Gewürz Klassifizierung nach Herkunft
Gewürze haben ihre Herkunft vor allem in den Tropen Süd- und Südostasiens, im Orient, rund um das Mittelmeer und in Mittel- und Südamerika. Pfeffer, Zimt, Nelken und Muskat stammen aus Asien, Vanille, Paprika und Piment aus Amerika, Safran, Lorbeer und Oregano aus dem Mittelmeerraum. Angebaut werden viele Gewürze heute weit weg von ihrer Heimat, die Vanille etwa vor allem auf Madagaskar.
Öffnen Sie Ihren Gewürzschrank und lesen Sie die Etiketten wie eine Weltkarte. Der Pfeffer stammt von der Malabarküste Indiens, die Vanille aus Mittelamerika, der Lorbeer von den Hängen am Mittelmeer.
- Gewürze Herkunft: Woher kommen Gewürze?
- Gewürze aus aller Welt: Amerika, Afrika, Mittelmeer und Europa
- Gewürze Herkunft Tabelle: Heimat und Anbauländer
- Welche Gewürze gibt es? Die Gewürzarten im Überblick
- Wie viele Gewürze gibt es auf der Welt?
- Gewürze nach Pflanzenteil: Samen, Rinde, Wurzel, Blüte, Blatt
- Gewürze nach Geschmack: scharf, süß-warm, bitter, säuerlich
- Asiatische Gewürze Liste: was die asiatische Küche braucht
- Orientalische, indische und mediterrane Gewürze
- Europäische Gewürze: was bei uns wächst
- Gewürze oder Kräuter: Was ist der Unterschied?
- Gewürze Liste A–Z: von Anis bis Zimt
- Gewürzmischungen: die Herkunft zum Streuen
- Häufige Fragen
Gewürze Herkunft: Woher kommen Gewürze?
Gewürze kommen aus fast allen warmen Regionen der Erde, die meisten aus den Tropen Asiens, aus dem Orient, vom Mittelmeer und aus Mittel- und Südamerika.
Viele Küchenkräuter findet man in Europa, viele Gewürze haben ihre Heimat aber in den Tropen oder in idyllischen Gegenden am Mittelmeer. Ein großer Teil der Gewürze kommt auch aus Südostasien und dem orientalischen Raum.
Aus Süd- und Südostasien stammen Pfeffer, Kardamom, Ingwer, Muskat, Zimt, Sternanis, Kurkuma und Nelken. Vanille wird dort ebenfalls viel angebaut, ihre Heimat liegt aber in Mittelamerika.
Aus Indien kommen Gewürze wie Kardamom, Pfeffer, Muskat, Kurkuma, Ingwer, Koriander, Anis, Kreuzkümmel, Knoblauch und Basilikum. Für einige Gewürze gibt es durchaus mehrere Herkunftsländer.
Aus dem chinesischen Raum kommen auch Zimt, Koriander, Kreuzkümmel, Sternanis und Knoblauch.
Gewürze aus aller Welt: Amerika, Afrika, Mittelmeer und Europa
Gewürze aus aller Welt kommen längst nicht nur aus Asien. Amerika hat der Küche Paprika, Chili, Piment und Vanille geschenkt, Afrika und Madagaskar liefern heute viel Vanille, Nelken und Pfeffer.
In Nordamerika findet man Gewürze wie den Knoblauch und die Senfkörner. In Mittelamerika wachsen Kardamom, Piment, Cayenne-Pfeffer, Vanille, Anis, Paprika und Knoblauch. Südamerika hat den Paprika, Cayenne-Pfeffer, Pfeffer, Ingwer, Koriander, Kurkuma und ebenfalls den Knoblauch.
Im tropischen Afrika kommen Gewürze wie Nelken, Vanille, Ingwer, Cayenne-Pfeffer, Kardamom und Knoblauch vor. Auf Madagaskar ist auch der Pfeffer zu Hause, ebenso wie Zimt, Vanille, Nelken und wieder der Knoblauch. Ein Teil unseres schwarzen Pfeffers kommt von dort, die übrigen Sorten aus Sri Lanka und aus Kampot in Kambodscha.
In den Mittelmeerländern und dem Orient findet man Anis, Safran, Koriander, Paprika, Lorbeerblätter, Wacholder, Kümmel, Kreuzkümmel, Knoblauch, Basilikum und Oregano. In Mitteleuropa gibt es Koriander, Senfkörner, Kümmel, Wacholderbeeren und wieder den Knoblauch. Die Balkanländer haben vor allem Paprika, Koriander, Anis und Knoblauch.
Knoblauch ist damit ein Gewürz, das auf der ganzen Welt angebaut wird. Seine wilde Heimat liegt in Zentralasien.
Der bekannteste Weltreisende im Gewürzschrank ist der schwarze Pfeffer. Unseren gibt es ganz für die Mühle und fein gemahlen:
Gewürze Herkunft Tabelle: Heimat und Anbauländer
Die Tabelle zeigt für bekannte Gewürze, welcher Pflanzenteil im Glas landet, wo die Pflanze ursprünglich wächst und wo sie heute angebaut wird. Heimat und Anbauland liegen oft auf verschiedenen Kontinenten.
Wie viel Handarbeit zwischen Pflanze und Glas liegen kann, zeigt der Safran: Safran Anbau und Anbaugebiete.
| Gewürz | Pflanzenteil | Ursprüngliche Heimat | Wichtige Anbauländer heute |
|---|---|---|---|
| Schwarzer Pfeffer | Frucht (Beere) | Südwestindien, Malabarküste | Vietnam, Indonesien, Indien, Brasilien |
| Kardamom | Frucht (Kapsel) | Südindien | Guatemala, Indien |
| Zimt | Rinde | Sri Lanka (Ceylon-Zimt), Südchina (Cassia) | Sri Lanka, Indonesien, China, Vietnam |
| Muskatnuss | Samen | Molukken (Banda-Inseln) | Indonesien, Indien, Grenada |
| Nelken | Blütenknospe | Molukken | Indonesien, Madagaskar, Sansibar |
| Ingwer | Wurzelstock | Süd- und Südostasien | Indien, China, Nigeria |
| Kurkuma | Wurzelstock | Südasien | Indien |
| Sternanis | Frucht | Südchina, Vietnam | China, Vietnam |
| Vanille | Schote | Mexiko, Mittelamerika | Madagaskar, Indonesien |
| Paprika | Frucht (Schote) | Mittel- und Südamerika | Spanien, Ungarn, China |
| Piment | Frucht (Beere) | Karibik, Mittelamerika | Jamaika, Mexiko |
| Safran | Blütennarbe | Vorderasien, östlicher Mittelmeerraum | Iran, Afghanistan, Indien (Kaschmir), Spanien, Griechenland |
| Kreuzkümmel | Frucht | Vorderasien, östlicher Mittelmeerraum | Indien, Iran, Türkei |
| Koriander | Frucht | Mittelmeerraum, Vorderasien | Indien, Marokko, Osteuropa |
| Lorbeer | Blatt | Mittelmeerraum | Türkei, Griechenland |
| Oregano | Blatt | Mittelmeerraum | Türkei, Griechenland |
| Kümmel | Frucht | Europa, Westasien | Mittel- und Nordeuropa |
| Wacholder | Beerenzapfen | Europa | meist Wildsammlung, vor allem auf dem Balkan |
| Knoblauch | Zwiebel | Zentralasien | China, Indien |
Welche Gewürze gibt es? Die Gewürzarten im Überblick
Es gibt Gewürze aus Samen und Früchten, aus Rinde, Wurzeln, Blüten, Blättern und Knospen, und jede dieser Gruppen schmeckt anders. Welche Gewürze es alles gibt, lässt sich auf vier Arten ordnen: nach Herkunft, nach Pflanzenteil, nach Geschmack und nach Küche.
Die Herkunft haben Sie oben gesehen, die anderen drei Einteilungen folgen hier. Eine ausführliche Übersicht finden Sie unter Gewürze Arten.
Wie viele Gewürze gibt es auf der Welt?
Wie viele Gewürze es auf der Welt gibt, lässt sich nicht exakt zählen, weil jede Liste anders abgrenzt. Rechnet man Kräuter, Samen, Rinden und Wurzeln zusammen, sind es weit über hundert Pflanzen.
Für die deutsche Hausmannskost reichen erstaunlich wenige: Pfeffer, Paprika, Zimt, Muskat, Kümmel, Lorbeer und eine Handvoll Kräuter.
Gewürze nach Pflanzenteil: Samen, Rinde, Wurzel, Blüte, Blatt
Gewürze werden oft nach dem Pflanzenteil eingeteilt, aus dem sie gewonnen werden. Das hilft in der Küche, denn der Pflanzenteil verrät viel über Aroma, Haltbarkeit und Garzeit.
- Samen und Früchte: Pfeffer, Kreuzkümmel, Koriander, Kümmel, Fenchel, Kardamom, Senf, Anis und Sternanis. Ganz gekauft halten sie ihr Aroma am längsten.
- Rinde: Zimt ist das bekannteste Rindengewürz. Wie die Rinde vom Baum ins Glas kommt, steht bei Zimt Botanik.
- Wurzel und Wurzelstock (Rhizom): Ingwer, Kurkuma, Galgant und Süßholzwurzel.
- Blüten und Narben: Safran sind die getrockneten Narben einer Krokusblüte. Dazu kommen Lavendel- und Hibiskusblüten.
- Blätter: Lorbeer, Oregano, Thymian, Rosmarin, Majoran und die meisten Küchenkräuter. Mehr zum Lorbeerblatt lesen Sie bei Lorbeer als Gewürz.
- Knospen: Nelken sind die getrockneten Blütenknospen des Gewürznelkenbaums.
- Samen und Samenmantel: Die Muskatnuss ist der Samen, Macis der rote Samenmantel derselben Frucht. Beides erklärt Muskatnuss als Gewürz.
- Schoten und Beeren: Vanille, Paprika, Chili und Piment, die als ganze Frucht getrocknet werden.
Als Faustregel gilt: Samen und Rinden vertragen langes Kochen, Blüten und zarte Blätter kommen erst spät in den Topf.
Gewürze nach Geschmack: scharf, süß-warm, bitter, säuerlich
Nach Geschmack lassen sich Gewürze in scharfe, süß-warme, bittere und säuerliche einteilen, dazu kommen die frisch-kräutrigen. Für die Küche ist diese Einteilung die nützlichste, weil sie zeigt, was sich gegenseitig vertreten kann.
- Scharf: Pfeffer, Chili, Cayennepfeffer, Ingwer, Senf und Szechuan-Pfeffer, der eher prickelt als brennt.
- Süß-warm: Zimt, Vanille, Kardamom, Nelken, Anis, Sternanis, Muskat und Tonkabohne. Sie lassen Speisen süßer wirken, als sie sind.
- Bitter und herb: Bockshornklee, Lorbeer, Wacholder und Kurkuma bringen herbe, leicht bittere Töne in Schmorgerichte und Currys.
- Säuerlich: Sumach, getrocknete Zitronenschale und Berberitzen. Sumach färbt Salate dunkelrot und schmeckt fruchtig-sauer.
- Frisch-kräutrig: Dill, Petersilie, Basilikum, Estragon und Minze.
Wer ein Gewürz ersetzen will, bleibt in derselben Gruppe: Piment kann Nelken vertreten, Cayennepfeffer lässt sich gegen Chiliflocken tauschen.
Asiatische Gewürze Liste: was die asiatische Küche braucht
Asiatische Gewürze sind vor allem Ingwer, Galgant, Zitronengras, Sternanis, Kurkuma, Szechuan-Pfeffer, Chili und Koriander. Welche davon in den Wok gehören, hängt vom Land ab.
- China: Sternanis, Szechuan-Pfeffer, Zimt als Cassia und Ingwer, gebündelt in der Mischung 5 Gewürze.
- Thailand und Laos: Zitronengras, Galgant, Chili und Koriander, verrieben in Currys wie Thai Curry rot.
- Korea: Gochugaru, das grobe rote Chilipulver, das Kimchi seine Farbe gibt.
- Indonesien: Muskat, Nelken, Pfeffer und Kurkuma. Muskat und Nelken wuchsen einst nur auf den Molukken.
Wie Zitronengras, Galgant und Chili in der Thai-Küche zusammenspielen, lesen Sie im Beitrag Thailändisch kochen.
Orientalische, indische und mediterrane Gewürze
Orientalische Gewürze sind Kreuzkümmel, Koriander, Zimt, Kardamom, Sumach, Safran und Schwarzkümmel, oft gemischt wie im Ras-el-Hanout aus Marokko. Die bekanntesten stellen wir in Die 25 bekanntesten orientalischen Gewürze vor.
Die indische Küche lebt von Kreuzkümmel, Kurkuma, Kardamom, Koriander, Bockshornklee, Senfsaat und Ingwer, die oft zuerst in heißem Fett anrösten. Fertig gemischt kennen Sie das als Garam Masala. Was Kreuzkümmel dort leistet, zeigt Kreuzkümmel Verwendung, einen Überblick gibt Indische Gewürze und Kräuter.
Mediterrane Gewürze sind Oregano, Thymian, Rosmarin, Basilikum, Lorbeer, Fenchel und Knoblauch, dazu Safran in Spanien und Paprika auf dem Balkan. Als Mischung kennen Sie sie aus den Kräutern der Provence. Mehr dazu im Beitrag mediterran kochen mit Kräutern und Gewürzen.
Europäische Gewürze: was bei uns wächst
Europäische Gewürze sind Kümmel, Senf, Wacholder, Dill, Petersilie, Schnittlauch, Liebstöckel, Majoran, Bohnenkraut und Bärlauch, dazu Fenchel und Koriander aus dem Süden. Viele davon wachsen auch in deutschen Gärten.
Diese deutschen Gewürze tragen Sauerkraut, Rotkohl, Braten und Brot. Kümmel gibt Roggenbrot seinen Duft, Wacholder gehört an Wild, Majoran an Kartoffelsuppe. Für Dips und Aufstriche gibt es die Mischung Deutsche Kräuter.
Gewürze oder Kräuter: Was ist der Unterschied?
Kräuter sind die Blätter und zarten Stängel einer Pflanze, Gewürze die übrigen Teile wie Samen, Früchte, Rinde, Wurzeln oder Blüten. Beim Koriander sehen Sie den Unterschied an einer einzigen Pflanze: Das Grün ist ein Kraut, die getrockneten Früchte sind ein Gewürz.
Im Alltag nennt man oft beides Gewürz. Die genaue Abgrenzung erklären wir unter Gewürze Definition.
Gewürze Liste A–Z: von Anis bis Zimt
Diese Gewürze Liste von A bis Z nennt zu jedem Buchstaben bekannte Gewürze aus unserem Sortiment. Gewürze mit A sind zum Beispiel Anis, Ancho-Chili und Andaliman-Pfeffer, bei Gewürzen mit U wird es eng.
- A: Anis, Ancho-Chili, Andaliman-Pfeffer
- B: Basilikum, Bärlauch, Bockshornklee, Bohnenkraut
- C: Cayennepfeffer, Chiliflocken, Chipotle, Cumin (Kreuzkümmel)
- D: Dill
- E: Estragon
- F: Fenchel
- G: Galgant, Gochugaru
- H: Habanero, Hibiskus
- I: Ingwer
- J: Jamaikapfeffer, ein anderer Name für Piment
- K: Kardamom, Koriander, Kreuzkümmel, Kümmel, Kurkuma
- L: Langer Pfeffer, Lavendel, Liebstöckel, Lorbeer
- M: Macis, Majoran, Muskatnuss
- N: Nelken
- O: Oregano
- P: Paprika, Petersilie, Pfeffer, Piment
- R: Rosa Pfeffer, Rosmarin
- S: Safran, Salbei, Schwarzkümmel, Senf, Sternanis, Sumach, Szechuan-Pfeffer
- T: Thymian, Tonkabohne
- U: ungarisches Paprikapulver, unser edelsüßer Paprika aus Ungarn
- V: Vanille
- W: Wacholder
- Z: Zimt, Zitronengras
Q, X und Y kommen in der Gewürzküche praktisch nicht vor.
Gewürzmischungen: die Herkunft zum Streuen
Viele Küchen haben ihre Gewürze zu Mischungen gebündelt, die eine Region ins Glas bringen: Garam Masala für Indien, Ras-el-Hanout für Marokko, Zatar für die Levante. Wie solche Mischungen aufgebaut sind, zeigt Gewürzmischungen.
Häufige Fragen
Woher kommen Gewürze?
Die meisten Gewürze kommen aus den Tropen Asiens, aus dem Orient, vom Mittelmeer und aus Mittel- und Südamerika. Viele werden heute fern ihrer Heimat angebaut, die Vanille etwa vor allem auf Madagaskar.
Welche Gewürze gibt es?
Es gibt Gewürze aus Samen und Früchten (Pfeffer), Rinde (Zimt), Wurzeln (Ingwer), Blüten (Safran), Blättern (Lorbeer) und Knospen (Nelken). Man kann sie auch nach Herkunft, Geschmack und Küche ordnen.
Wie viele Gewürze gibt es auf der Welt?
Eine feste Zahl gibt es nicht, weil jede Liste anders abgrenzt. Zusammen sind es weit über hundert Pflanzen.
Was ist der Unterschied zwischen Gewürzen und Kräutern?
Kräuter sind die Blätter und zarten Stängel einer Pflanze, Gewürze die übrigen Teile wie Samen, Rinde, Wurzeln oder Blüten.
Welche Gewürze beginnen mit A?
Gewürze mit A sind zum Beispiel Anis, Ancho-Chili und Andaliman-Pfeffer.
Welche Gewürze beginnen mit U?
Mit U beginnen kaum Gewürze. Am ehesten passt ungarisches Paprikapulver, unser edelsüßer Paprika aus Ungarn.
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