gemahlene Wurzel hinein. Entscheidend ist das Verhältnis: Viel Koriander macht ein Curry rund und mild, mehr Bockshornklee macht es herber, mehr Chili schärfer. Unser Currypulver wird nach dem südindischen Familienrezept aus Bio-Gewürzen gemischt und in Deutschland in Aromaschutzbeutel abgefüllt.

Currypulver selber machen

Currypulver selber machen geht in zehn Minuten, wenn Sie die Gewürze gemahlen im Schrank haben. Diese Grundmischung ergibt etwa fünf Esslöffel und geht in Richtung eines milden Madras-Currys:

Alles gut mischen und in ein dicht schließendes Glas füllen. Für mehr Tiefe rösten Sie ganze Koriander- und Kreuzkümmelsamen kurz in der trockenen Pfanne, lassen sie abkühlen und mahlen sie frisch. Mit einer Prise Zimt und Nelken wird die Mischung süßlicher, mit mehr Cayennepfeffer schärfer. Gehen Sie mit Bockshornklee sparsam um, zu viel schmeckt schnell bitter. Selbst gemischtes Curry verliert sein Aroma schneller, mischen Sie deshalb lieber kleine Mengen.

Kann Currypulver schlecht werden?

Currypulver wird kaum schlecht im Sinne von verdorben, solange es trocken bleibt, es verliert aber mit der Zeit Duft, Farbe und Würzkraft. Ein altes Curry schmeckt staubig und flach, Sie brauchen immer mehr davon und es wird trotzdem nicht rund.

Kann Currypulver ablaufen? Auf der Packung steht ein Mindesthaltbarkeitsdatum. Es ist ein Versprechen für volles Aroma, kein Verfallsdatum. Bei uns ist es typischerweise auf etwa drei Jahre angesetzt. Auch danach können Sie Curry meist noch verwenden, wenn es gut riecht.

Wegwerfen sollten Sie es, wenn Feuchtigkeit hineingekommen ist: feste Klumpen, ein muffiger Geruch oder sichtbarer Belag. Das passiert am ehesten, wenn man direkt über dem dampfenden Topf aus der Packung streut.

Wie lange ist Currypulver haltbar?

Geöffnetes Currypulver bleibt dunkel, kühl und fest verschlossen etwa sechs Monate bis ein Jahr richtig aromatisch, ungeöffnet deutlich länger. Bei fertigen Mischungen entweicht das Aroma nach dem ersten Öffnen recht schnell, und mit jedem weiteren Öffnen geht ein wenig mehr verloren.

Lagern Sie Curry deshalb lichtgeschützt, trocken und nicht neben dem Herd, denn Wärme und Dampf ziehen die Duftstoffe heraus. Unser Currypulver füllen wir in wiederverschließbare Aromaschutzbeutel, die Licht und Luft draußen halten. Bei der großen Packung lohnt es sich, eine Portion in eine kleine Dose umzufüllen und den Beutel gleich wieder zu verschließen.

Gutes Currypulver erkennen

Gutes Currypulver erkennen Sie schon vor dem Kochen, mit Augen und Nase. Darauf können Sie bei jeder Packung achten:

  • Duft: Direkt nach dem Öffnen riecht es klar würzig, warm und ein wenig zitronig. Riecht es kaum oder nur nach Staub, ist es alt.
  • Farbe: ein gleichmäßiges, kräftiges Gelb bis Orange. Gräulich-matte Pulver haben lange gelegen.
  • Struktur: trocken und frei rieselnd, ohne feste Klumpen.
  • Zutatenliste: Gewürze stehen vorn. Je weiter oben Salz, Zucker oder Mehl stehen, desto weniger Gewürz ist im Löffel.

Das beste Currypulver gibt es trotzdem nicht für alle. Es ist das, dessen Schärfe und Grundton zu Ihrem Gericht passen, und das sich beim Anrösten nach einem vollen Gewürzregal anfühlt.

Wie schmeckt Curry und wozu passt es?

Curry schmeckt warm, erdig und leicht herb, mit einer fruchtigen Spitze vom Koriander und Wärme von Ingwer und Chili. Es passt zu Reis, Linsen, Kokosmilch, Hähnchen, Fisch, Kürbis und hellen Saucen. Wie es schmeckt, welche Kräuter und Gewürze dazu passen und wie viel Sie nehmen, lesen Sie ausführlich auf unserer Seite Curry Verwendung. Einen Überblick über weitere Mischungen von Garam Masala bis Zatar finden Sie bei den bekannten Gewürzmischungen.

Häufige Fragen

Woraus besteht Currypulver?

Currypulver besteht aus mehreren gemahlenen Gewürzen. Die Basis bilden Kurkuma, Koriander und Kreuzkümmel, dazu kommen meist Bockshornklee, Ingwer, Senf, Chili und Pfeffer.

Was ist Curry?

Curry ist bei uns die Kurzform für Currypulver, eine gelbe Gewürzmischung nach dem Vorbild indischer Masalas. In Indien und England meint man mit Curry meist das Schmorgericht mit Sauce.

Wird Currypulver aus Curryblättern gemacht?

Nein. Currypulver ist eine Mischung aus Gewürzen wie Kurkuma, Koriander und Kreuzkümmel. Curryblätter sind ein eigenes Gewürz und stecken nur in manchen Mischungen als eine Zutat.

Was ist der Unterschied zwischen mildem und scharfem Currypulver?

Vor allem die Menge Chili. Unser mildes und unser scharfes Currypulver bauen auf denselben Gewürzen auf, die scharfe Sorte ist deutlich kräftiger in der Schärfe.

Kann Currypulver schlecht werden?

Trocken gelagert verdirbt es kaum, es verliert aber mit der Zeit Duft und Würzkraft. Wegwerfen sollten Sie es bei Klumpen, muffigem Geruch oder sichtbarem Belag.

Wie lange ist Currypulver haltbar?

Geöffnet bleibt es dunkel, kühl und gut verschlossen etwa sechs Monate bis ein Jahr richtig aromatisch. Das Mindesthaltbarkeitsdatum unseres Currys liegt typischerweise bei etwa drei Jahren.

Wie wird Currypulver hergestellt?

Getrocknete Gewürze werden, teils geröstet, gemahlen und nach Rezept gemischt. Das Verhältnis entscheidet, ob ein Curry mild, herb oder scharf schmeckt.

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Dirk Schneider
Dirk Schneider, Gründer von Azafran – Familienunternehmen aus Elmshorn seit 2011.
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