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Curry Paste selbst machen: in 15 Minuten vom Pulver zur Würzbasis

Curry Paste selbst machen geht in etwa 15 Minuten. Sie rösten 3 EL Currypulver in Öl an, braten pürierte Zwiebel, Knoblauch und Ingwer mit und würzen mit Tomatenmark, Salz und Zitrone. Unter einer Schicht Öl hält die Paste im Kühlschrank etwa eine Woche, als Grundlage eignet sich ein kräftiges Madras-Currypulver.

Der Moment, in dem das Currypulver ins heiße Öl fällt, ist der beste in der ganzen Küche. Es zischt, die Farbe wird tiefer, und plötzlich riecht die Wohnung wie ein kleiner Curry-Imbiss in London. Wer diesen Moment einmal vorkocht und ins Glas füllt, hat unter der Woche in zehn Minuten ein Curry auf dem Tisch.

Curry Paste selbst machen: das Grundrezept

Eine indische Currypaste ist nichts anderes als Currypulver, das in Öl mit Zwiebel, Knoblauch und Ingwer gebraten wurde. Dabei verlieren die Gewürze ihren rohen, staubigen Ton und werden rund. Für ein Glas von etwa 200ml, genug für drei Currys mit je vier Portionen, brauchen Sie:

  • 3 EL Currypulver mild oder scharf
  • 1 mittelgroße Zwiebel, 3 Knoblauchzehen und ein daumengroßes Stück frischer Ingwer
  • 4 EL neutrales Öl, zum Beispiel Rapsöl, und etwas mehr zum Abdecken
  • 2 EL Tomatenmark, 1 TL Salz und 1 EL Zitronensaft

Zwiebel, Knoblauch und Ingwer mit 2 EL Wasser fein pürieren. Das Öl in einer Pfanne bei mittlerer Hitze erwärmen, das Currypulver hineinstreuen und 30 Sekunden rühren, bis es duftet.

Dann das Püree dazugeben und unter Rühren etwa acht bis zehn Minuten braten. Die Paste ist fertig, wenn sie dunkler wird, nicht mehr nach rohem Knoblauch riecht und sich am Rand ein Ölfilm absetzt. Tomatenmark, Salz und Zitronensaft unterrühren, eine Minute weiterbraten und abkühlen lassen.

Für ein Curry nehmen Sie zwei bis drei Esslöffel Paste, braten sie kurz an und gießen mit Kokosmilch, Tomaten oder Brühe auf. Ideen dafür finden Sie in unseren Curry-Rezepten mit viel Gemüse.

Madras Curry gelb: selber machen oder fertig kaufen
Madras Curry gelb von Azafran.

Madras Curry Paste selber machen

Madras Curry Paste selber machen heißt: mehr Schärfe, mehr Säure, mehr Farbe. Nehmen Sie für das Grundrezept das scharfe Currypulver und geben Sie einen halben bis einen Teelöffel Chiliflocken dazu.

Statt Zitronensaft passt ein Esslöffel Weißweinessig, der gibt die typische leicht säuerliche Spitze. Ein Esslöffel mehr Tomatenmark färbt die Paste rot-orange. So schmeckt das fertige Curry nach dem Madras aus dem Restaurant: kräftig, scharf und trotzdem würzig statt nur heiß.

Gut geeignet ist diese Paste für Lamm, Rind und Kichererbsen. Ein Beispiel für ein kräftiges Schmorgericht ist unser Lammcurry mit Äpfeln, bei dem die Süße der Äpfel die Schärfe auffängt.

Die schnelle Grundlage für Ihre Paste, unser BIO-Currypulver mild oder scharf:

Alle Sorten und Größen: Madras Curry gelb

Thai Curry Paste aus Pulver: rot und grün

In Thailand stampft man Currypaste im Mörser aus frischen Chilis, Schalotten, Zitronengras und Galgant. Das ist Handarbeit, die sich lohnt, wenn Sie alle Zutaten frisch bekommen. Schneller geht es mit einer Paste, die auf Pulver aufbaut.

Für eine rote Paste nehmen Sie 3 EL Thai Curry rot. Rühren Sie es mit 2 Schalotten, 3 Knoblauchzehen, 1 TL Zitronengras, 3 EL Öl und der abgeriebenen Schale einer Limette an. Kurz anbraten, dann mit Kokosmilch aufgießen. Wie Sie das Pulver sonst einsetzen, lesen Sie unter Thai Curry rot Verwendung.

Für eine grüne Paste nehmen Sie Laos Curry grün und pürieren dazu eine Handvoll frisches Koriandergrün und eine grüne Chili. Die Kräuter kommen erst zum Schluss dazu, damit sie grün und frisch bleiben.

Currypulver selber machen aus ganzen Gewürzen

Currypulver selber machen schmeckt am intensivsten, wenn Sie ganze Samen rösten und frisch mahlen. Nach diesem Prinzip können Sie jede Curry Gewürzmischung selbst herstellen, von mild bis Madras. Diese Mischung ergibt etwa sechs Esslöffel und geht in Richtung eines mittelscharfen Madras-Currys:

Koriander, Kreuzkümmel, Senfsaat und Pfeffer in einer trockenen Pfanne bei mittlerer Hitze zwei bis drei Minuten rösten, bis sie duften und der Koriander leicht bräunt. Den Bockshornklee erst in der letzten halben Minute dazugeben, er wird schnell bitter.

Alles auf einem Teller abkühlen lassen, dann mit den Chiliflocken in einer Gewürz- oder Kaffeemühle fein mahlen. Kurkuma und Ingwer unterrühren, wer mag, siebt die Mischung. Eine schnelle Variante aus bereits gemahlenen Gewürzen steht auf unserer Seite Currypulver Zutaten.

Indisches Curry Gewürz selber machen: Varianten

Indisches Curry Gewürz selber machen heißt vor allem, das Verhältnis zu verschieben. Ausgehend von der Mischung oben ändern Sie nur wenige Zutaten, die Tabelle unten zeigt die wichtigsten Varianten.

Mildes Curry selber machen gelingt, wenn Sie Chili und Pfeffer weglassen und dafür einen Teelöffel Fenchelsamen mitrösten. Er bringt eine sanfte Süße, die Kinder mögen. Für ein englisches Currypulver geben Sie etwas mehr Kurkuma und eine Prise Zimt und Nelke dazu, so wird es gelber und milder.

Wer es wärmer und tiefer mag, röstet zwei Kapseln Kardamom, ein Stück Ceylon-Zimt und zwei Nelken mit. Damit nähert sich das Curry einem Garam Masala, das in Indien meist erst zum Schluss ins Gericht kommt.

Variantezusätzlichweniger oder weglassen
Mildes Curry1 TL Fenchelsamen, 1 EL Koriander mehrChiliflocken und Pfeffer weglassen
Madras-Art, scharf½ TL Chiliflocken mehr–
Englisches Currypulver1 TL Kurkuma mehr, je 1 Prise Zimt und NelkeChili auf ½ TL
Indisch, warm2 Kardamomkapseln, 3cm Zimtstange, 2 NelkenSenfsaat auf ½ TL
Currywurst-Mischung1 EL Paprika edelsüß, 1 Prise ZuckerBockshornklee auf ½ TL

Currywurst Gewürzmischung und Curryketchup selber machen

Für eine Currywurst Gewürzmischung mischen Sie 3 EL mildes Currypulver mit 1 EL Paprika edelsüß und einer Prise Zucker. Damit bestäuben Sie die Wurst am Ende, wie an der Bude.

Curryketchup selber machen dauert 20 Minuten. Eine feingehackte Zwiebel in etwas Öl glasig dünsten, 2 TL Currypulver kurz mitrösten. Dann 500g passierte Tomaten, 3 EL Zucker, 3 EL Apfelessig und einen halben Teelöffel Salz dazugeben und offen einkochen lassen, bis die Sauce dick ist. Pürieren, abschmecken, fertig.

Auch Curry Senf ist schnell gemacht: Rühren Sie einen Teelöffel Currypulver unter einen frisch angesetzten Senf. Wie Senf aus Senfmehl entsteht, erklären wir unter Senf selber machen.

Typische Fehler beim Curry selber machen

Die meisten Fehler passieren in der Pfanne. Diese fünf begegnen uns am häufigsten:

  • Bockshornklee zu lange geröstet: Die Mischung schmeckt bitter. Er kommt immer zuletzt in die Pfanne.
  • Pulver direkt ins Wasser gerührt: Das Curry schmeckt roh und staubig. Erst in Fett anrösten, dann aufgießen.
  • Zu viel Kurkuma: Die Farbe wird schön, der Geschmack aber erdig und leicht bitter. Ein Esslöffel auf sechs reicht.
  • Paste zu kurz gebraten: Der Knoblauch schmeckt scharf und roh. Warten, bis sich das Öl absetzt.
  • Feuchter Löffel im Glas: Wasser lässt Paste und Pulver schneller verderben. Immer einen trockenen Löffel nehmen.

Wie lange hält selbst gemachtes Curry?

Selbst gemahlenes Currypulver hält dunkel, trocken und dicht verschlossen etwa drei bis sechs Monate sein volles Aroma. Danach ist es nicht verdorben, schmeckt aber flacher. Mischen Sie deshalb lieber kleine Mengen, die Sie in einigen Wochen verbrauchen.

Currypaste gehört in ein sauberes Schraubglas, glatt gestrichen und mit einer dünnen Schicht Öl bedeckt. Im Kühlschrank hält sie so etwa eine Woche. Länger geht es im Gefrierfach: In einer Eiswürfelform portioniert bleibt sie rund drei Monate gut, jeder Würfel reicht für zwei Portionen.

Selber machen oder fertig kaufen?

Selbst mischen lohnt sich, wenn Sie gern ausprobieren und ganze Gewürze im Schrank haben. Sie bestimmen jede Note selbst, und das Rösten macht Spaß. Für den Alltag reicht ein gutes fertiges Pulver, das Sie in der Pfanne zur Paste weiterverarbeiten.

Unser BIO-Currypulver nach Madras-Art folgt einem südindischen Familienrezept mit Koriander, Kurkuma, Senf, Ingwer, Kreuzkümmel, Chili und Bockshornklee, alle Zutaten aus kontrolliert biologischem Anbau (Kontrollstelle DE-ÖKO-009). Es gibt die Sorten mild und scharf, von 50g bis 1kg.

Gelbes Curry schmeckt warm, erdig und leicht herb mit einer fruchtigen Spitze vom Koriander. Welche Gewürze und Kräuter dazu passen und wie viel Sie nehmen, steht auf unserer Seite Curry Verwendung. Welche Curry Sorten es gibt, lesen Sie unter Curry Sorten.

Häufige Fragen

Wie macht man Curry Paste selbst?

Currypulver kurz in Öl anrösten, pürierte Zwiebel, Knoblauch und Ingwer dazugeben und etwa zehn Minuten braten, bis sich das Öl absetzt. Mit Tomatenmark, Salz und Zitronensaft abschmecken.

Wie kann ich Currypulver selber machen?

Koriander, Kreuzkümmel, Senfsaat und Pfeffer trocken rösten, Bockshornklee kurz mitrösten, abkühlen lassen und fein mahlen. Dann Kurkuma, Ingwerpulver und nach Geschmack Chili untermischen.

Wie lange hält selbst gemachte Currypaste?

Unter einer Schicht Öl im Kühlschrank etwa eine Woche, eingefroren in Portionen rund drei Monate. Immer mit einem sauberen, trockenen Löffel entnehmen.

Kann man Thai Curry Paste aus Pulver machen?

Ja. Rotes Thai-Curry-Pulver mit Schalotten, Knoblauch, Zitronengras, Limettenschale und Öl zur Paste rühren und kurz anbraten. Für grüne Paste Laos Curry grün mit frischem Koriander und grüner Chili nehmen.

Warum schmeckt mein selbst gemachtes Curry bitter?

Meist wurde der Bockshornklee zu lange geröstet oder zu viel Kurkuma genommen. Bockshornklee kommt nur in der letzten halben Minute in die Pfanne.

Wie mache ich mildes Curry für Kinder?

Chili und Pfeffer weglassen und dafür Fenchelsamen und etwas mehr Koriander mitrösten. Das ergibt ein rundes, leicht süßliches Curry.

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Dirk Schneider
Dirk Schneider, Gründer von Azafran – Familienunternehmen aus Elmshorn seit 2011.
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