Wann blüht der Lavendel in der Provence – und welche Pflanzen stecken in den Kräutern der Provence?
Wann blüht der Lavendel in der Provence? Meist von Mitte Juni bis Ende Juli, die volle Blüte liegt in vielen Jahren in der ersten Julihälfte. In höheren Lagen blüht der echte Lavendel später und bis in den August hinein. Die Kräuter der Provence stammen aus derselben kargen Landschaft und sind wie der Lavendel Lippenblütler, in unserer BIO-Mischung stecken sieben davon.
Ende Juni flimmert die Luft über dem Hochplateau, und die Felder stehen in Reihen aus Violett bis zum Horizont. Es summt, es duftet nach Lavendel, Thymian und warmem Stein. Aus genau diesem Duft ist eine der bekanntesten Kräutermischungen der Welt entstanden.
- Wann blüht der Lavendel in der Provence?
- Wann blüht Lavendel in der Provence nach Region?
- Lavandin oder echter Lavendel?
- Was nach der Blüte passiert: die Lavendelernte
- Kräuter der Provence Herkunft: die Garrigue
- Kräuter der Provence Geschichte: vom Wildkraut zur Mischung
- Kräuter der Provence Pflanze: die sieben Kräuter im Porträt
- Warum diese Kräuter so gut zusammenpassen
- Kräuter der Provence Anbau: das Provence-Beet zu Hause
- Ernten und trocknen: vom Strauch zur getrockneten Mischung
- Woher kommen unsere Kräuter der Provence?
- Häufige Fragen
Wann blüht der Lavendel in der Provence?
Der Lavendel in der Provence blüht je nach Höhe und Wetter von Mitte Juni bis Ende Juli. Auf den tiefer gelegenen Hochebenen beginnt die Blüte um Mitte Juni und erreicht Ende Juni bis Mitte Juli ihren Höhepunkt. In den Bergen über 800 Metern öffnen sich die Blüten später, dort dauert die Saison bis in den August.
Ein warmes Frühjahr schiebt die Blüte nach vorn, ein kühles Jahr nach hinten. Wer die Felder in voller Farbe sehen will, plant am sichersten für die erste Julihälfte. Ab Mitte Juli beginnt vielerorts die Ernte, dann verschwinden die violetten Reihen Feld für Feld.
Am schönsten leuchten die Blüten am frühen Morgen und am Abend. In der Mittagshitze ist der Duft zwar am stärksten, die Farben wirken im grellen Licht aber blasser.

Wann blüht Lavendel in der Provence nach Region?
Die großen Felder auf dem Plateau von Valensole blühen meist zuerst, von Mitte Juni bis Mitte Juli. Im Luberon und rund um Sénanque liegt die Blüte ähnlich, oft mit einigen Tagen Abstand.
Rund um Sault und auf den höheren Lagen der Haute-Provence blüht der Lavendel später. Dort reicht die Saison oft bis Anfang August. Die Daten verschieben sich jedes Jahr, die Reihenfolge von unten nach oben bleibt.
Den Duft der Garrigue für Ihre Küche: unsere BIO Kräuter der Provence mit Lavendelblüte.
Lavandin oder echter Lavendel?
Ein großer Teil der Felder, die man von Postkarten kennt, ist Lavandin. Das ist eine Kreuzung aus echtem Lavendel und Speik-Lavendel. Lavandin wächst kräftig, bildet lange Stiele und liefert viel Öl, sein Duft ist herber und kampferartig.
Echter Lavendel, botanisch Lavandula angustifolia, wächst vor allem in höheren, kühleren Lagen. Er bleibt kleiner und duftet feiner und süßer. Seine Blüte beginnt meist etwas früher als die des Lavandin, in den Höhenlagen aber später als im Tal. In der Küche wird er bevorzugt, weil sein Aroma milder ist.
Wie sich die Sorten unterscheiden und welche für Tee und Gebäck taugt, lesen Sie bei Lavendel Sorten. Wie die Pflanze wächst und blüht, erklärt unsere Seite Lavendel Pflanze.
Was nach der Blüte passiert: die Lavendelernte
Geerntet wird, wenn die meisten Blüten offen sind. Für Öl schneiden Maschinen die Stiele und bringen sie zur Destillerie. Für getrocknete Blüten wird früher geschnitten, damit die Farbe erhalten bleibt.
Die Bündel trocknen kopfüber an einem schattigen, luftigen Ort. Danach werden die Blüten abgestreift und gesiebt. So entstehen die getrockneten Lavendelblüten, die auch in der Küche landen.
Kräuter der Provence Herkunft: die Garrigue
Kräuter der Provence stammen aus der Garrigue, der niedrigen, duftenden Strauchheide Südfrankreichs. Auf kalkigem, steinigem Boden wachsen dort Thymian, Rosmarin, Bohnenkraut und Lavendel wild zwischen Felsen und Kiefern. Viel Sonne, wenig Regen und magere Erde machen ihre Blätter klein und ihr Öl kräftig.
Für die Menschen der Region waren diese Kräuter lange einfach das, was vor der Haustür wuchs. Man pflückte sie für Eintöpfe, Grillfleisch und Gemüse. Eine feste Mischung mit festem Namen gab es dafür nicht.
Kräuter der Provence Geschichte: vom Wildkraut zur Mischung
Als fertige Mischung unter dem Namen Herbes de Provence verbreitete sie sich erst im 20. Jahrhundert. Händler füllten die typischen Kräuter des Südens gemeinsam ab, und Reisende brachten sie nach Hause. So wurde aus einem Landstrich ein Gewürzname.
Ob Lavendel hineingehört, wird bis heute unterschiedlich gesehen. Häufig heißt es, die Blüten seien vor allem für Kundschaft außerhalb Frankreichs ergänzt worden. In vielen Küchen der Provence würzt man eher mit Thymian, Rosmarin und Bohnenkraut, der Lavendel bleibt eine feine Ergänzung.
Kräuter der Provence Pflanze: die sieben Kräuter im Porträt
In unserer Mischung stecken sieben Pflanzen, alle aus der Familie der Lippenblütler:
- Bohnenkraut: das Bergbohnenkraut ist in der Provence das prägende Kraut, pfeffrig und würzig. Mehr bei Bohnenkraut Pflanze.
- Thymian: wächst als kleiner, verholzter Strauch auf Kalkboden. Mehr bei Thymian Pflanze.
- Rosmarin: immergrün, mit nadelartigen Blättern und harzigem Duft. Mehr bei Rosmarin Pflanze.
- Oregano: wild auf trockenen Hängen, kräftig und leicht bitter. Mehr bei Oregano Pflanze.
- Majoran: der milde Verwandte des Oregano, süßlich und warm.
- Basilikum: einjährig, es braucht Wärme und Wasser. Mehr bei Basilikum Pflanze.
- Lavendel: die Blüten bringen einen blumigen Akzent.
Majoran und Oregano werden oft verwechselt, den Unterschied erklärt Oregano oder Majoran.
Warum diese Kräuter so gut zusammenpassen
Alle sieben Pflanzen speichern ihren Duft in ätherischen Ölen, die in winzigen Drüsen auf den Blättern sitzen. Hitze, Trockenheit und Kalkboden lassen sie besonders viel davon bilden. Deshalb behalten sie auch getrocknet viel Aroma.
Im Geschmack ergänzen sie sich: Bohnenkraut und Thymian geben die würzige Grundnote, Rosmarin harzige Tiefe, Oregano und Majoran Wärme. Basilikum bringt Frische, Lavendel einen Hauch Blüte. Die Mischung passt zu Ofengemüse, Lamm, Hähnchen, Tomatensauce, Ratatouille und Kräuterbutter, mehr Ideen finden Sie bei unseren Kräutern der Provence. Wie die Mischung schmeckt, wie viel Sie nehmen und was dazu passt, steht im Ratgeber Kräuter der Provence Verwendung.
Kräuter der Provence Anbau: das Provence-Beet zu Hause
Fast alle Kräuter der Provence lassen sich auch bei uns ziehen, wenn Sie ihnen ein Stück Süden bauen. Sie brauchen volle Sonne, durchlässigen, eher mageren Boden und wenig Wasser. Kies oder Sand im Beet ersetzt den Kalkstein der Garrigue.
Thymian, Rosmarin, Bohnenkraut, Oregano und Lavendel sind mehrjährig und vertragen Trockenheit gut. Rosmarin mag es in kalten Wintern geschützt, im Topf überwintert er hell und kühl im Haus. Basilikum säen Sie jedes Jahr neu, es möchte als einziges regelmäßig Wasser. Auch den frostempfindlichen Majoran ziehen die meisten bei uns einjährig.
Ein Topf am sonnigen Balkon reicht schon für einen kleinen Vorrat. Stauende Nässe ist der häufigste Grund, warum diese Kräuter eingehen.
Ernten und trocknen: vom Strauch zur getrockneten Mischung
Blattkräuter wie Thymian, Bohnenkraut und Oregano ernten Sie am besten kurz vor der Blüte. Dann sitzt am meisten Duft in den Blättern. Schneiden Sie an einem trockenen Vormittag, wenn der Tau abgetrocknet ist.
Binden Sie die Stängel zu kleinen Sträußen und hängen Sie sie kopfüber an einen luftigen, schattigen Ort. Nach ein bis zwei Wochen rascheln die Blätter und lassen sich abstreifen. Lavendel schneiden Sie, wenn sich die ersten Blüten öffnen.
Getrocknete Kräuter bewahren Sie dunkel und luftdicht auf. Erst kurz vor dem Kochen zwischen den Fingern zerreiben, dann öffnet sich der Duft.
Woher kommen unsere Kräuter der Provence?
Unsere BIO Kräuter der Provence sind eine typisch französische Kräutermischung aus Bohnenkraut, Rosmarin, Thymian, Oregano, Basilikum, Majoran und Lavendelblüte. Majoran und Lavendel setzen kleine mitteleuropäische Akzente. Alle Kräuter stammen aus kontrolliert biologischem Anbau, Kontrollstelle DE-ÖKO-009.
Die Mischung besteht rein aus Kräutern und wird in Deutschland abgefüllt. Die kleine Packung mit 50g kostet 5,99 EUR (inkl. MwSt.). Sie können Kräuter der Provence kaufen von 50g bis zur 1kg-Packung im wiederverschließbaren Aromaschutzbeutel. Wer nur die Blüten sucht, findet getrocknete Lavendelblüten einzeln.
Häufige Fragen
Wann blüht der Lavendel in der Provence?
Meist von Mitte Juni bis Ende Juli, in höheren Lagen bis in den August. Die volle Blüte liegt oft in der ersten Julihälfte.
Wann ist die beste Zeit für die Lavendelfelder in Valensole?
In vielen Jahren Ende Juni bis Mitte Juli. Danach beginnt die Ernte, und die Felder werden nach und nach geschnitten.
Was ist der Unterschied zwischen Lavandin und echtem Lavendel?
Lavandin ist eine Kreuzung mit Speik-Lavendel, wächst kräftiger und duftet herber. Echter Lavendel wächst in höheren Lagen, ist kleiner und duftet feiner.
Woher kommen Kräuter der Provence?
Aus der Garrigue, der kargen Strauchheide Südfrankreichs, wo Thymian, Rosmarin, Bohnenkraut und Lavendel wild wachsen. Als feste Mischung verbreitete sie sich im 20. Jahrhundert.
Welche Pflanzen sind in Kräutern der Provence?
In unserer Mischung Bohnenkraut, Rosmarin, Thymian, Oregano, Basilikum, Majoran und Lavendelblüte. Alle gehören zu den Lippenblütlern.
Kann man Kräuter der Provence selbst anbauen?
Ja, mit voller Sonne, durchlässigem, magerem Boden und wenig Wasser. Basilikum und meist auch Majoran werden jedes Jahr neu gesät, die übrigen Kräuter sind mehrjährig.
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